Comic - DC
No Justice – Band 1 (von 2)
No Justice – Band 1 (von 2)Comic - DC | mit: Autor: Scott Snyder, James Tynion IV und Joshua Williamson; Zeichner: Francis ManapulBewertung:★★★★★ Superhelden kämpfen gegen Bösewichte. Diese sehr genaue Schwarz-Weiß-Unterscheidung zwischen Gut und Böse gibt in Comics schon lange nicht mehr. Seien es Bösewichte, mit denen man sympathisieren kann oder (Anti-)Helden, die nicht immer eine weiße Weste haben – Comic-Geschichten und ihre Figuren sind vielschichtiger geworden. Im ersten Band von „Justice League – No Justice“ verschwimmen die Grenzen zwischen Superhelden und Oberschurken noch mehr. Denn sie müssen jetzt alle zusammen kämpfen. Handlung Zwar konnte das düstere Wesen Barbatos aus dem Dunklen Multiversum besiegt werden, doch dabei wurde der Quellenwall aufgebrochen. Dieser galt als unüberwindbar und umschloss das ganze Universum. Und das, was auf der anderen Seite gefangen gehalten wurde, droht, das ganze Universum zu zerstören. Um dies zu verhindern, hat der Oberschurke Brainiac einen Plan entworfen. Doch dafür müssen die Justice League und die Bösewichte der Suicide Squad, Lex Luthor, Deathstroke und Co. Zusammenarbeiten.BewertungNach dem Crossover „Batman Metal“ führt Scott Snyder seine Geschichte mit „Justice League – No Justice“ fort. Die zwei dazugehörigen Bände sollen den Startschuss für einen Neustart der Justice League bilden. Der erste Band fängt direkt mit einem Knall an. Ohne Vorwarnung beginnt die Story mitten in einem Angriff von Braniac auf die Erde. Dabei werden sowohl die Helden der Justice League als auch zahlreiche Schurken angegriffen. Dieser Angriff ist aber schnell abgehakt, in nur acht Seiten erledigt Braniac alle seine Gegner und entführt sie. Dabei wird der Angriff in einzelne Panels – jedes Panel zeigt, wie ein Team (Suicide Squad, Titans und die Teen Titans) mit Brainiacs Robotern kämpfen. Parallel dazu wird Amanda Waller in ihrer Kommandozentrale gezeigt, die die Attacken verfolgt. Durch die Gegenüberstellung dieser verschiedenen Szenarien und das rote Licht in Wallers Kommandozentrale, wirkt der Einstieg fast wie ein Film. Man hört förmlich die Sirenen. Diese sehr komprimierte und dichte Erzählweise wird dann aufgelöst in einem tollen zweiseitigen Splash, der die Justice League zeigt, die direkt gegen Brainiac kämpft. Diese ersten Seiten geben einen Einblick in die spannende und einfallsreiche Art und Weise, wie der Comic gestaltet ist. Immer mal wieder bekommt man spannend gestaltete Seiten-Designs zu sehen. Zum Beispiel ist an einer Stelle Brainiac ganz groß in der Mitte zu sehen, über ihm wird die Geschichte dargestellt, die er gerade erzählt und um ihn herum stehen die Figuren, die ihm gerade zuhören.
Die etwas aufwendiger gestalteten Seiten machen es aber vor allem neuen Lesern schwer, richtig mitzukommen. Man muss sehr aufpassen, dass man die Panels in der richtigen Reihenfolge liest. Und dadurch, dass viel auf den Seiten steht – es wird sehr viel über Sprechblasen vermittelt – vergisst man manchmal, auch die schönen Zeichnungen zu genießen.
Doch das macht nur ein bisschen was aus, denn die Story ist wirklich interessant. Vor allem die neuen Teams, die Brainiac zusammengestellt hat – er hat durch mathematische Berechnungen, die nur er nachvollziehen kann, die neuen Teams gebildet, die für ihn die größte Chance auf Erfolg haben – sind sehr interessant. Denn um die Omega-Titanen zu besiegen, müssen die Teams ein Gleichgewicht zwischen den Energien Entropie, Weisheit, Neugier und Mysterium herstellen. Aber wie zu erwarten war, können die Teams erst nicht wirklich miteinander. Da sind die Furchen zwischen den Figuren doch zu tief, um diese zu überwinden. Wie sie versuchen, trotzdem auf einen Nenner zu kommen, ist sehr interessant gemacht. Leider ist der erste Band von „Justice League – No Justice“ keine 70 Seiten lang, die sehr schnell gelesen sind. Durch die Kürze können die Figuren und ihre Motivationen – vor allem, was Waller betrifft – entweder nicht eingeführt oder nur dürftig erklärt werden. Das ist noch ein Grund, warum Anfänger, die sich im DC-Universum nicht auskennen, sich bei der Lektüre verloren fühlen könnten.
Fazit Band eins von „Justice League – No Justice“ ist ein spannender und actiongeladener Startschuss für eine neue Ära der Justice League. Die Geschichte ist interessant und auch gestalterisch sehr spannend gemacht. Für Einsteiger ist der Comic vielleicht ein bisschen schwierig nachzuvollziehen – viele Figuren werden nicht eingeführt, es wird viel Vorwissen verlangt und die Struktur der Seiten können den Lesefluss hemmen. Trotzdem hatte ich meinen Spaß bei der Lektüre und der zweite Band kann nicht schnell genug kommen!
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Die etwas aufwendiger gestalteten Seiten machen es aber vor allem neuen Lesern schwer, richtig mitzukommen. Man muss sehr aufpassen, dass man die Panels in der richtigen Reihenfolge liest. Und dadurch, dass viel auf den Seiten steht – es wird sehr viel über Sprechblasen vermittelt – vergisst man manchmal, auch die schönen Zeichnungen zu genießen.
Doch das macht nur ein bisschen was aus, denn die Story ist wirklich interessant. Vor allem die neuen Teams, die Brainiac zusammengestellt hat – er hat durch mathematische Berechnungen, die nur er nachvollziehen kann, die neuen Teams gebildet, die für ihn die größte Chance auf Erfolg haben – sind sehr interessant. Denn um die Omega-Titanen zu besiegen, müssen die Teams ein Gleichgewicht zwischen den Energien Entropie, Weisheit, Neugier und Mysterium herstellen. Aber wie zu erwarten war, können die Teams erst nicht wirklich miteinander. Da sind die Furchen zwischen den Figuren doch zu tief, um diese zu überwinden. Wie sie versuchen, trotzdem auf einen Nenner zu kommen, ist sehr interessant gemacht. Leider ist der erste Band von „Justice League – No Justice“ keine 70 Seiten lang, die sehr schnell gelesen sind. Durch die Kürze können die Figuren und ihre Motivationen – vor allem, was Waller betrifft – entweder nicht eingeführt oder nur dürftig erklärt werden. Das ist noch ein Grund, warum Anfänger, die sich im DC-Universum nicht auskennen, sich bei der Lektüre verloren fühlen könnten.
Fazit Band eins von „Justice League – No Justice“ ist ein spannender und actiongeladener Startschuss für eine neue Ära der Justice League. Die Geschichte ist interessant und auch gestalterisch sehr spannend gemacht. Für Einsteiger ist der Comic vielleicht ein bisschen schwierig nachzuvollziehen – viele Figuren werden nicht eingeführt, es wird viel Vorwissen verlangt und die Struktur der Seiten können den Lesefluss hemmen. Trotzdem hatte ich meinen Spaß bei der Lektüre und der zweite Band kann nicht schnell genug kommen!