Filme - Doku
Kritik der Vögel: Klare Urteile über Kleiber, Adler, Spatz und Specht
Kritik der Vögel: Klare Urteile über Kleiber, Adler, Spatz und SpechtFilme - Doku | mit: Jürgen RothBewertung:★★★★★ Jürgen Roth, ein promovierter Germanist und Schriftsteller und sein Bruder Thomas Roth, ein promovierter Historiker, beide leidenschaftliche Vogelkundschafter, geben in ihrem Buch „Kritik der Vögel“ realistische, faszinierende, zum Nachdenken anregende, tiefgründige und humorvolle Einblicke in das Leben des gefiederten Volkes. Erschienen ist es beim Aufbau-Verlag. Handlung Nach einer Einleitung präsentieren die Autoren in 41 Kapiteln und auf knapp über 300 Seiten einzelne Spezies aus der Vogelwelt, angefangen von der Amsel und dem Adler über die Hühner, Kraniche und Störche bis hin zum Zilpzalp. Sie gehen dabei ins Detail, beziehen die Position eines Vogelbeobachters und nehmen auch unseren festgefahrenen Umgang mit Vögeln kritisch unter die Lupe.BewertungDie Autoren beschreiben nach einem kurzen Umriss der Evolutionsgeschichte in der Einleitung verschiedene Vögel und Vogelarten, dabei kombinieren sie Zitate von Ornithologen wie Brehm, Forschern wie Lorenz, Philosophen wie Kant, Schriftstellern wie Turgenjew oder Süßkind und auch Politikern, Fachzeitschriftenherausgebern, Künstlern, Vorständen usw. Das Buch scheint die größte Sammlung von Zitaten und Äußerungen bezüglich der Vogelwelt zu sein. Auch eigene „Vogelerlebnisse“ beziehen die beiden Brüder mit ein. So schildern sie zum Beispiel die Tauben in ihrer Entwicklung vom Symbol für „Liebesfähigkeit, Liebreiz und Idylle in der Antike“ , über die Verkörperung des heiligen Geistes und als Symbol des Friedens bis hin zum heutigen „Menetekel und Wappentier der aktuellen Geiz- und Giergesellschaft“ oder Mauersegler, die den Himmel über uns erobern, ihn aber nicht „untertan“ machen und keine „zerstörerischen Kondensstreifen“ hinterlassen. Auch Kraniche, die in verschiedenen Kulturen bewundert und verehrt wurden, sind „zum Gegenstand des globalen Konsums geworden“. Vervollständigt wird das Buch durch die Illustrationen von F.W. Bernstein, die für sich schon kleine Kunstwerke sind und eine genauere Betrachtung verdienen. Die Schlussfolgerungen der Autoren sind oft pessimistisch, was in Anbetracht der Tatsache, wie viele Vogelarten bereits von der Endoberfläche verschwunden sind, nicht verwunderlich ist. Aber trotz düsterer Aussichten ist das Buch voller Liebe und Zuneigung und appelliert: Lasst die Vögel in Ruhe, sucht nicht nach ihrem Nutzen, sondern bewundert sie und genießt die ersten Frühlingslieder einer Amsel oder die Rufe der Kraniche oder das Klappern der Störche oder oder…
Fazit Ein lesenswertes Buch, das ein bisschen Geduld und Nachdenken beim Lesen erfordert, bis es seine Schätze preisgibt. Auch Fremdsprachenkenntnisse (Englisch und Französisch) sind von Vorteil.
ZURÜCK INS ARCHIV
Fazit Ein lesenswertes Buch, das ein bisschen Geduld und Nachdenken beim Lesen erfordert, bis es seine Schätze preisgibt. Auch Fremdsprachenkenntnisse (Englisch und Französisch) sind von Vorteil.