Buch - Drama
Nachmittage
NachmittageBuch - Drama | mit: Ferdinand von Schirach Bewertung:★★★★★ Autor Ferdinand von Schirach bringt Werke in die Buchläden, über die gesprochen werden muss. Sie gehören quasi schon zum gesellschaftlichen Leben dazu. Seine Gedanken und Ausführungen haben eine Breitenwirkung. Er ist einfach eine Persönlichkeit, auch gerade, weil er sich sehr kritisch mit seiner Familiengeschichte auseinander setzt. Seine Vorfahren waren teilweise wichtige Funktionäre im dritten Reich. Alles in allem sehr beeindruckend.
Mit "Nachmittage" kommen über 20 Erzählungen zum Vorschein, die eine Grundmelancholie innehaben und unter die Haut gehen. An dieser Stelle kann ich mich meinen Eingangsworten nur wieder anschließen, denn ein "von Schirach" sollte gelesen werden, damit man mitreden kann. Handlung Ferdinand von Schirach erzählt von milden Frühsommermorgen, verregneten Nachmittagen und schwarzen Nächten. Seine Geschichten spielen in Berlin, Pamplona, Oslo, Tokio, Zürich, New York, Marrakesch, Taipeh und Wien. Es sind kurze Geschichten über die Dinge, die unser Leben verändern, über Zufälle, falsche Entscheidungen und die Flüchtigkeit des Glücks. Schirach erzählt von der Einsamkeit der Menschen, von der Kunst, der Literatur, dem Film und immer auch von der Liebe.BewertungEs steckt schon eine Menge drin. Mit drin meine ich selbstredend die Texte. Es sind zum Beispiel die Beschreibungen, die fantastisch sind, die uns das Gefühl geben, dass wir dabei sind, dass wir die Figuren zumindest sein könnten. Dazu paart sich die bereits oben angesprochene Grundmelancholie, die aus den Geschichten, die rund um den Globus spielen, etwas besonderes machen. Eindringlich, es geht unter die Haut, so könnte ich den Schreibstil beschreiben. Dabei wird natürlich auch zum Nachdenken angeregt.
Auf der anderen Seite, so ehrlich muss ich sein, obwohl ich oben so offensiv berichtet habe, dass das Buch gelesen werden muss, werden die Zeilen von Ferdinand von Schirach nicht für jedermann etwas sein. Das liegt aber in der Natur der Sache, ich wollte es nur einmal erwähnt haben.
Es geht um Verluste und prägsame Erlebnisse. Ob sie real sind oder reine Fiktion, dass vermag ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen, dennoch ist das Gefühl da, dass sie zumindest so hätte passieren können. Sie wirken also echt und wahr, was "Nachmittage" Authentizität verleiht. Die Begegnungen, die dem Zufall entsprungen sind, beinhalten Tiefen und Erzählungen der Vergangenheit. Besonders toll ist die breite Bandbreite. Liebe, Tod, Leben und immer wieder Kultur. Wobei man die Liebe sehr oft wiederfindet. Vielleicht nicht direkt aber mindestens unterschwellig. Fazit
"Nachmittage" ist eines dieser Bücher, das zur Pflichtlektüre gehört. Das Buch regt unsere Gedanken an, lädt uns zum Nachdenken an. Ich liebe so etwas. Toll!
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Mit "Nachmittage" kommen über 20 Erzählungen zum Vorschein, die eine Grundmelancholie innehaben und unter die Haut gehen. An dieser Stelle kann ich mich meinen Eingangsworten nur wieder anschließen, denn ein "von Schirach" sollte gelesen werden, damit man mitreden kann. Handlung Ferdinand von Schirach erzählt von milden Frühsommermorgen, verregneten Nachmittagen und schwarzen Nächten. Seine Geschichten spielen in Berlin, Pamplona, Oslo, Tokio, Zürich, New York, Marrakesch, Taipeh und Wien. Es sind kurze Geschichten über die Dinge, die unser Leben verändern, über Zufälle, falsche Entscheidungen und die Flüchtigkeit des Glücks. Schirach erzählt von der Einsamkeit der Menschen, von der Kunst, der Literatur, dem Film und immer auch von der Liebe.BewertungEs steckt schon eine Menge drin. Mit drin meine ich selbstredend die Texte. Es sind zum Beispiel die Beschreibungen, die fantastisch sind, die uns das Gefühl geben, dass wir dabei sind, dass wir die Figuren zumindest sein könnten. Dazu paart sich die bereits oben angesprochene Grundmelancholie, die aus den Geschichten, die rund um den Globus spielen, etwas besonderes machen. Eindringlich, es geht unter die Haut, so könnte ich den Schreibstil beschreiben. Dabei wird natürlich auch zum Nachdenken angeregt.
Auf der anderen Seite, so ehrlich muss ich sein, obwohl ich oben so offensiv berichtet habe, dass das Buch gelesen werden muss, werden die Zeilen von Ferdinand von Schirach nicht für jedermann etwas sein. Das liegt aber in der Natur der Sache, ich wollte es nur einmal erwähnt haben.
Es geht um Verluste und prägsame Erlebnisse. Ob sie real sind oder reine Fiktion, dass vermag ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen, dennoch ist das Gefühl da, dass sie zumindest so hätte passieren können. Sie wirken also echt und wahr, was "Nachmittage" Authentizität verleiht. Die Begegnungen, die dem Zufall entsprungen sind, beinhalten Tiefen und Erzählungen der Vergangenheit. Besonders toll ist die breite Bandbreite. Liebe, Tod, Leben und immer wieder Kultur. Wobei man die Liebe sehr oft wiederfindet. Vielleicht nicht direkt aber mindestens unterschwellig. Fazit
"Nachmittage" ist eines dieser Bücher, das zur Pflichtlektüre gehört. Das Buch regt unsere Gedanken an, lädt uns zum Nachdenken an. Ich liebe so etwas. Toll!