Comic - Marvel
Marvel Knights - Vergessene Helden
Marvel Knights - Vergessene HeldenComic - Marvel | mit: Story: Donny Cates u.a., Zeichnungen: Joshua Cassara u.a.Bewertung:★★★★★ Die Marvel-Knights-Reihe wurde einst gegründet, um Charakteren, die etwas an Beliebtheit eingebüßt hatten, mit neuen, mutigeren Geschichten wieder zum Aufschwung zu verhelfen. Auch wenn die Protagonistinnnen und Protagonisten seit dem MCU und Marvels Netflix-Serien eigentlich gut bekannt sind, ist es passend, dass der Untertitel des neuen Bandes „Vergessene Helden“ lautet und auch die Geschichte von Erinnerungsverlust handelt. Handlung Irgendetwas stimmt nicht! Gleich mehrere Heldinnen und Helden in und um New York haben ihr Gedächtnis verloren. Angetrieben von einem Besuch Bruce Banners auf seiner Wache macht sich als erstes Frank Castle, der nicht weiß, dass er mal als der Punisher brutal Selbstjustiz geübt hat, auf den Weg die anderen zu suchen. Von Banner erhält er eine Liste mit Namen, darunter neben anderen auch Matt Murdock, Steve Rogers, Tony Stark und Elektra Natchios. Castle muss mehr darüber wissen wer er war, denn langsam kehren nicht nur beim ihm die Erinnerungen zurück. BewertungMarvel Knights 1 beginnt mit einem einfachen Problem: Erinnerungslücken bei der Seite um Seite größer werdenden Zahl der Protagonistinnen und Protagonisten. Beginnend mit Frank Castle, der Matt Murdock aufsucht und der Rückblende zu seinem Gespräch mit Bruce Banner, erweitert sich der Überblick über die Personen und ihre sich ähnelnde Situation stückweise. Das sorgt für einen stetigen Spannungsaufbau durch die stetig größer erscheinende Problematik der Amnesie. Auch wenn der Comic gleich mehrere Charaktere beleuchtet ist der Aufbau der Geschichte sehr förderlich für einen angenehmen Lesefluss. Trotz der bis zum Ende zunehmenden Zahl der involvierten Personen ist es zu keinem Zeitpunkt unübersichtlich oder verwirrend, sondern es erscheint klar strukturiert wann den Leserinnen und Lesern ein neues Häppchen Story-Wissen serviert wird. Auch Rückblenden oder Szenenwechsel – bis hin zu gelegentlichen Perspektivwechseln zum Gegenspielerduo Kingpin und Dr. Doom, die scheinbar etwas mit der Sache zu tun haben – sind immer sinnvoll platziert und tragen zum oben genannten Lesefluss gut bei. Den Aufbau des Comics möchte ich besonders daher lobend hervorheben.
Auch die Geschichte selbst und ihr Umgang mit den Charakteren ist wirklich gut. Vor allem der Blick der Heldinnen und Helden auf ihr vergessenes Ich ist besonders spannend, da es sich um eine Auswahl an Figuren handelt, die teils eher als Antihelden bezeichnet werden können. Gerade Frank Castle, nun gesetzestreuer Polizist, hadert natürlich mit dem zunehmenden Wissen um die Rachegelüste seiner Vergangenheit. Ähnliches gilt für Daredevil Matt Murdock, den gleichzeitig private Probleme plagen, denn die Kolleginnen und Kollegen seiner alten Kanzlei haben ihn ebenfalls vergessen. Die ganze Welt scheint einige Heldinnen und Helden vollständig vergessen zu haben. Die Geschichte sorgt insgesamt für genügend emotionalen Zündstoff, auch wenn nicht in jede Teilgeschichte besonders tief eingetaucht wird.
Daredevil, der Punisher und auf Banners Liste noch Jessica Jones und Luke Cage – diese Truppe kennt man auch als „die Defenders“. Speziell wird´s weil die Geschichte durch Elektra und die Avenger „Black Panther“ T´Challa und „Hulk“ Bruce Banner und am Rande auch durch „Iron Man“ Tony Stark und „Captain America“ Steve Rogers ergänzt wird. So entsteht eine tolle das Marvel-Universum übergreifende Geschichte, ohne dass sie dabei, wie oben genannt, unübersichtlich oder wirr wird. Gleiches gilt für die Auflösung der Problematik gegen Ende des Comics. Auch hier sind weitere Charaktere plausible involviert.
Hinzu kommen coole Stile unterschiedlicher Zeichner, sowie eine dynamische, aber übersichtliche Panel-Gestaltung. Fazit Marvel Knights – Vergessene Helden ist schlicht und einfach einer der besten Marvel-Comics, die ich zuletzt gelesen habe. Bekannte Heldinnen und Helden finden sich in einer ungewöhnlichen Situation wieder und müssen schrittweise aufarbeiten, warum sie sich an nichts erinnern und stoßen dabei auf emotionale Situationen und Erkenntnisse. Die „bunte“ Auswahl einiger der beliebtesten Charaktere ist wohl durchdacht. Alles ist übersichtlich und plausibel geschrieben und dargestellt und doch bleibt genügend für eine gewisse Zeit unklar, sodass Spannung entstehen kann.
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Auch die Geschichte selbst und ihr Umgang mit den Charakteren ist wirklich gut. Vor allem der Blick der Heldinnen und Helden auf ihr vergessenes Ich ist besonders spannend, da es sich um eine Auswahl an Figuren handelt, die teils eher als Antihelden bezeichnet werden können. Gerade Frank Castle, nun gesetzestreuer Polizist, hadert natürlich mit dem zunehmenden Wissen um die Rachegelüste seiner Vergangenheit. Ähnliches gilt für Daredevil Matt Murdock, den gleichzeitig private Probleme plagen, denn die Kolleginnen und Kollegen seiner alten Kanzlei haben ihn ebenfalls vergessen. Die ganze Welt scheint einige Heldinnen und Helden vollständig vergessen zu haben. Die Geschichte sorgt insgesamt für genügend emotionalen Zündstoff, auch wenn nicht in jede Teilgeschichte besonders tief eingetaucht wird.
Daredevil, der Punisher und auf Banners Liste noch Jessica Jones und Luke Cage – diese Truppe kennt man auch als „die Defenders“. Speziell wird´s weil die Geschichte durch Elektra und die Avenger „Black Panther“ T´Challa und „Hulk“ Bruce Banner und am Rande auch durch „Iron Man“ Tony Stark und „Captain America“ Steve Rogers ergänzt wird. So entsteht eine tolle das Marvel-Universum übergreifende Geschichte, ohne dass sie dabei, wie oben genannt, unübersichtlich oder wirr wird. Gleiches gilt für die Auflösung der Problematik gegen Ende des Comics. Auch hier sind weitere Charaktere plausible involviert.
Hinzu kommen coole Stile unterschiedlicher Zeichner, sowie eine dynamische, aber übersichtliche Panel-Gestaltung. Fazit Marvel Knights – Vergessene Helden ist schlicht und einfach einer der besten Marvel-Comics, die ich zuletzt gelesen habe. Bekannte Heldinnen und Helden finden sich in einer ungewöhnlichen Situation wieder und müssen schrittweise aufarbeiten, warum sie sich an nichts erinnern und stoßen dabei auf emotionale Situationen und Erkenntnisse. Die „bunte“ Auswahl einiger der beliebtesten Charaktere ist wohl durchdacht. Alles ist übersichtlich und plausibel geschrieben und dargestellt und doch bleibt genügend für eine gewisse Zeit unklar, sodass Spannung entstehen kann.