Filme - Horror
MANDY
MANDYFilme - Horror | mit: Nicolas Cage, Andrea Riseborough, Linus RoacheBewertung:★★★★★ Der audio-visuelle Leckerbissen „Mandy“ kommt nicht nur mit einer der besten Rollen von Nicolas Cage daher, sondern auch mit dem Beweis, dass Regisseur Panos Cosmatos einer der spannendsten Filmemacher der letzten Jahre ist. Auch wenn die eigenwillige Erzählweise nicht jedem gefallen wird, sollte eigentlich jeder zumindest einen Blick riskieren, da man sich diesen Film eigentlich nicht entgehen lassen sollte. Handlung 1983, die Shadow Mountains – das Leben von Red und Mandy ist ruhig und friedlich. Doch eines Tages wird dieser Frieden auf gewaltsame Art und Weise zerstört und für Red beginnt ein blutiger Rachefeldzug, der ihn an die Grenzen des Wahnsinns bringt... Trailer BewertungDer Name Cosmatos dürfte den geneigten Film-Fans ein Begriff sein. Zwischen 1983 und 1993 lieferte George P. Cosmatos starke Filme wie „Tombstone“, „Die City Cobra“ oder „Of Unknown Origin“ ab. Doch das Talent scheint wohl in der Familie zu liegen, denn auch sein Sohn, Panos Cosmatos, dreht mittlerweile Filme. Sein Debüt „Beyond the Black Rainbow“ ist dabei sicherlich weniger massentauglich als z.B. „Rambo 2“, den sein Vater gedreht hat, sondern eher experimentell angehaucht.
Nun veröffentlicht er mit „Mandy“ seinen zweiten Spielfilm und mit Nicolas Cage sogar einen waschechten Star mit an Bord. Aber nicht nur der Name Cage weckte das Interesse von Film-Fans weltweit. Tragischerweise ist der Soundtrack des Films die letzte Arbeit des isländischen Komponisten Jóhann Jóhannsson, der im Februar 2018 – kurz nach der Premiere des Films – verstorben ist.
Die Namen Jóhannsson und Cage sind auch zwei der Gründe, warum „Mandy“ ein ganz besonderes Ereignis ist. Der Soundtrack, der sphärische Klänge mit verzerrten E-Gitarren mischt, ist eine echte Wucht und erzeugt eine wirklich mystische Atmosphäre. Währenddessen liefert Nicolas Cage die wahrscheilich beste Leistung seiner jüngeren Karriere ab. Natürlich geht dies nicht leise oder zurückhaltend, aber Cage lässt seinen Wahnsinn in kontrollierten Dosen explodieren und gerade das macht seine Performance in diesem Film so beeindruckend.
Die Welt, in der „Mandy“ spielt, ist dabei eine fantastische Parallelwelt. Die Farben sind andersartig. Die Figuren sind überzeichnet – ja, fast comichaft. In Kombination mit der Musik, lässt es manchmal den Eindruck zu, dass man sich hier in einer Art Vorhölle befindet. Panos Cosmatos entführt uns in eine fremde Welt, die mit allerlei kleinen und großen Eigenarten daherkommt, aber genau deshalb einen solchen Sog entwickelt. Egal, was in der Handlung gerade passiert, man kann einfach nicht wegsehen.
Auch der Film nicht mit Sonderbarkeiten geizt, ist die eigentliche Handlung relativ einfach nachzuvollziehen. Bei „Mandy“ handelt es sich um eine Rache-Geschichte, die zwar in einer fantastischen Welt spielt, aber eben niemals übermäßig komplex oder zu verworren erzählt wird. Es ist die generelle Präsentation und die Charaktermomente, die den Film so besonders machen. Neben Nicolas Cage sehen wir u.a, die immer wieder unterschätzte Andrea Riseborough, Action-Veteran Bill Duke oder Linus Roache in mehr oder weniger bizarren Rollen. Unterhaltsam sind sie dabei aber alle. Fazit „Mandy“ ist ein absolut erfrischender Leckerbissen, der nicht nur eine starke Leistung von Nicolas Cage präsentiert, sondern auch einen Top-Soundtrack und eine wunderbar eigenartige Atmosphäre. Der Film ist sicher nichts für die breite Masse, sollte aber von mehr Leute gesehen werden, da es sich hierbei um einen der besten Filme des Jahren handelt.
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Nun veröffentlicht er mit „Mandy“ seinen zweiten Spielfilm und mit Nicolas Cage sogar einen waschechten Star mit an Bord. Aber nicht nur der Name Cage weckte das Interesse von Film-Fans weltweit. Tragischerweise ist der Soundtrack des Films die letzte Arbeit des isländischen Komponisten Jóhann Jóhannsson, der im Februar 2018 – kurz nach der Premiere des Films – verstorben ist.
Die Namen Jóhannsson und Cage sind auch zwei der Gründe, warum „Mandy“ ein ganz besonderes Ereignis ist. Der Soundtrack, der sphärische Klänge mit verzerrten E-Gitarren mischt, ist eine echte Wucht und erzeugt eine wirklich mystische Atmosphäre. Währenddessen liefert Nicolas Cage die wahrscheilich beste Leistung seiner jüngeren Karriere ab. Natürlich geht dies nicht leise oder zurückhaltend, aber Cage lässt seinen Wahnsinn in kontrollierten Dosen explodieren und gerade das macht seine Performance in diesem Film so beeindruckend.
Die Welt, in der „Mandy“ spielt, ist dabei eine fantastische Parallelwelt. Die Farben sind andersartig. Die Figuren sind überzeichnet – ja, fast comichaft. In Kombination mit der Musik, lässt es manchmal den Eindruck zu, dass man sich hier in einer Art Vorhölle befindet. Panos Cosmatos entführt uns in eine fremde Welt, die mit allerlei kleinen und großen Eigenarten daherkommt, aber genau deshalb einen solchen Sog entwickelt. Egal, was in der Handlung gerade passiert, man kann einfach nicht wegsehen.
Auch der Film nicht mit Sonderbarkeiten geizt, ist die eigentliche Handlung relativ einfach nachzuvollziehen. Bei „Mandy“ handelt es sich um eine Rache-Geschichte, die zwar in einer fantastischen Welt spielt, aber eben niemals übermäßig komplex oder zu verworren erzählt wird. Es ist die generelle Präsentation und die Charaktermomente, die den Film so besonders machen. Neben Nicolas Cage sehen wir u.a, die immer wieder unterschätzte Andrea Riseborough, Action-Veteran Bill Duke oder Linus Roache in mehr oder weniger bizarren Rollen. Unterhaltsam sind sie dabei aber alle. Fazit „Mandy“ ist ein absolut erfrischender Leckerbissen, der nicht nur eine starke Leistung von Nicolas Cage präsentiert, sondern auch einen Top-Soundtrack und eine wunderbar eigenartige Atmosphäre. Der Film ist sicher nichts für die breite Masse, sollte aber von mehr Leute gesehen werden, da es sich hierbei um einen der besten Filme des Jahren handelt.