Comic - Marvel
New Mutants: Die toten Seelen
New Mutants: Die toten SeelenComic - Marvel | mit: Autor: Matthew Rosenberg; Zeichner: Adam GorhamBewertung:★★★★★ Paranormale Phänomene sind das Feld der New Mutants. In „New Mutants: Die toten Seelen“ muss die neue Truppe um Illyana „Magik“ Rasputin sich beweisen! Handlung Im Auftrag von Karmas Hatchi Corporation führt die Mutantin Magik ein neues New Mutants-Team an, zu dem noch Wolfsbane, Rictor, Boom-Boom und Strong Guy gehören. Gemeinsam untersuchen sie übersinnliche Vorfälle rund um den Globus. Auf ihren gefährlichen Missionen werden sie mit dem allgegenwärtigen Hass auf Mutanten, Zombies, Frostriesen, einem Flugzeugabsturz, dem magischen Wahnsinn im Sanctum Sanctorum von Dr. Strange und ihren eigenen Dämonen konfrontiert … BewertungGanz im Ernst, wenn man damit wirbt, dass ein Comic für Neuleser geeignet ist, dann erwarte ich einsteigerfreundliche Geschichten. Klar kann man nicht immer alles erklären, was jahrelang aufgebaut wurde, Comics sind nun einmal seriell erzählte Geschichten. In vielen Fällen wird im Einleitungstext auch ganz gut zusammengefasst, was man für das Verständnis der Story wissen muss. Das ist bei „New Mutants: Die toten Seelen“ leider gar nicht geglückt. Ich bin froh, dass ich davor „New Mutants: Höllenbiest“
gelesen habe, so wusste ich so ungefähr, wer die Figuren sind. Dennoch war ich beim Lesen oft sehr verwirrt, da mir eindeutig Informationen fehlten. Ein paar wurden schnell von der Geschichte selbst geliefert – etwa, dass Magik Dr. Stranges Schützling war und sich deswegen so gut im Sanctum Sanctorium auskennt. Andere kamen aber aus dem Nichts und wurden mit einem Satz wegerklärt, der aber auch (für mich) nicht viel Sinn gemacht hat. Der Konflikt zwischen Wolfsbane und Strong Guy ist für mich ein Paradebeispiel dafür. Auf einmal wird das Mega-Brett herausgeholt, dass Strong Guy wohl Wolfsbanes Sohn auf dem Gewissen hat. Er hatte aber zu dem Zeitpunkt keine Seele und deswegen konnte er nichts dafür (?!).
Diese Probleme werden wegen der hektischen Erzählweise nur noch schlimmer gemacht. Die New Mutants müssen unterschiedliche Missionen bewältigen, die alle zusammenhängen. Dass das so ist, wird erst später klar. Was aber wahrscheinlich als verschiedene Fäden, die sich glatt zu einem Strang fügen, konzipiert wurde, wirkt letztendlich wie abgehackte Stories, die sehr gewollt zusammengepatscht wurden. Das könnte daran liegen, dass die einzelnen Geschichten gefühlt weder Anfang noch Ende haben. Der Leser wird in die Geschichte hineingeworfen und am Ende in der Luft hängengelassen, nur um wiederrum unsanft in die nächste zu stürzen.
Aber das, was mich am meisten an „New Mutants: Die toten Seelen“ stört, ist die Magie. Ich habe überhaupt nichts gegen Magie in Geschichten, aber nur, wenn sie Regeln befolgen. Hier jedoch scheint Magik alles zu können. Zombies befallen eine Stadt? Magik kennt die Lösung. Ein Eisriese greift an? Magik kann ihn mehr oder weniger allein besiegen. Ein Flugzeug wird gekapert, droht zu stürzen und alle Passagiere in den Tod zu reißen? Magik regelt das. Dadurch wirkt sie nicht nur wie das Mädchen für alles, sondern führt auch dazu, dass ihre Teamkameraden nichts zu tun haben bzw. nichts zu bewirken scheinen. Die New Mutants hätten gar nicht da sein müssen, um die Mission erfolgreich zu bestreiten. Das finde ich für ein „New Mutants“-Comic echt schade.
Das Einzige, was ich mir richtig gut gefällt, ist der Zeichenstil. Die Kostüme der New Mutants sehen alle individuell aus, man merkt aber trotzdem, dass sie ein Team sind. Auch die Kämpfe finde ich schön dargestellt, da weiß man immer, was gerade passiert. Vor allem aber haben mir die Farben gefallen. Die Bilder sehen ein bisschen wie mit Buntstiften ausgemalt aus, was ihnen eine schönte Textur verleiht, ohne dass sie ganz platt wirken.
Fazit Ich konnte fast gar nichts mit „New Mutants: Die toten Seelen“ anfangen. Die Geschichte springt zu sehr von einem Moment zum anderen und die Magiks Fähigkeiten scheinen für mich keiner inneren Logik zu folgen. Außerdem finde ich es echt dumm, einen Comic als „für Neueinsteiger“ zu bezeichnen, den man aber nicht ohne Vorwissen komplett verfolgen kann. Nur der Zeichenstil hat mir sehr gut gefallen.
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gelesen habe, so wusste ich so ungefähr, wer die Figuren sind. Dennoch war ich beim Lesen oft sehr verwirrt, da mir eindeutig Informationen fehlten. Ein paar wurden schnell von der Geschichte selbst geliefert – etwa, dass Magik Dr. Stranges Schützling war und sich deswegen so gut im Sanctum Sanctorium auskennt. Andere kamen aber aus dem Nichts und wurden mit einem Satz wegerklärt, der aber auch (für mich) nicht viel Sinn gemacht hat. Der Konflikt zwischen Wolfsbane und Strong Guy ist für mich ein Paradebeispiel dafür. Auf einmal wird das Mega-Brett herausgeholt, dass Strong Guy wohl Wolfsbanes Sohn auf dem Gewissen hat. Er hatte aber zu dem Zeitpunkt keine Seele und deswegen konnte er nichts dafür (?!).
Diese Probleme werden wegen der hektischen Erzählweise nur noch schlimmer gemacht. Die New Mutants müssen unterschiedliche Missionen bewältigen, die alle zusammenhängen. Dass das so ist, wird erst später klar. Was aber wahrscheinlich als verschiedene Fäden, die sich glatt zu einem Strang fügen, konzipiert wurde, wirkt letztendlich wie abgehackte Stories, die sehr gewollt zusammengepatscht wurden. Das könnte daran liegen, dass die einzelnen Geschichten gefühlt weder Anfang noch Ende haben. Der Leser wird in die Geschichte hineingeworfen und am Ende in der Luft hängengelassen, nur um wiederrum unsanft in die nächste zu stürzen.
Aber das, was mich am meisten an „New Mutants: Die toten Seelen“ stört, ist die Magie. Ich habe überhaupt nichts gegen Magie in Geschichten, aber nur, wenn sie Regeln befolgen. Hier jedoch scheint Magik alles zu können. Zombies befallen eine Stadt? Magik kennt die Lösung. Ein Eisriese greift an? Magik kann ihn mehr oder weniger allein besiegen. Ein Flugzeug wird gekapert, droht zu stürzen und alle Passagiere in den Tod zu reißen? Magik regelt das. Dadurch wirkt sie nicht nur wie das Mädchen für alles, sondern führt auch dazu, dass ihre Teamkameraden nichts zu tun haben bzw. nichts zu bewirken scheinen. Die New Mutants hätten gar nicht da sein müssen, um die Mission erfolgreich zu bestreiten. Das finde ich für ein „New Mutants“-Comic echt schade.
Das Einzige, was ich mir richtig gut gefällt, ist der Zeichenstil. Die Kostüme der New Mutants sehen alle individuell aus, man merkt aber trotzdem, dass sie ein Team sind. Auch die Kämpfe finde ich schön dargestellt, da weiß man immer, was gerade passiert. Vor allem aber haben mir die Farben gefallen. Die Bilder sehen ein bisschen wie mit Buntstiften ausgemalt aus, was ihnen eine schönte Textur verleiht, ohne dass sie ganz platt wirken.
Fazit Ich konnte fast gar nichts mit „New Mutants: Die toten Seelen“ anfangen. Die Geschichte springt zu sehr von einem Moment zum anderen und die Magiks Fähigkeiten scheinen für mich keiner inneren Logik zu folgen. Außerdem finde ich es echt dumm, einen Comic als „für Neueinsteiger“ zu bezeichnen, den man aber nicht ohne Vorwissen komplett verfolgen kann. Nur der Zeichenstil hat mir sehr gut gefallen.