Filme - Kriegsfilm
Midway
MidwayFilme - Kriegsfilm | mit: Ed Skrein, Patrick Wilson, Woody HarrelsonBewertung:★★★★★ „Schlacht um Midway“ war viele Jahre ein guter Film, der am ersten oder zweiten Weihnachtstag lief. In meiner Jugend habe ich mir diesen des Öfteren angeschaut. Ein zeitloser Klassiker, der quasi nun neu ausgelegt wurde. „Midway“ ist aber kein Remake, sondern die geschichtliche Neuauflage einer großen Seeschlacht, die in den Herzen der Amerikaner auch heute noch für Frohsinn sorgt. Sie gilt zumindest in der medialen Betrachtungsweise als der Wendepunkt des Pazifikkrieges. Da ein gewisser Roland Emmerich Regie geführt hat und dieser nicht von seinen Prinzipien abgewichen ist, wird dem Publikum Popcornkino präsentiert, ohne auf die großen Schrecken einer Auseinandersetzung einzugehen. Handlung Die Japaner überfallen Pearl Harbor. Die Amerikaner sind auf den Angriff nicht vorbereitet und schlittern ins Verderben. Auch in der Zeit danach hatten sie kein Kriegsglück, was sich allerdings mit der Schlacht um Midway ändert. Durch ein paar Zufälle und Planungsfehler der Japaner gelingt es den Helden der Marine einige japanische Flugzeugträger zu versenken. Hervorgetreten sind aus diesen Kämpfen Helden, die heute wohl kaum noch jemand kennt, die aber so wichtig waren, damit die Welt auch heute noch frei ist… Trailer BewertungFangen wir mit dem Tollsten an. Das Beste an „Midway“ ist, dass es keine aufgesetzte Liebesbeziehung gibt. Kein Geschmatze, kein „Oh, komm mir nach Hause und dann heiraten wir“ oder irgendwas in der Richtung. Die Szenen des zwischenmenschlichen Kontaktes zwischen Mann und Frau sind auf ein Minumum reduziert. Schade hingegen ist, dass alle anderen zwischenmenschlichen Dinge auch unter den Tisch fallen. Es kommt einem so vor, als ob die siegessicheren Amerikaner nur so drauf warten, endlich ihr Leben aufs Spiel zu setzen und in waghalsigen Manövern den Feind im Alleingang besiegen zu können . Ja, es gibt Verluste, ja sie werden kurz bedauert, aber der Film ist einfach zu sehr mit Pathos behaftet. Ein Kriegsfilm sollte die Geschehnisse doch soweit reflektieren, dass es klar wird, dass eine Auseinandersetzung einfach für den Popo ist. Nach dem Sichten hat man allerdings ein gegenteiliges Gefühl.
Weiterhin hat sich „Midway“ zu viel vorgenommen. Es fängt an mit dem Überfall auf Pearl Harbor, dann wird noch die Hoffnungslosigkeit der amerikanischen Pazifikflotte dargestellt und dann, urplötzlich der Überfall auf Midway. Und dann haben die US-Flieger zu schnell die feindlichen Schiffe gefunden und versenkt. Dadurch war die Handlung sehr sprunghaft und die verlorene Zeit konnte nirgends sinnvoll genutzt werden. Der Zuschauer hat somit kaum Bindung zu den Charakteren, die wie allglatte Cowboys daherkommen. Schön ist dann, dass die japanische Seite auch einige Momente zugesprochen bekommt. Hätte mehr sein können, dann hätte ich die Tränen eines japanischen Offiziers besser verstanden, aber immerhin. Schließlich wurde der Streifen für die US-Kinos produziert. Einige Stars enthält der Cast. Aber durch die bekannten Probleme konnte keiner so recht überzeugen, gleichwohl sie handwerklich alles richtigmachen. Optisch kann der Zuschauer einige Schlachten sehen. Schöne Flugmanöver und reichlich Peng Peng, um es einmal in der Comicsprache zu betiteln. Dennoch gibt es nur etwas, was wir irgendwo schon einmal gesehen haben und der Look ist eben gehobenes Standartkinoformat.
Bei aller Kritik entstand dennoch ein ansehnlicher, durchschnittlicher Streifen, der eben genau so funktioniert, wie er funktionieren soll. Er ist und bleibt Popcornunterhaltung. Der Zuschauer muss nun kein gebackenes Mais essen, um Spaß zu haben, eine Schale Eis, wie in meinem Fall, reicht auch aus. Großer Bildschirm, den Sound aufdrehen und genießen.
Fazit „Midway“ ist ein netter Kriegsfilm über die gleichnamige Schlacht. Aufs Gemüt drückt wieder einmal der Pathos des amerikanischen Cowboys.
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Weiterhin hat sich „Midway“ zu viel vorgenommen. Es fängt an mit dem Überfall auf Pearl Harbor, dann wird noch die Hoffnungslosigkeit der amerikanischen Pazifikflotte dargestellt und dann, urplötzlich der Überfall auf Midway. Und dann haben die US-Flieger zu schnell die feindlichen Schiffe gefunden und versenkt. Dadurch war die Handlung sehr sprunghaft und die verlorene Zeit konnte nirgends sinnvoll genutzt werden. Der Zuschauer hat somit kaum Bindung zu den Charakteren, die wie allglatte Cowboys daherkommen. Schön ist dann, dass die japanische Seite auch einige Momente zugesprochen bekommt. Hätte mehr sein können, dann hätte ich die Tränen eines japanischen Offiziers besser verstanden, aber immerhin. Schließlich wurde der Streifen für die US-Kinos produziert. Einige Stars enthält der Cast. Aber durch die bekannten Probleme konnte keiner so recht überzeugen, gleichwohl sie handwerklich alles richtigmachen. Optisch kann der Zuschauer einige Schlachten sehen. Schöne Flugmanöver und reichlich Peng Peng, um es einmal in der Comicsprache zu betiteln. Dennoch gibt es nur etwas, was wir irgendwo schon einmal gesehen haben und der Look ist eben gehobenes Standartkinoformat.
Bei aller Kritik entstand dennoch ein ansehnlicher, durchschnittlicher Streifen, der eben genau so funktioniert, wie er funktionieren soll. Er ist und bleibt Popcornunterhaltung. Der Zuschauer muss nun kein gebackenes Mais essen, um Spaß zu haben, eine Schale Eis, wie in meinem Fall, reicht auch aus. Großer Bildschirm, den Sound aufdrehen und genießen.
Fazit „Midway“ ist ein netter Kriegsfilm über die gleichnamige Schlacht. Aufs Gemüt drückt wieder einmal der Pathos des amerikanischen Cowboys.