Game - Horror

Moons of Madness

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Moons of Madness
Moons of MadnessGame - Horror | mit: Funcom und Rock Pocket GamesBewertung:★★★★★ Horrorspiele sind schon eine tolle Sache. Freiwillig begibt man sich an Orte, die man nicht mal bei Tageslicht betreten würde. Dazu noch ein Setting im Weltall und mein Gamerherz schlägt schon schneller.
Moon of Madness hat dieser Kombo den Staub abgeklopft. Ob dies den Entwicklern gelungen ist, durfte ich testen. Handlung Als Teil einer Expedition auf dem Mars ist Shane Newehart als Techniker für sämtliche kleine Probleme zuständig und wartet bis seine Ablöse mit dem nächsten Transportschiff ankommt. Aber es kommt wie es kommen musste. Plötzlich treten vermehrt technische Störungen auf, welch allerdings nur ein Vorbote des eigentlichen Horrors ist. Denn das Gerücht einer Hexe auf dem Mars machte schon länger in der Crew die Runde und so langsam glaubt man nicht mehr, dass es nur ein Gerücht ist. Trailer BewertungMoon of Madness ist bereits letztes Jahr für den PC erschienen und durfte sich nun über eine Portierung auf den aktuellen Konsolen freuen.
Leider hab ich hier auch direkt den ersten Kritikpunkt, denn die Steuerung fühlt sich sehr mauslastig an und braucht vor allem beim Interagieren mit Objekten etwas Übung. Im späteren Spielverlauf stellt dies aber kein Problem mehr dar.

Beginnt das Spiel sehr rasant, wird das Tempo direkt nach 5 Minuten raus genommen und bis zu den nächsten Gruselmomenten muss man sich etwas gedulden. Danach wird aber durch Licht- und Soundeffekte eine beklemmende Atmosphäre geschaffen, sodass ich mit einer gewissen Anspannung gespielt habe, obwohl auch hier erst mal nichts geschehen ist. Die ersten Jumpscares haben aber nicht lang auf sich warten lassen und waren gut platziert. Im späteren Spielverlauf aber manchmal vorhersehbar.

Mit der restlichen Crew kommuniziert der Spieler nur mithilfe des Funkgeräts, somit suggeriert das Spiel die Einsamkeit, welche gerade im Horrorgenre in fast jedem Spiel und Film vorkommt und nahezu immer bedrückend wirkt. Hierdurch wird auch die Story voran getrieben, welche für mich etwas überladen und sehr vorhersehbar wirkte. Natürlich gibt es auch verschiedene Akten zu finden, welche die Charaktere und die Mission näher beleuchten.

Momentan schon fast genretypisch kann man sich bei manchen Gegnern nicht wehren und muss versuchen sich vorbei zu schleichen. Dies funktioniert leider nicht gut, sodass manche Stellen im Spiel schnell frustrierend und zur Geduldsprüfung wurden.

Die Speicherpunkte sind für mich auch etwas zu weit voneinander weg gesetzt.
Kleines Beispiel hierzu. Das Spiel ist in Kapitel aufgeteilt. In meiner ersten Gamesession hatte ich das erste Kapitel bereits abgeschlossen. Als ich am nächsten Tag weiter zocken wollte, musste ich das Ende des ersten Kapitels erneut spielen. Gerade bei so einem Wechsel gehe ich von einem Speicherpunkt aus.

Das Setting ist meist auf dem Mars und in der Raumstation angesiedelt, behält aber trotzdem noch einige Überraschungen parat, welche ich nicht spoilern möchte.

Ich habe die PS4 Version getestet und muss zugeben für ein Indietitel muss sich Moon of Madness nicht verstecken. Erwartet keine Grafik wie bei manch großen Titeln, aber in die Struktur und dem Leveldesign wurde viel Liebe zum Detail gesteckt.

Im Spiel fallen auch direkt Anspielungen an das H. P. Lovecraft Universum auf. Dies fängt bei den Tentakelwesen an und wird auch in den Dialogen weiter geführt. Und welcher Gamer denkt, wenn er Ingenieur im Weltall hört, nicht auch direkt an Dead Space?
Die großen Vorbilder kann man kaum übersehen.

Im Spiel gibt es auch ein paar Rätselpassagen, welche meist aus Objekten zusammensuchen und kombinieren bestanden.

Zum Ende hin lässt der Horror leider nach und man rennt fast nur noch durch die Level. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass dieser subtile Horror sich durch das ganze Spiel zieht.

Das Gegnerdesign ist sehr abwechslungsreich, es gibt aber leider auch nur eine Handvoll Gegner, welche nie eine wirkliche Gefahr darstellen. Die Quicktimeevents, welche in Bosskämpfen vorkommen, sind sehr lange eingeblendet, sodass man diese kaum verhauen kann.

Ich durfte das Spiel auf der PS4 testen und das Spiel lief ohne Abstürze durch und Bugs sind mir auch nicht aufgefallen. Mit einer Spielzeit von knapp 4 Stunden im ersten Durchlauf ist man relativ fix fertig. An alle Trophähenjäger sei gesagt, dass die Platintrophäe auch leicht zu erhalten ist. Fazit Moon of Madness ist eine kleine Achterbahnfahrt. Anfangs etwas schleppend, wird dann aber schnell die Spannung aufgebaut, welche im letzten Drittel an Fahrt verliert. Leider wurde einiges Potenzial verschenkt. Einen Blick ist es dennoch wert, hier gilt aber wie immer bei solchen Spielen, am besten im Dunkeln mit Kopfhörer spielen.
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