Comic - DC

No Justice – Band 2 (von 2)

Veröffentlicht am 30.11.-0001
No Justice – Band 2 (von 2)
No Justice – Band 2 (von 2)Comic - DC | mit: Autor: Scott Snyder, James Tynion IV und Joshua Williamson; Zeichner: Riley Rossmo, Marcus ToBewertung:★★★★★ Mit dem zweiteiligen „No Justice“ schreibt Autor Scott Snyder nicht nur seine Geschichte „Batman Metal“ weiter, er legt damit auch den Grundstein für eine neue Justice League. Denn nach den Ereignissen dieser kleinen Mini-Serie werden in „New Justice“ neue Teams gebildet. Handlung Der Bösewicht Braniac hat sowohl die Superhelden, als auch die Oberschurken der Erde entführt und zu seinem Heimatplaneten Colu gebracht. Sein Ziel: Sie sollen in neuen Teams den Planeten vor den vier Omega-Titanen retten, die den Planeten zu zerstören drohen. Doch nachdem Amanda Waller durch einen Psi-Angriff Braniac getötet hat, müssen Schurken und Helden zusammenarbeiten und versuchen, die Titanen aufzuhalten. Denn ihr nächstes Ziel ist die Erde.BewertungWährend der erste Teil sich damit beschäftigt hat, in diese neue Gefahr durch die Omega-Titanen einzuführen und die neuen Teams vorzustellen, zeigt der zweite Band von „No Justice“, wie diese zusammen kämpfen (müssen). Und ähnlich wie im vorherigen Band jagt eine Actionszene die andere. Keine Verschnaufpause, weder für den Leser noch für die Figuren.
Im zweiten Teil wirkt die Geschichte ein bisschen runder. Während man im ersten Band sehr viel erklären musste, kann jetzt weiter ausgebaut werden. Deswegen funktioniert der zweite Band von „No Justice“ auf der Erzählebene ein Tacken besser als der erste. Trotzdem gefällt er mir insgesamt nicht so gut. Denn der Konflikt, der im Vorgängercomic aufgebaut wurde, schien doch sehr komplex zu sein. Der müsste die Helden doch ein bisschen länger beschäftigt halten, oder? Leider nein, leider gar nicht. Die entführten Helden – und Schurken – lösen alle Probleme in Rekordgeschwindigkeit. Innerhalb von zwölf Seiten kommen sie auf der Erde an, entwickeln einen Plan, um die Omega-Titanen zu vertreiben und führen diesen aus. Das war mir dann doch zu schnell, vor allem weil es noch am Anfang heißt: „Wie sollen wir das machen, wenn der Mastermind Braniac tot ist? Wir kennen seinen Plan doch gar nicht.“
Aber nicht nur die sehr schnell erzählte Lösung des Konflikts ist meiner Meinung nach schwierig, sondern auch der Zeichenstil. Wie auch im ersten Band kann der zweite Band von „No Justice“ mich was das Layout angeht sehr überzeugen. Es gibt wieder ausgefallene und interessante Design-Ideen. Aber es gibt einen sehr krassen Stilbruch. Die ersten paar (um ganz genau zu sein die ersten 13) Seiten ist der Stil sehr grob und – meiner Meinung nach – sehr hässlich. Die Figuren sehen ein bisschen so aus, als hätte Frank Miller sie in den 80ern gezeichnet und ich muss ganz ehrlich sagen, da bin ich nicht so der Fan von. Wäre der Comic in seiner Gänze in dem Stil gezeichnet worden, könnte man noch was von „Geschmäcker sind verschieden“ erzählen. Aber ab Seite 14 verändert sich der Stil schlagartig – ohne, dass ein neues Kapitel beginnt. Auf einmal wechselt der Zeichner. Das hat mich doch schon sehr aus meinem Lesefluss rausgebracht. Aber dadurch, dass der Stil dann ein bisschen weicher und detailreicher wird, konnte ich mich ein bisschen mehr mit dem Comic anfreunden – zumindest was den Zeichenstil angeht. Fazit Meiner Meinung nach konnte der zweite Band von „Justice League – No Justice“ nicht mit dem ersten mithalten. Zwar hatte Teil eins auch seine kleinen Schwächen, doch nicht so viele wie Teil zwei. Die Geschichte wird zu schnell erzählt – vor allem was die Lösung des eigentlich sehr komplizierten Konflikts angeht. Aber was mich vor allem gestört hat war der urplötzliche Wechsel im Zeichenstil. Da konnte auch die schöne und interessante Seitengestaltung mich nicht vom zweiten Band überzeugen.
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