Filme - Action

Kidnap (2)

Veröffentlicht am 08.05.2017
Kidnap (2)
Kidnap
Action | mit Halle Berry Bewertung:★★★★★
Halle Berry ist im Jahr 1966 geboren und wird demnach 51 Jahre alt. Der Hollywood-Ikone merkt man aber das Alter eindeutig nicht an, zumindest tritt sie in der mit Action gespickten Rolle jung und dynamisch auf. Sie begibt sich in „Kidnap“ auf die Spuren von Liam Neeson in „Taken“ (hierzulande unter „96 Stunden“ bekannt). Der Unterschied ist, dass diesmal nicht die Tochter entführt wird, sondern der Sohn. Es beginnt eine spannende Verfolgungsjagd auf dem Highway.
Handlung
Karla Dyson und ihr Sohn Frankie Dyson wollen einen vergnüglichen Tag im Freizeitpark miteinander verbringen. In einem Moment der Unachtsamkeit wird Frankie jedoch entführt. Im letzten Moment kann Karla sehen, wie ihr Kind von einer Unbekannten in ein Auto gezerrt wird. Sie nimmt mit ihrem eigenen Auto die Verfolgung auf. Ohne Handy und Hilfe versucht sie alles, um ihren Liebling wieder in ihren Armen zu halten.
Trailer

Bewertung
„Kidnap“ kann mit einer guten Portion Spannung seine Punkte einsammeln und erreicht damit den Status eines guten Unterhaltungsfilms. Die gnadenlose Jagd über die Straßen funktioniert dank seiner drastischen Inszenierung. Weder die Entführer noch die Mutter geben nach, sodass ein harter Abnutzungskampf mitten auf der Straße beginnt. Dabei wird (fast) buchstäblich über Leichen gegangen, denn beide Parteien verursachen reihenweise Verkehrsunfälle.
In einigen Einstellungen musste ich aber die Logik in Frage stellen, zumindest hätte ich anders entschieden. Diese Momente sind aber rar gesät und geraten dank ihres geringen Auftretens schnell in Vergessenheit. Vielleicht war es einfach der Wunsch als Zuschauer, dass Halle Berry einfach aufs Gaspedal tritt und die Bösewichter überfährt. Aber dann wäre „Kidnap“ zu schnell zu Ende gewesen...
Halle Berry macht, wie anfangs bereits erwähnt, eine gute Figur. Andere Schauspieler brauche ich an dieser Stelle nicht sonderlich in den Fokus zu rücken, denn der ganze Streifen ist eine „One-Woman-Show“. Das Einzige, was etwas nervig aufgestoßen ist, sind Berrys perlenweiße Zähne, die sie in fast jeder Situation in die Kamera hält. Zum Ende hin war es schon eine Art Running-Gag mitzuzählen, wie oft sie ihre Beißerchen zeigt. Bestens geeignet für eine Zahnpastawerbung…
Das heftige Thema, es geht um eine Kindesentführung, trägt sein Übriges dazu bei, dass der Zuschauer gefesselt vor dem Bildschirm sitzt. Schließlich möchte man den beiden Entführern am liebsten selbst eine auf die Fr*** hauen. Warum diese Wut so schnell entfacht, liegt neben der Thematik an den beiden Bösewichtern, die wie die typischen hinterwäldlerischen Kinderschänder aussehen. Ihr auffällig hartes Vorgehen ist dann das berühmte I-Tüpfelchen, welches das Publikum fest auf die Seiten von Berry zieht.
Fazit
„Kidnap“ ist eine gute Abendunterhaltung für Leute, die einen Film mit Spannung sehen möchten. Die vorhersehbare Handlung, schließlich wird das Rad nicht neu erfunden, führt zu keinem Abbruch des Sehvergnügens, wenn man sich auf die Story einlässt..


Autor: Andy
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