Comic - Marvel

New Mutants: Höllenbiest

Veröffentlicht am 30.11.-0001
New Mutants: Höllenbiest
New Mutants: HöllenbiestComic - Marvel | mit: Autor: Chris Claremont; Zeichner: Bill SienkiewiczBewertung:★★★★★ Panini bringt die klassische New-Mutants-Geschichte „Höllenbiest“ aus den 1980er Jahren erstmals auf Deutsch als Sammelband heraus. Der Comic dient dem Film „New Mutants“ als Vorlage. Auf den müssen wir noch etwas warten, „New Mutants: Höllenbiest“ gibt es aber schon zu lesen. Handlung Die Mutantin Danielle Moonstar muss ihrem schlimmsten Albtraum ins Angesicht blicken. Eine mystische Bärenkreatur hat ihr vor Jahren die Eltern genommen und ist nun zurückgekehrt, um sich auch Dani zu holen. Während die New Mutants einen schier aussichtslosen Kampf führen, ringt die junge Cheyenne-Kriegerin im Krankenhaus verzweifelt um ihr Leben.BewertungIch persönlich muss mich in ältere Comics immer erst etwas reinlesen. Dabei sind übermäßig vorhandener Text und die „altmodische“ Ästhetik für mich die befremdlichsten Eigenschaften. Und auch in „New Mutants: Höllenbiest“ sind diese vorzufinden. Hier aber entschädigt der sehr interessante Zeichenstil die etwas maue Story. Die Bilder passen nämlich wunderbar zur alptraumhaften Story.
Das titelgebende Höllenbiest ist ein dämonischer Bär und genauso sieht er aus: rote Augen, das Maul immer weit aufgerissen und messerscharfe Klauen. Das riesige Phantom thront über den Figuren und wirkt die ganze Zeit bedrohlich. Aber nicht nur der Gegner ist ein Alptraum, der ganze Comic hat eine bedrohliche Grundstimmung. Die Bilder sind sehr düster gestaltet, vor allem das Krankenhaus, in dem die zweite Hälfte und der Höhepunkt der Geschichte spielen. Die Gänge sind dunkel und alles wirkt wie aus einem Horrorfilm ausgeliehen. Aber obwohl alles düster gehalten ist, blenden einen die Bilder teilweise, vor allem was die Farben Gelb und Rot angeht. Der Mix aus düsterer Horror-Atmosphäre und knalligen Popart-Farben passt aber wunderbar und macht „New Mutants: Höllenbiest“ zu einem visuellen (Alp-)Traum.
Leider kann die Geschichte meiner Meinung nach nicht ganz mit dem tollen Look mithalten. Zum einen hat mich, dass es so viel Text gibt. Ich muss nicht alles haarklein beschrieben bekommen, vor allem nicht bei einem Comic, wo ich doch vieles mit meinen eigenen Augen erkennen kann. Aber klar, wenn ein Drittel des Panels mit Text vollgestopft ist bleibt eben wenig Raum für die Bilder…
Zum anderen waren Teile der Geschichte etwas unverständlich. „New Mutants: Höllenbiest“ beginnt mit einem Angriff auf die Schule von Charles Xavier, bei dem er getötet wird und nur ein rothaariges Mädchen überlebt. Diese kehrt als Erwachsene zurück in die Zeit (?) und lungert vor der Schule herum. Wer ist sie? Wie kam sie dorthin? Wahrscheinlich werden diese Fragen in den Comics erklärt, die danach erschienen sind. Mich hat das aber sehr verwirrt. Auch dass die sich zuspitzende Geschichte um Dani Moonstar, die New Mutants und den Dämonenbären immer wieder unterbrochen wird. Man sieht, wie Warlock – einer der späteren Stammmitglieder der New Mutants – sich der Erde immer weiter annähert und dass er vor seinem Vater flieht. Das ist zwar für die anschließende Geschichte wichtig, aber, wenn man schon eine neue Ausgabe eines bereits erschienenen Comics herausbringt, hätte man das doch ausklammern und ans Ende packen können, oder?
Fazit „New Mutants: Höllenbiest“ wird nicht zu meinem Lieblingscomic werden, ich kann aber verstehen, warum er als Klassiker gilt. Der Stil ist echt ein Augenschmaus mit seinen bunten Farben und seiner trotzdem düsteren Atmosphäre. Nur der viele Text und die teilweise unverständliche Geschichte haben mich gestört.
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