Comic - Marvel
Old Man Quill
Old Man QuillComic - Marvel | mit: Story: Ethan Sacks, Zeichnungen: Robert Gill, Ibraim RobersonBewertung:★★★★★ Ethan Sacks schrieb bereits Old Man Hawkeye und gibt nun die Story eines weiteren, gealterten Superhelden vor. Old Man Quill spielt dabei in der selben postapokalytpischen Welt wie auch Old Man Logan. Handlung Peter Quill ist nicht mehr der Held, der er einst war. Nach seinen Abenteuern mit den Guardians of the Galaxy wurde er König eines Planeten namens Spartax, doch konnte als dessen Machthaber die militärische Zerstörung durch die Weltraum-Sekte der „Universellen Kirche der Wahrheit“ nicht verhindern. Auch seine Familie starb dabei. Nun ist er allein, in die Jahre gekommen und macht sich Vorwürfe. Doch seine alte Heldentruppe sucht ihn auf und gemeinsam landen sie unsanft auf der inzwischen verwüsteten Erde in deren Einöde nun doch wieder ein Abenteuer wartet, das Quill und seine Guardians erneut zu Helden machen könnte. BewertungDer „Old Man Quill“ ist alt und verbittert, na klar. Diese Storygrundlade ist nach Old Man Logan und Old Man Hawkeye nichts neues und auf Dauer ein wenig ausgelutscht. Aber diesem Band nimmt man die Hintergrundgeschichte zur Selbstaufgabe Peter Quills durchaus ab. Seine Familie kam bei seinem Versuch, die Universelle Kirche der Wahrheit aufzuhalten um. Durch seine Fehleinschätzung der Situation und einen möglicherweise überstürzten Präventivangriff, hinterließ er seinen Planeten ungeschützt. Gleichzeitig ist er auch mit den anderen Guardians zerstritten, die er nicht rief als der Planet in Gefahr war, weil er sie bereits vorher scheinbar im Stich ließ. Dieser Teil der Geschichte wird leider nur sehr oberflächlich im Dialog abgehandelt. Während die Zerstörung des Planeten Spartax als Vorgeschichte und Intro dient, erfahren wir über die Hintergründe der Auflösung der Guardians leider nur wenig.
Angekommen auf der Erde geht aber die eigentlich Story actionreich los. Die Erde ist zur Wüste geworden, in dessen Einöde verschiedene Warlords unter Dr. Dooms Führung die kleinen Wüstenstädte und Dörfer terrorisieren. Nur wenige Kämpfen dagegen an. Es fehlt an Heldinnen und Helden. Doch die Guardians sind es nicht gewohnt klein bei zu geben und legen sich sogleich mit der ersten Schlägertruppe an. Schnell spricht sich ihr Auftritt rum und die Jagd auf sie wird auch von erwartungsvollen Unterdrückten beobachtet. Das Leid und der brutale Kampf in der Einöde werden sehr gut in Szene gesetzt. Farblich werden viele Braun- und Grautöne verwendet, die das Setting sehr an Mad Max erinnern lassen. Das ist zwar keine neue Aufmachung, aber das postapokalyptische Wüstensetting ist stimmig dargestellt.
Beim Kampf gegen die Wüstenbanden flammt im Verlaufe des Comics immer mal wieder der Starlord in Peter Quill auf. Er beweist sich mehr und mehr, aber seine Trauer ist nur schwer zu überwinden. Auf emotionaler Ebene gibt es gute Ansätze, die aber teils etwas sehr nach Schema F daherkommen. So erinnern ihn beispielsweise Szenen in der Einöde an seine Familie, die er nicht retten konnte. Reicht das nun für Widergutmachung? Dass sich der Comic überhaupt mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigt, ist lobenswert und ergänzt die Geschichte um eine Ebene über die actionreichen, fast westernartigen Wüstenschießereien hinaus. Etwas vorhersehbar ist das aber teilweise schon.
Richtig gut gefallen mir die verschiedenen Gegenspieler, auf die die Guardians während Zeit auf der Erde treffen. Hier hat man sich kreativ und plausibel am gesamten Marvel-Kosmos bedient. Mal ist es eine Bande, die sich optisch am düsteren Ghost Rider orientiert, mal eine verrücktgewordene Version eines bekannten X-Men. All diese Figuren haben in der neuen, postapokalyptischen Welt eine neue Rolle eingenommen, und die Hintergründe dazu, sind sie auch noch so klein angedeutet, sind sehr interessant.
Fazit Old Man Quill 1 ist ein guter Einstieg in die Old-Man-Quill-Reihe. Einige Storyelemente der „Old-Man-Idee“ sind mittlerweile nicht mehr so frisch und innovativ, wie sie vielleicht am Anfang waren. Dennoch macht die Geschichte insgesamt Spaß, hat auch viele kreative Elemente und Charaktere und es ist eine gute Idee, eine weitere Story in der Old-Man-Logan-Postapokalypse spielen zu lassen. Am Ende gibt es dann noch ein Wiedersehen mit alten Widersachern, die Quill im nächsten Band die Chance bieten könnten, sich für Vergangenes zu rächen. Da bin ich auf jeden Fall gespannt!
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Angekommen auf der Erde geht aber die eigentlich Story actionreich los. Die Erde ist zur Wüste geworden, in dessen Einöde verschiedene Warlords unter Dr. Dooms Führung die kleinen Wüstenstädte und Dörfer terrorisieren. Nur wenige Kämpfen dagegen an. Es fehlt an Heldinnen und Helden. Doch die Guardians sind es nicht gewohnt klein bei zu geben und legen sich sogleich mit der ersten Schlägertruppe an. Schnell spricht sich ihr Auftritt rum und die Jagd auf sie wird auch von erwartungsvollen Unterdrückten beobachtet. Das Leid und der brutale Kampf in der Einöde werden sehr gut in Szene gesetzt. Farblich werden viele Braun- und Grautöne verwendet, die das Setting sehr an Mad Max erinnern lassen. Das ist zwar keine neue Aufmachung, aber das postapokalyptische Wüstensetting ist stimmig dargestellt.
Beim Kampf gegen die Wüstenbanden flammt im Verlaufe des Comics immer mal wieder der Starlord in Peter Quill auf. Er beweist sich mehr und mehr, aber seine Trauer ist nur schwer zu überwinden. Auf emotionaler Ebene gibt es gute Ansätze, die aber teils etwas sehr nach Schema F daherkommen. So erinnern ihn beispielsweise Szenen in der Einöde an seine Familie, die er nicht retten konnte. Reicht das nun für Widergutmachung? Dass sich der Comic überhaupt mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigt, ist lobenswert und ergänzt die Geschichte um eine Ebene über die actionreichen, fast westernartigen Wüstenschießereien hinaus. Etwas vorhersehbar ist das aber teilweise schon.
Richtig gut gefallen mir die verschiedenen Gegenspieler, auf die die Guardians während Zeit auf der Erde treffen. Hier hat man sich kreativ und plausibel am gesamten Marvel-Kosmos bedient. Mal ist es eine Bande, die sich optisch am düsteren Ghost Rider orientiert, mal eine verrücktgewordene Version eines bekannten X-Men. All diese Figuren haben in der neuen, postapokalyptischen Welt eine neue Rolle eingenommen, und die Hintergründe dazu, sind sie auch noch so klein angedeutet, sind sehr interessant.
Fazit Old Man Quill 1 ist ein guter Einstieg in die Old-Man-Quill-Reihe. Einige Storyelemente der „Old-Man-Idee“ sind mittlerweile nicht mehr so frisch und innovativ, wie sie vielleicht am Anfang waren. Dennoch macht die Geschichte insgesamt Spaß, hat auch viele kreative Elemente und Charaktere und es ist eine gute Idee, eine weitere Story in der Old-Man-Logan-Postapokalypse spielen zu lassen. Am Ende gibt es dann noch ein Wiedersehen mit alten Widersachern, die Quill im nächsten Band die Chance bieten könnten, sich für Vergangenes zu rächen. Da bin ich auf jeden Fall gespannt!