Filme - Horror

Puppet Master - Das tödlichste Reich

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Puppet Master - Das tödlichste Reich
Puppet Master - Das tödlichste ReichFilme - Horror | mit: Thomas Lennon, Michael Paré, Barbara CramptonBewertung:★★★★★ Auch wenn man bis jetzt noch mit keinem Teil der „Puppet Master“-Reihe in Kontakt gekommen ist, kann man mit „Puppet Master: Das tödlichste Reich“ durchaus Spaß haben. Der Splatter-Spaß ist zwar sicherlich kein tiefgründiges Werk, aber weiß mit seiner morbiden Kreativität und zahlreichen Spezialeffekten zu punkten. Handlung Zum 30. Jahrestag der Toulon-Morde versammeln sich Sammler zu einer Convention um diverse Puppen zu versteigern und den Morden zu gedenken. Doch die Geschichte wiederholt sich und die Puppen erwachen ein weiteres Mal zum Leben und machen Jagd auf die Besucher der Convention. Trailer BewertungAuch wenn Horror-Ikonen wie Michael Myers, Jason Voorhees oder Chucky für das Mainstream-Publikum deutlich wiedererkennbar als Blade und die anderen Puppen, haben sich die eigentlichen Protagonisten der „Puppet Master“-Reihe zu ganz eigenen Kultfiguren entwickelt. In über zehn Teilen erzählt die Reihe von André Toulon und seinen zum Leben erweckten Puppen, die mal gegen Nazis kämpfen und dann wieder Unschuldige abmurksen. Die Filme sind dabei zwar eigentlich durchweg unterhaltsam, aber leider nur selten handelt es sich dabei um gewollte Komik. Umso überraschender ist es, dass der neueste Ableger der Reihe – „Puppet Master: Das tödlichste Reich“ – nicht nur mit wirklich starken Effekten, sondern auch wirklich gut gespielten Charakteren daherkommt.

Gut, oscarverdächtig ist hier sicherlich auch keiner der Darstellerinnen und Darstellern, aber verglichen mit den restlichen Teilen der Reihe, wirkt die schauspielerische Leistung außergewöhnlich gut. Zum einen liegt das am guten Casting, denn mit Udo Kier, Thomas Lennon, Barbara Crampton, Michael Paré und Nelson Franklin sind hier gleich mehrere bekannte Gesichter zu sehen, was schon mal einen enormen Vorteil gegenüber den alten Teilen darstellt, die größtenteils mit unbekannteren Schauspielern besetzt waren. Der andere große Faktor ist das Drehbuch von „Bone Tomahawk“-Autor S. Craig Zahler, der mit allerlei fiesen Ideen und schönen Charakter-Momenten dafür sorgt, dass der Film neben Teil 3 der beste Film der Reihe ist.

Allerdings sollte hier definitiv erwähnt werden, dass der Film wirklich fies ist. Nicht nur präsentiert das Regie-Duo Tommy Wiklund und Sonny Laguna gleiche mehrere der wohl blutigsten Kills der jüngeren Kinogeschichte, sondern machen dabei auch vor den „guten Charakteren“ nicht Halt. So sorgt der Film neben einigen Lachern über wirklich übertriebene Gewaltdarstellung auch für ein paar wirklich rührende Momente, die ich so, in einem „Puppet Master“-Film, nicht erwartet habe.

Man muss keinen Film der Reihe gesehen haben, um Freude am zwölften Teil der Reihe zu haben, auch wenn das Wiedersehen mit Blade und Co. nochmal deutlich besser funktioniert, wenn man zumindest teilweise mit den vorherigen Filmen vertraut ist. Dennoch steht „Puppet Master – Das tödlichste Reich“ auch für sich allein als gut getrickster Splatterspaß mit allerlei kreativen, wenngleich übertriebenen Ideen. Fazit Der zwölfte Teil der „Puppet Master“-Reihe schafft es mit bekannten Cast, einem guten Drehbuch und kreativen Spezialeffekten wenn nicht zum besten Film der Reihe, dann zumindest zum besten Ableger seit über 25 Jahren zu werden. Ob man Gefallen am Film findet, liegt wohl an der eigenen Toleranz gegenüber blutigen Splattereffekten und allerlei unterhaltsamen, aber unsinnigen Szenen. Nichtsdestotrotz verstehen sich Tommy Wiklund und Sonny Laguna wirklich ausgezeichnet darauf, den Spirit der Reihe einzufangen und ins Jahr 2019 zu übertragen.
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