Comic - Horror
Moonshine 2
Moonshine 2Comic - Horror | mit: Brian Azzarello (Autor) und Eduardo Risso (Zeichner)Bewertung:★★★★★ Die Comic-Reihe „Moonshine“ stammt vom bekannten Kreativduo Brian Azzarello (Autor) und Eduardo Risso (Zeichner), die beide für das Epos „100 Bullets“ verantwortlich waren. In der ersten Ausgabe ging es vordergründig um die Mafia und Whiskey in Zeiten der Prohibition sowie um ein bisschen Werwolf. Im zweiten Band gerät der Horror und das Werwolf-Thema mehr in den Vordergrund und strahlt eine ganz neue Faszination aus. Handlung Lou Pirlo muss verschwinden. Er hat sich eine Menge Feinde gemacht. Da wären auf der einen Seite die Hinterwäldler in Appalachia und auf der anderen die Mafia aus New York City. Auf der Flucht bekommt Lou aber wieder neuen Ärger. Nicht nur, dass er von einem Werwolf gebissen wurde und gerade die Verwandlung zum Monster durchmacht, was einen Monsterjäger auf den Plan ruft, nein, er wird auch noch in den Knast gesteckt…BewertungDer erste Teil war ein Bonbon für Noir- beziehungsweise Mafia-Fans. Es ging vordergründlich darum, dass Lou Pirlo einen Whiskey-Deal eintütet. Die Hinterwäldler in Appalachia, die den besten Schnaps auf den Markt gebracht hatten, stellten sich allerdings quer. Ein Unterfangen, welches riskant ist, da sich nicht ein jeder traut, sich mit der Mafia anzulegen. Doch die Mädels und Jungs vom Lande hatten eine Geheimwaffe, sie hatten einen Werwolf, der die großen bösen Jungs aus der Stadt nicht nur das Wasser reichen konnte, sondern sie fertiggemacht hat. Nun hat sich die Handlung aber gewendet, es geht nun hauptsächlich um Werwölfe und Horror. Der Horror findet nicht nur in Form von physisch ausgeführter Gewalt statt, sondern auch im Kopf des Lesers. So muss Pirlo gerade im Knast einiges erleben. Unter anderem hat er die Aufgabe eine Leiche aus einem Gewässer zu bergen, in dem sich jedoch tödliche Schlangen tummeln. Normalerweise hätte der Hauptdarsteller unter diesen Bedingungen – gerade nach einem Schlangenbiss - sterben müssen, doch durch die Verwandlung zum Monster rettete sie Pirlo das Leben. Er konnte sich demensprechend bei seinen Peinigern rächen und der rote Saft floss in Strömen. Dennoch ist die Gewalt wohl dosiert und nie überladen, sodass keine Übersättigung stattfinden kann.
Die Hinterwäldler bekommen ebenfalls ihren Anteil am Plot. Sie betrauern den Tod des Familienoberhauptes. Die rigorose Mutter treibt ihre Kinder daraufhin, insbesondere den Werwolfsohn, an und schwört Rache an den Mördern. Innerhalb der Familie macht sich jedoch eine Rebellion auf, denn der Werwolf und seine Schwester planen den Ausstieg. Die Familiendynamik ist ein weiterer Baustein des Comics. „Moonshine #2“ ist spannend erzählt und hat ein paar guten Wendungen. Darüber hinaus ist es der Genremix aus Horror, Thriller, Fantasy und Noir der magisch anzieht. Gewinnbringend kommt hinzu, dass die Figur Lou Pirlo dank einer dreidimensionalen Darstellung sehr interessant ist. Durch viele Rückblenden, die Stationen aus der Kindheit des Gangsters zeigen, kommt eine gehörige Portion Tiefgang hinzu.
Die Zeichnungen sind düster und rau gehalten. Sie fangen das Geschehen nicht nur gut ein, sie erzeugen eine wundervolle Atmosphäre. Alleine die anfängliche Flucht aus dem Zug sorgte sofort für die richtige Stimmung.
Fazit „Moonshine #2“ ist eine starke Fortsetzung, die mir noch besser gefallen hat, als das Start-Comic. Der wundervolle Genre-Mix mit einem starken Hauptdarsteller weiß zu gefallen.
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Die Hinterwäldler bekommen ebenfalls ihren Anteil am Plot. Sie betrauern den Tod des Familienoberhauptes. Die rigorose Mutter treibt ihre Kinder daraufhin, insbesondere den Werwolfsohn, an und schwört Rache an den Mördern. Innerhalb der Familie macht sich jedoch eine Rebellion auf, denn der Werwolf und seine Schwester planen den Ausstieg. Die Familiendynamik ist ein weiterer Baustein des Comics. „Moonshine #2“ ist spannend erzählt und hat ein paar guten Wendungen. Darüber hinaus ist es der Genremix aus Horror, Thriller, Fantasy und Noir der magisch anzieht. Gewinnbringend kommt hinzu, dass die Figur Lou Pirlo dank einer dreidimensionalen Darstellung sehr interessant ist. Durch viele Rückblenden, die Stationen aus der Kindheit des Gangsters zeigen, kommt eine gehörige Portion Tiefgang hinzu.
Die Zeichnungen sind düster und rau gehalten. Sie fangen das Geschehen nicht nur gut ein, sie erzeugen eine wundervolle Atmosphäre. Alleine die anfängliche Flucht aus dem Zug sorgte sofort für die richtige Stimmung.
Fazit „Moonshine #2“ ist eine starke Fortsetzung, die mir noch besser gefallen hat, als das Start-Comic. Der wundervolle Genre-Mix mit einem starken Hauptdarsteller weiß zu gefallen.