Comic - Drama

Noir Burlesque #1

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Noir Burlesque #1
Noir Burlesque #1Comic - Drama | mit: Enrico Marini Bewertung:★★★★★ Enrico Marini ist schon ein wenig rum gekommen. Selbst in den Staaten hat man seinen Namen schon einmal gelesen und seine Arbeit war da so gefragt, dass selbst das Verlagshaus "DC" anklopfte und ihm zwei "Batman" Bände zeichnen lies. Bei "Carlsen" ist er ebenfalls kein Unbekannter, den seine Werke wurden bereits seit den Neunzigerjahren dort publiziert. Eine Kostprobe kommt aus der Antike, mit "Der Adler Roms" hat er eine relativ bekannte Reihe auf die Beine gestellt. Genauso wie den Erfolg "Der Skorpion". Nun taucht er in das Genre "Noir" ein und trifft meinen empfindlichen Geschmack. Handlung Slick ist ein Ex-Boxer, Spieler, Kriegsveteran und kleiner Gangster, der versucht, in einem Haifischbecken zu überleben. Genau das setzt er aber aufs Spiel, als er sich mit der Femme fatale Caprice einlässt. Sie wird von seinem Boss Rex als sein Eigentum betrachtet, und er schätzt es überhaupt nicht, dass so ein Kleinkrimineller das nicht respektiert. Slick sieht schon dem Tod ins Auge als Rex ihm ein Angebot macht...BewertungZunächst optisch. Ich denke, die Zeichnungen fallen zuerst auf. Alleine das Cover. Es ist in schwarz/weiß gehalten, nur die roten Haare der Hauptdarstellerin kommen zur Geltung. Die Farbe Rot wird in den Zeichnungen immer wieder aufgegriffen. Blut, Haare und Kleidung. Rot ist Trumpf. Der Kontrast ist natürlich gewaltig, magisch und zieht an. Beim Aufklappen im Comic-Laden dürften dann die letzten Hüllen fallen. Der Kauf ist gesichert, so gut ist der erste und zweite Blick. Auch beim Durchblättern fallen die freizügigen Darstellungen auf, die die 50er Jahre zeigen: Mafia, Geld, Nachtclubs und Sex.

Dazu kommt aber noch die Handlung. Gangster pur mit ganz viel Noir. Antiheld, Böse Chefs und ein zweifelhafter Cop. Dazu noch eine launische Diva, die sich irgendwie nicht entscheiden kann und mit ihrem Status von Eigentum ganz zufrieden ist. Dabei wird hier und da Tiefgang serviert, dennoch lebt die Story von der Atmosphäre. Es passiert nichts überraschendes, aber alleine das Flair der Mafia-Bande überzeugt. Raue Gewalt, keine Gefühle. Hier sind Männer und Frauen am Werk, die es wissen, wie man eine Maske aufsetzt. Auch, wenn die Überraschungsmomente fehlen, ist es spannend. Der Leser darf sich fasziniert in die damalige Zeit versetzen lassen und wird Teil der Geschichte. Leider sind die 104 Seiten sehr schnell durchgelesen und die sehnsüchtige Warterei auf Band zwei beginnt...
Fazit "Noir Burlesque #1" von Enrico Marini ist ein Noir-Leckerbissen!
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