Comic - Marvel

Peter Parker: Der Spektakuläre Spider-Man 3

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Peter Parker: Der Spektakuläre Spider-Man 3
Peter Parker: Der Spektakuläre Spider-Man 3Comic - Marvel | mit: Story: Sean Ryan u.a., Zeichnungen: Juan Frigeri u.a.Bewertung:★★★★★ Mit Band 3 endet die aktuelle Reihe des „spektakulären Spider-Man“. In dem „Morluns Rache“ betitelten Band entfaltet sich eine eigene Teilgeschichte zum „Spider-Geddon“, der aktuellen Nachfolgerstory zum Spider-Verse. An Storystränge des zweiten Bandes der Reihe knüpft diese Geschichte allerdings so gut wie nicht an, außer, dass J. Jonah Jameson nun Peter Parkers Freund ist und beim Kampf gegen Morlun Mut beweist. Handlung Morlun von den Inheritors ist wiedererwacht und muss sich, wie der Rest seiner Sippe, von den Spinnentotems, den verschiedenen Spider-Men, -women und anderen Spideys, ernähren. Aber er hat es speziell auf den einen bekannten Peter Parker abgesehen. Denn dieser hat ihn einst besiegt und so ist Morlun vor allem auf Rache aus. Der Kampf beginnt also erneut und es sieht zunächst übel für Spider-Man aus. Er wird auf jeden Fall Hilfe benötigen.BewertungFür sich allein gesehen ist der aktuelle Band in Ordnung. Was im Spinnenmultiversum und den damit verbundenen Comics eher zum Problem wird, ist die wenig zusammenhängend wirkende Erzählweise aufeinanderfolgender Bände, sowie die Wiederholung von Themen und Inhalten. Peter Parker: Der Spektakuläre Spider-Man 3 ist eine nette Ergänzung zum Spider-Verse, bzw. Spider-Geddon, weniger jedoch zur tatsächlichen aktuellen Peter-Parker-Reihe. Man könnte fast sagen: „Glück gehabt, dass ich Spider-Geddon zufällig überhaupt gelesen habe.“ Sonst hätte ich vermutlich weit weniger mit der Inheritor-Sidestory anfangen können.
Und dann ist es eben wieder ein Inheritor, einer der Bösewichte, die einem momentan an allen Ecken des Spider-Verse zu begegnen scheinen und die ja schon für „Spider-Geddon“ nur reanimiert wurden. Einerseits ist das wenig originell, andererseits wenn es bei dem einen „Quasi-Sonderband“ bleibt, eine Ergänzung, die zumindest Leserinnen und Lesern des Spider-Geddon vielleicht als Zusatz gefallen könnte. Aber das sollte man dann schon wissen! Augen auf im Multiversum also!
Für sich allein genommen ist die Story cool inszeniert und actionreich umgesetzt. Der Kampf zwischen Peter und Morlun führt die beiden in den Central-Park-Zoo, in eine ungewöhnlichere Kulisse, die die Panels mit Leben füllt. Wo in New York kann sich Spidey schon in Bäumen verstecken? Auch die Unterstützer Miles Morales und J. Jonah Jameson bekommen gelungene Auftritte und können ihren Mut beweisen. Im Mittelpunkt steht aber Peter Parker und seine Kampferfahrung und sein ideenreiches, taktisches Geschick, das es braucht um gegen Morlun zu bestehen.
Am Ende des Bandes stehen wieder kurze Kapitel – in diesem Fall zwei – die nicht direkt mit der eigenetlichen Story zu tun haben. Es sind zwei Rekrutierungsgeschichten für das Spider-Geddon, die auch dort immer ans Ende des Bandes gehängt wurden und zeigen, wie einzelne Spinnen für den Kampf gegen die Inheritors abgeholt werden. Hier beispielsweise Spider-Noir, der von Spider-Man-UK eingesammelt wird und ein klassischerer Spider-Man, den Spider-Punk in seiner Dimension besucht um ihn zu rekrutieren. Hier zeigt sich, wie ich finde, eine schwäche der aktuellen Spidey-Runs: Warum wurden derartige Kurz-Geschichten nicht zu einem Band zusammengefasst und parallel zum Spider-Geddon-Event als Extra veröffentlicht, während Bände anderer Reihen (wie eben hier „Peter Parker: Der Spektakuläre Spider-Man“), wenn sie mit den Inheritors-Story zu tun haben, als Spin-Offs oder Teil dieser Geschichte deutlicher gekennzeichnet werden? In dieser Form ist mir das etwas zu unübersichtlich und den Hauptgeschichten der Peter-Parker-Bände fehlt es dadurch auch teils an Platz sich weiter zu entfalten.
Fazit Die Reihe geht für mich nicht schlecht, aber doch etwas ernüchternd zu Ende. Die Action ist in diesem Band gut inszeniert. Die Story lässt sich auch ohne Kenntnis des Spider-Geddon gut verstehen, aber hat eben doch eher Verknüpfungspunkte zu dem Multiverse-Event, als zu den Vorgängerbänden der eigenen Reihe. Das macht alles etwas konfus und mir ist tatsächlich etwas der Lust auf Spidey vergangen. Ab Januar starten gleich 4 neue Spider-Man-Reihen und ich wüsste nun gar nicht mehr, wo ich ansetzen sollte, um eine zusammenhängende, gute Story geboten zu bekommen.
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