Filme - Action

Mile 22

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Mile 22
Mile 22Filme - Action | mit: Mark Wahlberg (Darsteller), John Malkovich (Darsteller), Peter Berg (Regisseur) Bewertung:★★★★★ Regisseur Peter Berg und Mark Wahlberg stehen für patriotische Filme, die sich auf reale Ereignisse berufen. An dieser Stelle seien die Filme „Lone Survivor“ und „Boston“ genannt. Der Zuschauer konnte in diesen Streifen den Phatos spüren. An einigen Stellen war er gut gewählt, hingegen er an anderen doch einfach zu viel war. Mit „Mile 22“ folgt ein Streifen mit fiktiver Story, aber wieder mit dem Grundtenor „wir vernichten die bösen Buben abseits des Gesetzes“. Für einen Action-Film reicht dies allerdings, für eine moralische Grundüberzeugung allerdings nicht. Handlung Elite-Kämpfer/-Agend James Silva (Mark Wahlberg) wird mit seiner Einheit immer dann gerufen, wenn Politiker mit normalen, legalen Methoden gescheitert sind. Genannte Supersoldaten sind in der Lage alles und jeden fertig zu machen. Dabei werden auch keine Gefangenen gemacht oder gar irgendein Mitleid gezeigt. Als dann eines Tages Li Noor (Iko Uwais) in eine amrikanische Botschaft kommt und berichtet, dass eine große Menge radioaktiven Materials im Umlauf ist, muss die Truppe wieder eingreifen. Denn Li Noor hilft den USA nur, wenn er in die Vereinigten Staaten von Amerika gebracht wird. Dazu muss er zum Flughafen gebracht werden, der 22 Meilen entfernt liegt. Das Team von Silva muss ihm den nötigen Schutz geben, denn der Überläufer hat nun viele Feinde… Trailer BewertungEine Person von Punkt eins zu Punkt zwei bringen, in dieser Disziplin konnte sich bereits Bruce Willis in „16 Blocks“ einen Namen machen. Was damals bestens funktionierte, klappt in „Mile 22“ auf der Actionebene ebenfalls. Bei der Hintergrunddarstellung kann der Film allerdings nicht punkten. Der Zuschauer kann sich nämlich in Szenen weit Abseits des Geschehens anhören, warum eine Spezialeinheit, die abseits von Recht und Ordnung operiert, unbedingt gebraucht wird. Wie bereits oben geschrieben, ist dieser Ansatz moralisch sehr verwerflich, aber in dem gerade herrschenden US-Trump-Klima vielleicht Mode…

Mark Wahlberg zeigt seine Figur in meinen Augen ein wenig zu krass. Abseits der vielen Ballereien schreit er nur rum. Ging mir ab einem gewissen Punkt auf den Sack. Ich muss es nun einmal so krass sagen. Diese Tatsache wird sicherlich nicht von allen als negativ empfunden, aber ich werde sicherlich mit meiner Meinung auch nicht alleine sein. Die Action hingegen ist köstlich. Gerade die Kampfszene von Ivo Uwais, bekannt aus den „The Raid“ Movies, in der Botschaft weiß zu gefallen. Die Schießereien werden gekonnt von Peter Berg eingefangen. Mit fortlaufender Dauer könnte die Einstellung wiederum ein Tick zu viel sein. Da kommt es (wieder) auf den Geschmack des Betrachters an.

Das Ende hat es dann aber wieder in sich. Genauso, wie die letzten Minuten des Films. Ich darf nichts sagen und ich werde auch nichts sagen, aber die letzten 15 Minuten haben es in sich und hauen einen aus den Socken. „Mile 22“ erweist sich daher als bipolar. Zunächst ein normaler Action-Film mit vielen typischen Genreszenen und dann folgt ein Kracher stilistisch anders gemacht. Treffer.
Fazit „Mile 22“ erhält für den langen ersten Teil drei Geek Whisper Sterne, da man einen soliden Action-Streifen sieht. Dann folgen die letzten Minuten, die dann wiederum vier Sterne verdienen. Insgesamt gesehen bleiben dann doch drei Sterne stehen.
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