Comic - Drama

M.O.M.: Mother of Madness

Veröffentlicht am 30.11.-0001
M.O.M.: Mother of Madness
M.O.M.: Mother of MadnessComic - Drama | mit: Emilia Clarke (Autor), Marguerite Bennett (Autor), Leila Leiz (Illustrator), Marion Herbert (Übersetzer)Bewertung:★★★★★ Beim Namen Emilia Clarke musste ich tatsächlich drei mal hinsehen. Ist sie es wirklich oder gibt es tatsächlich noch eine andere Emilia Clarke auf dieser Erde!? Es gibt bestimmt eine zweite Emilia Clarke, aber bei einer der Autorin handelt es sich wirklich um Emilia Clarke, also die berühmte Mutter der Drachen! Ich mag "Game of Thrones", ich liebe Comics und Frau Clarke hat zumindest eine gute, kurzweilige Königin abgegeben. Die zweite Autorin ist Marguerite Bennett, die man in der Comic-Szene schon bei "Marvel" und "DC" gelesen hat. Besondere Anerkennung findet ihre Arbeit in der Darstellung weiblicher Beziehungen sowie der Repräsentation von LGBTQ-Geschichten und -Charaktere. Die dritte im Bunde ist Leila Leiz, die für den Strich in diesem Werk sorgt. Das Kreativtrio hat sich die Aufgabe gemacht, ein Superheldencomic auf eine feministische Art und Weise zu erzählen. Handlung Das Chaos beginnt mit Maya, tagsüber Wissenschaftlerin, nachts Superheldin und rund um die Uhr eine knallharte alleinerziehende Mutter. Maya aktiviert ihre verrückten Superkräfte, um es mit einer geheimen Sekte von Menschenhändlern aufzunehmen. Badezeit ist um 19 Uhr, Schlafenszeit um 20 Uhr, und die Verbrechensbekämpfung kennt keine Pause. Als dann auch noch Bösewichte aus Mayas dunkler Vergangenheit auftauchen, werden ihre Kräfte auf eine harte Probe gestellt.BewertungZuerst muss ich lobende Worte finden. Es fängt gut an. Angeprangerter Sexismus, deftige Sprüche. Das erinnert doch sehr an "Deadpool". Nun die weibliche Sicht. Was folgt ist die eine grausame Entstehungsgeschichte, die noch härter daher kommt. Also wie verbrachte Maya ihre Kindheit, was ist mit ihren Eltern passiert und warum ist sie, wie sie ist. Saustark. Mein Interesse war geweckt.

Was dann folgt ist eine gradlinige Abrechnung, ein Kampf gegen das Böse. Dabei muss die Power-Frau ihr Familienleben und das Superheldenleben unter einem Hut bringen. Sehr schwer, aber sie schafft es. Dass das Superheldenthema nun einen wahren Höhepunkt im feministischen Sinn gefunden hat, ist dem Kreativtrio zu verdanken. Gerade die weibliche Sicht auf die Dinge, die Kritik an der Gesellschaft abfeuert, tut dem Genre gut. Denn gerade das Superheldengenre ist überfrachtet. Und auch bei "M.O.M.: Mother of Madness" machen sich Abnutzungserscheinungen breit. Kein Autor bzw. Autorin kann hier große Erneuerung daher zaubern...

Ein Wort zur Optik. Hier konnte mich das Comic nicht gänzlich fesseln. Das liegt aber eher an meiner persönlichen Meinung zu diesem Stil. Ich mag es eben klarer und besonders die Gesichter müssen für mich realistischer sein. Fazit "M.O.M.: Mother of Madness" ist die weiblich Antwort auf Superman und Co! Dabei wird Gesellschaftskritik offen formuliert. Gut!
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