Filme - Dokumentarfilm

PETER LINDBERGH - WOMEN'S STORIES

Veröffentlicht am 30.11.-0001
PETER LINDBERGH - WOMEN'S STORIES
PETER LINDBERGH - WOMEN'S STORIESFilme - Dokumentarfilm | mit: Regisseur: Jean Michel Bewertung:★★★★★ Peter Lindbergh wurde im Jahr 1944 geboren und ist ein Modefotograf. Das muss ich unterstreichen, denn seine Aufnahmen zeugen nicht gerade davon, dass er gerade den neusten „H&M“ Katalog bebildert. Nein, seine Werke sind kleine Kunstwerke, denn er lässt die Models in einem anderen Licht erscheinen und wurde so zum Star der Szene. Handlung Die Doku „Peter Lindbergh - Women’s Stories“ schildert die Lebensgeschichte von einem der größten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Regisseur Jean Michel Vecchiet zeigt Einblicke aus der täglichen Arbeit, zeigt aber auch persönliche und emotionale Momente. Die Doku wirft die grundlegende Frage auf, wie und warum man zum Künstler wird? Weg von der Analyse, noch weiter entfernt von jeder Logik, hin zur kreativen Schaffenskraft. Trailer BewertungEinige unter uns werden sich verwundert die Augen reiben, dass es nur eine DVD zu kaufen gibt und keine hochauflösende Blu-ray. Verbuchen wir das als anfänglicher Schönheitsfehler oder den Übergang zur langen Lebensgeschichte von Peter Lindbergh. Wie er zum Modefotograf wurde, es war eher der Zufall. So berichtet zumindest seine Schwester, die wie andere Wegbegleiterinnen, zu Wort kommt. Es sind jene Momente, die tiefer ins Persönliche eintauchen und die Dokumentation zu etwas Besonderen machen.

Vecchiet und Lindbergh kennen sich schon eine lange Zeit. Das ist auf der einen Seite gut, denn die Vertrautheit ist in den Szenen fast schon spürbar. Es ist auch dieses Vertrauensverhältnis, dass wohl einige weitere intime Einblicke erst ermöglicht. Auf der anderen fehlt natürlich eine sachliche Kritik aus der Vogelperspektive. Es entsteht daher so etwas wie eine makelose Figur, die eine Art göttlicher Fotograf ist.

Die Einblicke in die Arbeitswelt von Lindbergh sind aufregend. Es ist nicht ganz so wie bei „Germany’s Next Topmodel“, es ist aufregender. Selbst für Männer, die sonst gar nichts mit Mode am Hut haben. Es sind die Kontraste, die fast magisch anziehend sind, die eine Verbindung herstellen, die nicht gerade einem logischen Plan folgen, sondern eher dem Chaos, der kreativen Schaffenskraft. Dabei wählt Vecchiet ebenfalls Mittel der Extreme, um seinen Freund in Szene zu setzen. Wilde Bildschnipsel werden von einem malerischen Soundtrack umrissen. Fazit „Peter Lindbergh - Women’s Stories“ ist eine gute Dokumentation über einen der besten Fotografen des 20. Jahrhunderts.
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