Comic - Drama
Lars – Der Agenturdepp
Lars – Der AgenturdeppComic - Drama | mit: Andre Lux Bewertung:★★★★★ Andre Lux ist Zeichner. Er gestaltet Comics bereits seit 25 Jahren und sein Markenzeichen sind Strichmännchen. Diesen Job hat er für ein Jahr aufgegeben, denn er wechselte in eine Agentur. Wie sich rausstellte, war dies wie eine Art Gefängnis für ihn. Dennoch waren diese Monate die Grundlage für „Lars - Der Agenturdepp“. In diesem One Shot veröffentlicht Lux einige Erfahrungen bei der Suche nach einem Sinn. Handlung Dirk ist in einer Agentur. Er scheint nicht glücklich zu sein. Er geht morgens zur Arbeit und die einzige Freunde ist der morgendliche Kaffee. Am liebsten hätte er keinen Kontakt. Immer und immer wieder verfolgen ihn die gleichen platten Sprüche, der Ton unter den Kollegen ist teilweise sehr rau und auch sonst geht es nur um Controlling. Eine neue Kollegin bringt frischen Wind in die Firma und das kommt auch Dirk zu Gute…Bewertung„Lars - Der Agenturdepp“ schildert auf kurze Art und Weise wie es in einer Agentur zu sich geht. Da sind die emotionslosen SEO Leute und dort arbeiten Leute an Facebook, Instagram und Twitter. Eine Kampagne jagt die Nächste und übrig bleibt für die Mitarbeiter nur die Hoffnung auf mehr Geld. Dies können sie aber nur erreichen, wenn sie mindestens bis 22 Uhr arbeiten und ansonsten ihr Leben aufgeben. Alles zum Wohle des Chefs. Dieser freut sich, wenn es ein Umsatzplus gibt und gibt lobende Worte an seine Leute aus. „Das ist unser Erfolg“ oder „Ohne Euch wäre das nicht möglich“. „Ihr könnt stolz sein auf die Leistung“. So oder so ähnlich hört es sich an, wenn ein Begünstigter seinen Sklaven zumindest für sein neues Geld dankt.
Alles läuft unter dem New Age Motto „Workbalance“ oder Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben. Das funktioniert anscheinend nur, wenn man das Privat streicht und sein Leben dem Beruf hingibt. Schnurstracks wie ein Roboter funktioniert.
Die Botschaft, die Andre Lux absondert, ist gut und lobenswert. Ein jeder kann den Kreis durchbrechen und etwas Sinnvolles machen. Es ist schwer, es ist aber auch so einfach. Darüber hinaus, also neben der Vermittlung der Botschaft, hat die Story nicht mehr Inhalt. Mit anderen Worten: Sie reißt kein Bein aus, greift nur auf, was schon viele Schreiberlinge und Zeichner vor Lux zu Papier gebracht haben. Lediglich die Strichmännchen sind noch so etwas wie ein Highlight. Der Gesamteindruck vom Notizblock ist auf den ersten Blick gelungen, nutzt sich dann aber auch sehr schnell ab. Dennoch – und das muss man anerkennend zu Protokoll geben – kommen die Gefühle der Protagonisten, die komplette Lethargie von Lars beim Leser an. Fazit „Lars – Der Agenturdepp“ hat eine moralisch tolle Botschaft im Petto, darüber hinaus bietet die Story aber nicht viel mehr an. Lediglich die Strichmännchenzeichungen können überzeugen.
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Alles läuft unter dem New Age Motto „Workbalance“ oder Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben. Das funktioniert anscheinend nur, wenn man das Privat streicht und sein Leben dem Beruf hingibt. Schnurstracks wie ein Roboter funktioniert.
Die Botschaft, die Andre Lux absondert, ist gut und lobenswert. Ein jeder kann den Kreis durchbrechen und etwas Sinnvolles machen. Es ist schwer, es ist aber auch so einfach. Darüber hinaus, also neben der Vermittlung der Botschaft, hat die Story nicht mehr Inhalt. Mit anderen Worten: Sie reißt kein Bein aus, greift nur auf, was schon viele Schreiberlinge und Zeichner vor Lux zu Papier gebracht haben. Lediglich die Strichmännchen sind noch so etwas wie ein Highlight. Der Gesamteindruck vom Notizblock ist auf den ersten Blick gelungen, nutzt sich dann aber auch sehr schnell ab. Dennoch – und das muss man anerkennend zu Protokoll geben – kommen die Gefühle der Protagonisten, die komplette Lethargie von Lars beim Leser an. Fazit „Lars – Der Agenturdepp“ hat eine moralisch tolle Botschaft im Petto, darüber hinaus bietet die Story aber nicht viel mehr an. Lediglich die Strichmännchenzeichungen können überzeugen.