Filme - Filmbiografie

October Sky

Veröffentlicht am 30.11.-0001
October Sky
October SkyFilme - Filmbiografie | mit: Jake Gyllenhaal, Chris CooperBewertung:★★★★★ Im Jahr 1999 erschien der zeitlose Klassiker "October Sky" mit Jake Gyllenhaal und Laura Dern. 20 Jahre später veröffentlicht "Capelight Pictures" ein Mediabook. Mit Recht kann ich an dieser Stelle behaupten, dass dies mal wieder sehr gelungen ist. "Capelight" kann einfach Mediabooks und von daher sollte auch diese Ausgabe in keiner Sammlung fehlen. Zumindest, wenn man ein Sammler von diesem Format ist. Sicherlich ist "October Sky" als Coming-of-Age Streifen nicht für jedermann geeignet, dennoch, gerade unter dem Aspekt der Raumfahrt, ist er für einen lauschigen Filmabend bestens geeignet. "October Sky" basiert im Übrigen auf die Autobiografie "Rocket Boys". Handlung Homer (Jake Gyllenhaal) ist ein einfacher Bergbauarbeiter. Sein Leben verändert sich aber, als auf der anderen Seite der Welt ein Satellit in den Weltraum geschossen wird. Sputnik verzauberte damals die halbe Welt und versetzte die andere Seite in Angst und Schrecken. Homer testet nun mit seinen Freunden an seinen Raketen. Nur sein sturer und störrischer Vater (Chris Cooper) versucht seinen Sohn davon abzubringen. In dieser Gegend in den USA tritt man schließlich in die Fußstapfen seines Vaters. Punkt. Als bei einem seiner Tests plötzlich ein Waldbrand ausgelöst wird, steht er unter Generalverdacht. Doch er kann seine Unschuld beweisen und nun kann er noch einen großen Versuch unternehmen, um auf sich aufmerksam zu machen, denn es findet ein wissenschaftlicher Staatswettbewerb statt... Trailer BewertungDie Handlung ist sehr gradlinig. Sie reibt sich an den entscheidenen Punkten im Leben von Homer Hickham ab. Von daher ist dramaturgisch keine großartige Überraschung zu erwarten. Dennoch sind die Figuren sehr interessant. Alleine der Vater-Sohn-Konflikt, der eben nicht nur in Star Wars Thema ist, weiß zu gefallen. Ganz traditionell soll Homer in die Fußstapfen seines Vaters treten. Das macht man so, eine andere Zukunft gibt es nicht. Doch der Träumer und Denker hat andere Pläne. Er will etwas anderes und muss sich nicht nur gegen technische Fehlschläge behaupten, sondern auch gegen seinen Vater. In einigen Szenen hätte ich mir gewünscht, dass noch mehr auf das soziologisches Umfeld eingegangen wird. Jedoch muss der Zuschauer diese Abstriche hinnehmen, schließlich hat der Streifen auch schon 20 Jahre auf dem Buckel. Dennoch schafft er es auch heute noch Spaß zu machen und verdient sich das Attribut Klassiker.

Die schauspielerische Leistung von Jake Gyllenhaal ist gut. Sie ist jedoch kein Vergleich zu seinen heutigen Projekten. Gyllenhaal hat sich genauso weiterentwickelt wie seine Filmfigur. Interessante Logik, gerade, wenn sich das Genre sich eine solche Handlung zu eigen macht. Chris Cooper ist einfach der perfekte Darsteller für einen sturen Einsiedler. Wir kaufen ihm die Rolle zu jeder Zeit zu 100% ab. Obwohl er eher den Antipart übernommen hat, fühle ich mich bei ihm trotzdem wohl. Dabei vergisst das Publikum aber nie die Problematik, die er spielt. Auch für ihn ist es schwer zwischen sorgenden Vater, der nur das Beste für Homer will, und der großen Naivität, frei nach dem Motto, man kann da draußen eh nichts werden, zu pendeln.

Das Mediabook ist ein optischer Leckerbissen. Es stellt sich zwar nach wie vor die Frage, warum es eine DVD und Blu-ray sein muss, aber die Fragestellung ist so alt wie das Format der Mediabooks selbst. Was für Sammler sehr interessant sein dürfte, aber das sollte auch so klar sein, Capelight hat es wieder geschafft, ein stabiles Booklet zu kreieren. Manch anderer Verleih hat dabei seine Probleme. Natürlich ist der Film an sich super interessant für Fans der Raumfahrt.
Fazit "October Sky" ist ein gutes, solides Comig-Of-Age Drama, welches nun in einem schönen Mediabook daher kommt.
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