Filme - Horror
Piercing
PiercingFilme - Horror | mit: Christopher Abbot, Mia Wasikowska, Laia CostaBewertung:★★★★★ Nach seinem bedrückenden, wie beeindruckenden Regie-Debüt „The Eyes Of My Mother“, kann der junge Filmemacher Nicolas Pesce ein weiteres Mal überzeugen. „Piercing“ ist dabei nicht nur ein recht ungewöhnlicher Horrorfilm, sondern auch eine faszinierende Verbeugung vor dem Giallo-Genre. Handlung Um seine Mordlust zu besänftigen und so sein Kind zu schützen, mietet der junge Vater Reed ein Hotelzimmer und bestellt sich Prostituierten auf das Zimmer. Doch statt der ausgesuchten Frau, steht plötzlich die sadistische Jackie vor ihm, die einen Strich durch seine mörderischen Pläne macht… Trailer BewertungNicholas Pesce konnte ja bereits mit seinem Erstlingswerk „The Eyes Of My Mother“ einen überdurchschnittlichen Film abliefern. Damals schienen die Inspirationen noch eher die Werke von David Lynch oder Filme wie „Die Teuflischen“ zu sein, aber sein neuester Film spielt aktiv mit der Verwandtschaft zum Giallo-Genre, also den Filmen von (zumeist italienischen) Regisseuren wie Mario Bava, Dario Argento oder Lucio Fulci und das kann sich durchaus sehen lassen.
Als Vorlage für die Geschichte diente ein Roman des japanischen Kult-Autoren Ryū Murakami, den Pesce dann selbst in eine Drehbuchform brachte. Doch neben den tief psychologischen Thriller-Elementen, finden auch immer wieder kleine Spuren von Humor ihren Weg in den Film. Sowohl Hauptdarsteller Christopher Abbott („It Comes At Night“), als auch Hauptdarstellerin Mia Wasikowska („Crimson Peak“) schaffen den Spagat zwischen Gänsehaut und Schmunzeln mit wirklich starken Performances. Auch Laia Costa („Victoria“) weiß in der Rolle von Reeds Frau zu überzeugen.
Insgesamt wirkt Pesces Nachfolger zum düsteren „The Eyes Of My Mother“ ein ganzes Stück lockerer, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren oder an Fahrt zu verlieren. Gerade die späteren Entwicklungen im Laufe des Films zeigen, wie viel Spaß er mit der Inszenierung gehabt haben muss. Dabei legt er sehr viel Wert auf einen visuellen Stil, der sich an den Giallo-Filmen der 70er-Jahre orientiert. Doch auch wenn man diese Bildsprache oder die benutzten Songs nicht erkennt, ist „Piercing“ dennoch ein wirklich teuflisches Stück Horror-Kino und ein weiterer Beweis für das Talent von Nicholas Pesce.
Fazit Auch in seinem zweiten Film schafft es Nicholas Pesce den Fleckenteppich seiner Inspirationen in ein unterhaltsames Werk zu verweben. Doch anders als in seinem Debüt, hat er sichtlich Spaß daran, mit den Erwartungen der Zuschauer zu spielen und einen spannenden, aber überaus unterhaltsamen Psycho-Thriller abzuliefern.
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Als Vorlage für die Geschichte diente ein Roman des japanischen Kult-Autoren Ryū Murakami, den Pesce dann selbst in eine Drehbuchform brachte. Doch neben den tief psychologischen Thriller-Elementen, finden auch immer wieder kleine Spuren von Humor ihren Weg in den Film. Sowohl Hauptdarsteller Christopher Abbott („It Comes At Night“), als auch Hauptdarstellerin Mia Wasikowska („Crimson Peak“) schaffen den Spagat zwischen Gänsehaut und Schmunzeln mit wirklich starken Performances. Auch Laia Costa („Victoria“) weiß in der Rolle von Reeds Frau zu überzeugen.
Insgesamt wirkt Pesces Nachfolger zum düsteren „The Eyes Of My Mother“ ein ganzes Stück lockerer, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren oder an Fahrt zu verlieren. Gerade die späteren Entwicklungen im Laufe des Films zeigen, wie viel Spaß er mit der Inszenierung gehabt haben muss. Dabei legt er sehr viel Wert auf einen visuellen Stil, der sich an den Giallo-Filmen der 70er-Jahre orientiert. Doch auch wenn man diese Bildsprache oder die benutzten Songs nicht erkennt, ist „Piercing“ dennoch ein wirklich teuflisches Stück Horror-Kino und ein weiterer Beweis für das Talent von Nicholas Pesce.
Fazit Auch in seinem zweiten Film schafft es Nicholas Pesce den Fleckenteppich seiner Inspirationen in ein unterhaltsames Werk zu verweben. Doch anders als in seinem Debüt, hat er sichtlich Spaß daran, mit den Erwartungen der Zuschauer zu spielen und einen spannenden, aber überaus unterhaltsamen Psycho-Thriller abzuliefern.