Filme - Horror

LORD OF ILLUSIONS

Veröffentlicht am 30.11.-0001
LORD OF ILLUSIONS
LORD OF ILLUSIONS Filme - Horror | mit: Scott Bakula, Kevin J. O‘Connor, Famke Janssen Bewertung:★★★★★ Auch wenn der „Lord of Illusions“ sicherlich nicht an andere Figuren aus der Feder vonClive Barker herankommt, schafft es Barker (der hier auch Regie führt) dennoch einen spannenden Horror-Thriller zu inszenieren, der zwar einige Probleme hat, allerdingsauch genügend starke Momente, um im Gedächtnis zu bleiben. Handlung Der Privatdetektiv Harry D’Amour begibt sich auf die Spur einer mysteriösen Sekte, die versucht ihren Anführer, den mächtigen Magier Nix, wieder zum Leben zu erwecken. Während seinen Ermittlungen stößt D’Amour nicht nur auf die Schattenseite von Los Angeles, sondern auch die Anhänger von Nix und ihre Machenschaften… Trailer BewertungAuch wenn Namen wie Stephen King oder H.P. Lovecraft sicherlich bekannter und vielleicht sogar einflussreicher sind, darf man niemals Clive Barker vergessen, wenn es darum geht die Großmeister der Horror-Literatur zu nennen. Mit „Hellraiser“ und „Candyman“ hat er gleich zwei ikonische Horrorfilme inspiriert (im Fall von „Hellraiser“ sogar selbst inszeniert).

Auch bei der Verfilmung seiner Kurzgeschichte „Die letzte Illusion“ sitzt Barker auf dem Regiestuhl. Im Gegensatz zu „Hellraiser“, der ja als Familiendrama in der Form eines Bodyhorrorfilms daherkam, verhält sich „Lord of Illusions“ eher als Detektiv-Geschichte mit übernatürlichen Elementen. Erst im Finale treten dann Effekte und die Magie in den Vordergrund, was durch die Arbeit der legendären Effekt-Crew KNB („Day of the Dead“) auch wirklich sehr ansehnlich ist.

Auch wenn es um den Cast geht, muss sich der Film sicher nicht verstecken. Scott Bakula, der zwei Jahre zuvor seine Rolle in der Kult-Serie „Quantum Leap“ an den Nagel gehangen hatte, macht einen guten Job als Harry D’Amour, auch wenn er sicher nicht die mitreißendste Performance seines Lebens abliefert. An seiner Seite haben wir noch Kevin J. O’Connor („Die Mumie“) und Famke Janssen („GoldenEye“), die als Ehepaar agieren, das von Nix und seinen Anhängern gejagt wird.
Im direkten Vergleich zu „Hellraiser“, „Candyman“ oder auch der unterschätzten Barker-Verfilmung „Midnight Meat Train“, schafft es „Lord of Illusions“ nur sehr schwer eine eigenständige Atmosphäre zu entwickeln. Über weite Strecken ist der Film ein wenig zu langsam, um in Fahrt zu kommen. Erst nach rund einer halben Stunde findet der Film so wirklich Halt. Danach geht es aber ordentlich weiter und speziell die zweite Hälfte weiß mit Spezialeffekten und starken Szenen zu punkten, die dann nochmal alles aus der Prämisse herausholen, was die vorangegangene Hälfte leider nicht ganz einzulösen verstand.

Insgesamt ist „Lord of Illusions“ deshalb eher nur für Fans von Clive Barker zu empfehlen oder denen, die sowieso Interesse an übernatürlichen Thrillern haben und eben über ein paar Schnitzer in der Inszenierung, sowie das unausgeglichene Tempo hinwegsehen können. Fazit Neben ikonischen Horror-Klassikern wie „Candyman“ und „Hellraiser“ kommt diese Clive-Barker-Verfilmung leider etwas schwächer daher, auch wenn die Grundidee von schwarzer Magie im Los Angeles der 90er-Jahre durchaus Potenzial hat und speziell zum Finale hin nochmal ordentliche Schauwerte parat hat.
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