Comic - Drama
Lehrjahre
LehrjahreComic - Drama | mit: Guy DelisleBewertung:★★★★★ Guy Delisle ist ein Comic-Liebhaber, der mit einigen seiner Werke sein bisheriges Leben Revue passieren lässt. Dabei nimmt er uns mit nach Nordkorea, Israel oder China. Die Liste ist nicht abschließend, sondern soll nur verdeutlichen, dass er sehr reisefreudig ist. Mit "Lehrjahre" bringt er nun einen Abschnitt heraus, der ihn während der Arbeit in einer Papierfabrik zeigt. Für Fans sicherlich ein Augenschmankel, für Gelegenheitsleser ist es leider etwas grau, denn wirkliche Höhepunkte gibt es nicht zu begutachten in diesem Comic. Handlung Shenzhen, Pjöngjang, Birma, Jerusalem und nun Québec… Guy Delisle nimmt uns mit auf eine Reise in seine Jugend. In seiner kanadischen Heimat arbeitete er als Student drei Sommer lang in einer Papierfabrik: zwölf-Stunden-Schichten in einem heißen, lauten Gebäude voller obskurer Maschinen. Zwischen den gigantischen Papierwalzen konnte da schnell ein Finger oder eine Hand verschwinden, und wenn man nicht aufpasste, war das Papier für eine gesamte Auflage der New York Times vernichtet… Und dass Guy Delisles Vater als technischer Zeichner in den Büros über dem Maschinenpark arbeitete, brachte dem Ferienjobber bei den „lebenslänglichen“ Arbeitern nicht gerade Sympathien ein.BewertungMit dem Comic "Geisel" hatte mich der gute Guy Delisle für sich gewonnen. Auch "Ratgeber für schlechte Väter" kann sich sehen lassen. Da wollte ich mir natürlich auch ein Stück Lifestory von Delisle antun, was passiere so in seinem Leben, das ihn formte. Immer wieder interessant. Doch leider hat mich "Lehrjahre" nicht wirklich umgehauen. Ein paar kleine Highlights sind in der Handlung versteckt, aber wie ein junger Mann in einer Fabrik arbeitet, dass ist nun wahrlich kein Schocker für das Abendprogramm. Sicherlich lauern einige Gefahren hier und dort und der Sexismus ist nicht sonderlich toll. Doch alles bleibt nur angedeutet, wird also höchstens skizziert. Klingt nicht nur oberflächlich, ist es auch. Selbst die Beziehung zum Vater bleibt mau. Ein Gespräch zuzüglich einem Ende. Zwischendurch eine weitere Unterhaltung, die es auf ein, zwei Panels geschafft hat. Hier hätte es doch mehr sein dürfen.
Natürlich darf in solch einer industriellen Abhandlung Kritik am Kapitalismus nicht fehlen, der hier unterschwellig transportiert wird. Obwohl, als bestimmte Berufsgruppen benannt wurden, da war es nicht mehr unterschwellig.
Fazit "Lehrjahre" hat mich nicht vom Hocker gerissen.
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Natürlich darf in solch einer industriellen Abhandlung Kritik am Kapitalismus nicht fehlen, der hier unterschwellig transportiert wird. Obwohl, als bestimmte Berufsgruppen benannt wurden, da war es nicht mehr unterschwellig.
Fazit "Lehrjahre" hat mich nicht vom Hocker gerissen.