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Mirai - Das Mädchen aus der Zukunft
Mirai - Das Mädchen aus der ZukunftFilme - Anime | mit: Regisseur: Mamoru HosodaBewertung:★★★★★ Das neueste Werk von Regisseur Mamoru Hosoda ist eine Familiengeschichte. Ähnlich, wie auch schon in „Ame und Yuki – Die Wolfskinder“ mangelt es aber auch hier nicht an fantastischen Elementen. Aber geschehen die Dinge, die der kleine Kun zu sehen glaubt, wirklich? Handlung Kun ist vier Jahre alt und erwartet ein kleines Schwesterchen. Doch als seine Mutter mit dem Baby aus dem Krankenhaus wieder kommt, ist doch alles etwas anders als er sich es vorgestellt hat. Die Aufmerksamkeit seiner Eltern gilt nun nicht mehr allein ihm und mit seiner noch zu kleinen Schwester kann er nicht einmal richtig spielen. Oft wird er daher wütend, was nur dazu führt, dass seine Mutter noch mehr mit ihm schimpft. Und sein Vater scheint sowieso mit allem überfordert. Doch jedes Mal wenn Kun besonders genervt und wütend ist, geschehen im kleinen Innenhof des Hauses seltsame Dinge. Dort begegnet er dann zum ersten Mal auch der zukünftigen Version seiner kleinen Schwester Mirai. Trailer BewertungWas Kun da im Garten sieht, tänzelt clever auf der Grenze zwischen Realität und Einbildung eines kleinen Jungen. In seiner ersten Wut-Episode begegnet ihm der Hund der Familie, aber in menschlicher Gestalt. Kurz darauf „verwandelt“ sich Kun selbst in einen Hund und läuft bellend ins Haus. Seine Eltern sehen ihn und fragen sich, was denn in ihn gefahren ist, aber stellen es sonst nicht weiter in Frage. So sind Kinder schließlich, sie haben nur Blödsinn im Kopf. Später allerdings begegnet Kun auch seinem Urgroßvater, dessen Jugendgeschichte er eigentlich noch gar nicht hätte kennen können. Dennoch erkennt er ihn hinterher in einem Fotoalbum wieder, glaubt aber der Mann wäre sein Vater in jüngeren Jahren. Die Frage, ob die Geschichten aus der Perspektive Kuns wahr sind oder nur seiner Fantasie entspringen, hat man immer im Hinterkopf, was die Geschichte als Ganzes durchaus spannend macht. Fällt das ganze nur in die Kategorie „unzuverlässiger Erzähler“ oder erlebt Kun Teile dessen was er sieht wirklich?
Emotional verläuft die Geschichte auf jeden Fall immer wieder. Die Geschichten, die Kun erlebt, sorgen letztlich dafür, dass er sein Verhalten reflektiert und Reue zeigt, aber auch die Situation der Eltern besser versteht. Ein vierjähriger Junge, der eben noch wutentbrannt war und dann aber dem Vater heimlich abnimmt, ein Puppenszene abzubauen, weil seine Schwester aus der Zukunft ihn darum gebeten hat, ist schon etwas sehr spezielles. Ein paar nicht ganz so interessante Längen im Mittelteil hat der nur 98 Minuten lange Film aber auch. Die Kernidee des Films trägt nicht ewig und länger hätte der Film auf keinen Fall sein dürfen. Zum Glück wird es zum Ende aber noch einmal spannend, denn die verrücktesten Dinge erlebt Kun ganz zum Ende, als ein wütender Streit entbrennt, weil er für die Fahrt in den Urlaub lieber seine gelbe als seine blaue Hose tragen möchte.
Und damit sind wird auch schon beim absoluten Höhepunkt des Films: der Darstellung des Kindseins und der ganz normalen Probleme einer jungen Familie. Kun ist ein wirklich witziger, kreativer Junge, der gleichzeitig aber auch ziemlich ätzend sein kann, wenn er mal wieder unzufrieden ist. Seine Eltern kümmern sich natürlich tatsächlich zu Anfang besonders viel um die kleinere Schwester, denn ein Baby braucht nun mal besonders viel Aufmerksamkeit. Man kann als mit beiden Seiten mitfühlen. Dazu tragen auch der Zeichenstil und die Detailverliebtheit stark bei. Kuns wackeliger Kleinkindergang, Mirais dösiger Blick, wenn sie einfach nur im Bettchen rumliegt, Kuns patzige Antworten, die oft aus heiterem Himmel kommen und einen wirklich fragen lassen: „Was hat er denn jetzt schon wieder?“ Mal muss man darüber lachen, mal empfindet man es als wirklich nervig, und zum Ende wird es auch sehr emotional. Wie im echten Leben. Eltern mit Kindern können dies sicherlich noch besser beurteilen, aber ich musst während des Films wirklich oft denken: „Ja, genau so stelle ich mir das mit zwei kleinen Kindern vor!“ Fazit Ich kann den Film Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft wirklich nur wärmstens empfehlen. Zwar sorgen ein paar langwierigere Passagen für einen gewissen Spannungsabfall im Mittelteil des Films, aber der übergeordnete Aufbau und die Botschaft sind wirklich gut. Ganz normale Familienstreitigkeiten und ein patziger Junge, der durch sonderbare Geschichten, die er – ob nun in seiner Fantasie oder in Wirklichkeit – erlebt, immer wieder an sich und seinem Verhalten arbeitet, sorgen für Emotion, Humor und eine gewisse Mystik.
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Emotional verläuft die Geschichte auf jeden Fall immer wieder. Die Geschichten, die Kun erlebt, sorgen letztlich dafür, dass er sein Verhalten reflektiert und Reue zeigt, aber auch die Situation der Eltern besser versteht. Ein vierjähriger Junge, der eben noch wutentbrannt war und dann aber dem Vater heimlich abnimmt, ein Puppenszene abzubauen, weil seine Schwester aus der Zukunft ihn darum gebeten hat, ist schon etwas sehr spezielles. Ein paar nicht ganz so interessante Längen im Mittelteil hat der nur 98 Minuten lange Film aber auch. Die Kernidee des Films trägt nicht ewig und länger hätte der Film auf keinen Fall sein dürfen. Zum Glück wird es zum Ende aber noch einmal spannend, denn die verrücktesten Dinge erlebt Kun ganz zum Ende, als ein wütender Streit entbrennt, weil er für die Fahrt in den Urlaub lieber seine gelbe als seine blaue Hose tragen möchte.
Und damit sind wird auch schon beim absoluten Höhepunkt des Films: der Darstellung des Kindseins und der ganz normalen Probleme einer jungen Familie. Kun ist ein wirklich witziger, kreativer Junge, der gleichzeitig aber auch ziemlich ätzend sein kann, wenn er mal wieder unzufrieden ist. Seine Eltern kümmern sich natürlich tatsächlich zu Anfang besonders viel um die kleinere Schwester, denn ein Baby braucht nun mal besonders viel Aufmerksamkeit. Man kann als mit beiden Seiten mitfühlen. Dazu tragen auch der Zeichenstil und die Detailverliebtheit stark bei. Kuns wackeliger Kleinkindergang, Mirais dösiger Blick, wenn sie einfach nur im Bettchen rumliegt, Kuns patzige Antworten, die oft aus heiterem Himmel kommen und einen wirklich fragen lassen: „Was hat er denn jetzt schon wieder?“ Mal muss man darüber lachen, mal empfindet man es als wirklich nervig, und zum Ende wird es auch sehr emotional. Wie im echten Leben. Eltern mit Kindern können dies sicherlich noch besser beurteilen, aber ich musst während des Films wirklich oft denken: „Ja, genau so stelle ich mir das mit zwei kleinen Kindern vor!“ Fazit Ich kann den Film Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft wirklich nur wärmstens empfehlen. Zwar sorgen ein paar langwierigere Passagen für einen gewissen Spannungsabfall im Mittelteil des Films, aber der übergeordnete Aufbau und die Botschaft sind wirklich gut. Ganz normale Familienstreitigkeiten und ein patziger Junge, der durch sonderbare Geschichten, die er – ob nun in seiner Fantasie oder in Wirklichkeit – erlebt, immer wieder an sich und seinem Verhalten arbeitet, sorgen für Emotion, Humor und eine gewisse Mystik.