Buch - Drama
Nur wenn du allein kommst
Nur wenn du allein kommstBuch - Drama | mit: Souad Mekhennet Bewertung:★★★★★ Souad Mekhennet stammt aus einer türkisch-marokkanischen Familie, ist in Deutschland aufgewachsen und recherchiert seit vielen Jahren über die Hintergründe des islamischen Terrorismus. Sie ist Sicherheitskorrespondentin der Washington Post und publiziert auch international. Ihr 2017 in den USA erschienenes Buch "Nur wenn du allein kommst - Eine Reporterin hinter den Fronten des Dschihad" wurde nun als Taschenbuchausgabe vom Penguin Verlag veröffentlicht.
Handlung Nach einer Einleitung gibt die Autorin zunächst interessante Einblicke in die Herkunft ihrer Familie und beschreibt ihren Weg zur Journalistin. Weitere Kapiteln sind chronologisch angeordnet und schildern die Einsätze der Autorin in Deutschland, dem Irak, Algerien, Libanon, Jordanien, Pakistan, Ägypten, Tunesien, Bahrain, dem Iran sowie ihre Gespräche und Recherchen zu den Anwerbestrategien der Islamisten in Europa und zu den Gründen, die junge Leute dazu treiben, in den Krieg zu ziehen.BewertungUnglaublich spannend, gründlich recherchiert und reflektiert beschäftigt sich Souad Mekhennet mit den Hintermännern und Hintergründen des islamischen Radikalismus und Terrorismus. Eine ausserordentlich mutige Frau, die sehr authentisch und fesselnd schreibt. Fakten und meisterhafte Schilderungen, die den Charakter von Nahaufnahmen tragen, machen die Besonderheit des Buches aus. Es ist keine langweilige Lektüre, sondern eine rasante und tiefgründige Reise in die Welt des radikalen Islam. Wünschenswert wäre es, das Buch zur Pflichtlektüre für Politiker zu machen, da auf diesem Gebiet viellerlei Verständnis einfach fehlt. Einige Aktionen der USA und des Westens - zum Beispiel der Irak Krieg - haben nur Destabilisierung in die Region gebracht. Demokratie lässt sich nicht fremd installieren. Und man sollte sich schon ehrlich fragen, ob nicht das Bestreben, eigene machtpolitische Interessen durchzusetzen, der wirkliche Grund bei solchen Aktionen ist. Auch fremdenfeindliche und rassistische Tendenzen, Slums und fehlende Bildung treiben junge Menschen in die Hände der Radikalen. Und wie die Autorin treffend formuliert, jede Mutter, unabhängig von ihrer Hautfarbe und Religion, weint gleich um ihr getötetes Kind und nach unserem Tod werden wir alle in der gleichen Erde begraben - Grund genug, um für den Frieden, Menschenrechte und Verständnis zu kämpfen. Fazit Einfach grossartig 5 Sterne plus
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Handlung Nach einer Einleitung gibt die Autorin zunächst interessante Einblicke in die Herkunft ihrer Familie und beschreibt ihren Weg zur Journalistin. Weitere Kapiteln sind chronologisch angeordnet und schildern die Einsätze der Autorin in Deutschland, dem Irak, Algerien, Libanon, Jordanien, Pakistan, Ägypten, Tunesien, Bahrain, dem Iran sowie ihre Gespräche und Recherchen zu den Anwerbestrategien der Islamisten in Europa und zu den Gründen, die junge Leute dazu treiben, in den Krieg zu ziehen.BewertungUnglaublich spannend, gründlich recherchiert und reflektiert beschäftigt sich Souad Mekhennet mit den Hintermännern und Hintergründen des islamischen Radikalismus und Terrorismus. Eine ausserordentlich mutige Frau, die sehr authentisch und fesselnd schreibt. Fakten und meisterhafte Schilderungen, die den Charakter von Nahaufnahmen tragen, machen die Besonderheit des Buches aus. Es ist keine langweilige Lektüre, sondern eine rasante und tiefgründige Reise in die Welt des radikalen Islam. Wünschenswert wäre es, das Buch zur Pflichtlektüre für Politiker zu machen, da auf diesem Gebiet viellerlei Verständnis einfach fehlt. Einige Aktionen der USA und des Westens - zum Beispiel der Irak Krieg - haben nur Destabilisierung in die Region gebracht. Demokratie lässt sich nicht fremd installieren. Und man sollte sich schon ehrlich fragen, ob nicht das Bestreben, eigene machtpolitische Interessen durchzusetzen, der wirkliche Grund bei solchen Aktionen ist. Auch fremdenfeindliche und rassistische Tendenzen, Slums und fehlende Bildung treiben junge Menschen in die Hände der Radikalen. Und wie die Autorin treffend formuliert, jede Mutter, unabhängig von ihrer Hautfarbe und Religion, weint gleich um ihr getötetes Kind und nach unserem Tod werden wir alle in der gleichen Erde begraben - Grund genug, um für den Frieden, Menschenrechte und Verständnis zu kämpfen. Fazit Einfach grossartig 5 Sterne plus