Filme - Action

Rambo: Last Blood

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Rambo: Last Blood
Rambo: Last BloodFilme - Action | mit: Sylvester Stallone, Adrana Barraza, Yvette MonrealBewertung:★★★★★ Sylvester Stallone dachte sich, dass es mit Rambo noch nicht zu Ende sein kann. Er muss unbedingt noch eine Geschichte erzählen. Dabei war das Ende von „John Rambo“ doch perfekt. Aber na gut, einen „Rambo“ sehe ich mir immer gerne an, der Kultstatus verpflichtet. „Last Blood“ ist jedoch der Streifen, der die Reihe abwertet und an dem Mythos nagt. Handlung John Rambo (Sylvester Stallone) lebt zusammen mit seiner Haushälterin (Adrana Barraza)und seiner Nichte Gabrielle (Yvette Monreal) auf der Farm seiner Eltern. Gabrielle hat ihre Mutter an den Krebs verloren und ihr Vater hat sie verlassen. Als er von einer Freundin in Mexiko ausfindig gemacht wird, reist sie zu ihm und will ihn zur Rede stellen, doch sie wird verraten und gerät in die Hände von Menschenhändlern. John begibt sich auf die Suche nach ihr und legt sich mit einem ganzen Kartel an.BewertungRambo ist einer der großen Action-Figuren für viele Generationen. Stallone hat mit John Rambo seine Geschichte eigentlich zu Ende gebracht, doch anscheinend hat es ihn noch einmal gejuckt, einen weiteren Teil abzudrehen. Dass die Sache nach hinten losging, ist unbestritten. Was bei Rocky noch funktionierte, weil Stallone eine neue Hauptfigur installierte, funktioniert bei „Rambo“ nicht mehr.

Fangen wir mit der Handlung an sich an. Sie bietet einfach nichts neues. Es ist einfach 08/15. Mädchen wird entführt, der Held warnt sie vorher, er will sie befreien und dann übt er Rache an den Peinigern. Das Thema mit den mexikanischen Kartellen – zugegeben es sind diesmal keine Drogen im Spiel – wiederholt sich ebenfalls. Dabei hat der Plot durchaus Gelegenheit emotional zu werden. Selbst in seiner dunkelsten Stunde oder in den Schicksalsmomenten bleibt der nötige Tiefgang dem Zuschauer verwehrt. Lediglich die Situation für sich, also unabhängig vom Film, ist mies und könnte noch so etwas wie Entsetzen auslösen. Doch selbst diese Momente sind banal, berühren einen kaum. Schade, da wäre durchaus viel mehr drin gewesen.

Im Grunde beginnt es schon in den ersten Szenen. Dieses gewisse Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Es sind die computeranimierten Wasserströmungen die aufs Gemüt schlagen. Ja, sie sind irgendwie eine Anspielung auf den ersten Teil, als John alleine im Wald war, doch es stimmte alles nicht. Erst die Flut und dann sieht das Publikum tagelang kein Regen und eher eine große Dürre in Arizona, im Süden der USA.

Die Höhepunkte sind die wenigen Einstellungen, in denen es um die Figur John Rambo geht. Ein gebrochener Mann, vom Krieg gezeichnet. Aber diese Szenen sind rar und hätten einfach mehr mit in die Story eingebaut werden müssen. Von daher verpuffte deren Effekt sehr schnell. So bleibt der Rückblick auf alle Teile im Grunde das Highlight des Films. Was ein wenig entschädigt ist der Abschlusskampf an sich. Dieser ist brutal gehalten. Leider ist er ziemlich hastig dargestellt, sodass auch das große Finale nicht über die Bewertung durchschnittlich hinauskommt.

Der Cast war okay. Yvette Monreal kam jung und naiv rüber, genau das, was die Rolle von ihr verlangt. Stallone war nicht mehr der Rambo, den wir noch aus „John Rambo“ kannten. Wirkte in meinen Augen total blass und die typischen Rambonarben waren auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Das Rambo Rambo ist, konnten wir zum Schluss erkennen, als er noch einmal seinen Flitzebogen in die Hand nahm und damit tötete. Aber es gibt noch so viele Fragezeichen. Wie zum Beispiel die Tunnel. Klar, für die Abschlussschlacht war es ja ganz nett, aber warum zum Teufel unterhüllt man sein komplettes Grundstück damit? Vorahnung oder doch ein Trauma aus Vietnam? Und warum finden es junge Leute so toll sich in diesen aufzuhalten? Fazit „Rambo: Last Blood“ ist brutal, kommt ohne emotionale Tiefe aus und kann sein Stammpublikum nicht überzeugen.
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