Filme - Drama
Ramen Shop
Ramen ShopFilme - Drama | mit: Regisseur: Eric Khoo; Darsteller: Takumi Saito, Jeanette AwBewertung:★★★★★ Ein Disclaimer vorweg: Guckt diesen Film nicht, wenn ihr nichts gegessen habt! Aber auch mit vollem Magen kann man nicht anders, als bei dem tollen Essen, das hier präsentiert wird, Hunger zu bekommen...
Handlung Der junge Masato arbeitet im Ramen Shop seines Vaters, einen gefühlskalten Mann, der sich nicht besonders für seinen Sohn interessiert. Als er unerwartet verstirbt, versetzt dies Masato zurück in seine Kindheit. Beim Stöbern im Zimmer seines Vaters findet Masato einen Koffer mit Familienfotos und das Tagebuch seiner verstorbenen Mutter. Angetrieben von dem Wunsch, mehr über die Lebens- und Liebesgeschichte seiner Eltern zu erfahren, fährt er in das Heimatland seiner Mutter und dem Ort, in dem er seine Kindheit verbracht hat: Singapur. Miki, eine Food-Bloggerin, mit der Masato online in engem kulinarischen Austausch steht, hilft ihm vor Ort, nach seinen Verwandten zu suchen. Dabei taucht Masato in eine Reise in die Geschichte und kulinarische Tradition Singapurs.
Trailer BewertungIm ersten Moment war ich wenig angetan von Ramen Shop. Der Teil der Geschichte, der in Japan spielt, ist sehr abgehackt und schnell erzählt und ich habe nur sehr schwer den Zugang zum Film gefunden. Ich habe nicht verstanden, wie die Figuren genau zueinander stehen, vor allem die Vater-Sohn-Beziehung ist am Anfang meiner Meinung nach etwas zu hölzern gespielt. Aber ab dem Zeitpunkt, an dem Masato nach Singapur reist, nimmt der Film an Fahrt auf, sowohl was die Geschichte und das Familiendrama, als auch das Kochen angeht.
Die Geschichte von Ramen Shop ist wirklich sehr simpel: Ein junger Mann will sich mit seiner Familiengeschichte auseinandersetzen. In diesem Film funktioniert das über das Essen und Kochen, was meiner Meinung nach sehr gut funktioniert. Denn ein wichtiger Teil der Geschichte ist, dass Masato viele seiner Kindheitserinnerungen mit Essen verbindet. Die Erinnerung an das gemeinsame Kochen mit seiner Mutter treibt ihn bei der Suche nach seinen Verwandten; die Rippchensuppe seines Onkels dient ihm als Orientierung, um diesen in Singapur zu finden; die Beziehung zu seiner Großmutter wird durch ein selbstgekochtes Gericht erst möglich. Dadurch wirkt Ramen Shop weniger wie eine kulinarische Doku, denn das Essen spielt eine wichtige Rolle und verbindet die verschiedenen Figuren miteinander.
Insgesamt ist Ramen Shop ein sehr ruhiger Film und das Tempo ist langsam. Masato verbringt nicht nur viel Zeit damit, die vielen unterschiedlichen Gerichte zu kosten, er redet auch sehr viel mit den Leuten – und das sehr ausführlich. Dabei ist es nicht immer ganz klar, was der Auslöser der Dialoge ist. Obwohl er eigentlich wie ein in sich gekehrter Mensch wirkt, schüttet Masato sein Herz seiner Internetbekanntschaft Miki aus, und diese macht es genauso. Warum sie sich über sehr intime Gedanken austauschen, obwohl sie sich gerade erst kennengelernt haben, habe ich nicht ganz verstanden.
Was für mich aber sehr viel Sinn gemacht hat, ist, dass Masato nicht nur durch die Sprache mit den Menschen sich austauscht. Vor allem nicht mit seiner Großmutter, die nur Mandarin spricht. Ihre gemeinsame Szene am Ende des Films, in denen die beiden zusamen einkaufen gehen und ein Rezept aus dem Tagebuch von Masatos Mutter nachkochen, ist meiner Meinung nach eine der eindringlichsten und emotionalsten Szenen des gesamten Films.
Fazit Mir hat Ramen Shop viel besser gefallen, als ich es erwartet habe. Für mich hat die Art und Weise, wie Essen und Kochen mit der Versöhnung innerhalb der Familie verwoben wird, unglaublich gut funktioniert. Nur der holprige Start und dass ich die Motivationen der Figuren nicht immer nachvollziehen konnte, sind kleine Minuspunkte. Eine Anmerkung zur Sprache: Die DVD zu Ramen Shop beinhaltet nur die Originalversion, also wer Probleme mit Untertitel hat, wird nicht allzu viel Freude mit dem Film haben.
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Handlung Der junge Masato arbeitet im Ramen Shop seines Vaters, einen gefühlskalten Mann, der sich nicht besonders für seinen Sohn interessiert. Als er unerwartet verstirbt, versetzt dies Masato zurück in seine Kindheit. Beim Stöbern im Zimmer seines Vaters findet Masato einen Koffer mit Familienfotos und das Tagebuch seiner verstorbenen Mutter. Angetrieben von dem Wunsch, mehr über die Lebens- und Liebesgeschichte seiner Eltern zu erfahren, fährt er in das Heimatland seiner Mutter und dem Ort, in dem er seine Kindheit verbracht hat: Singapur. Miki, eine Food-Bloggerin, mit der Masato online in engem kulinarischen Austausch steht, hilft ihm vor Ort, nach seinen Verwandten zu suchen. Dabei taucht Masato in eine Reise in die Geschichte und kulinarische Tradition Singapurs.
Trailer BewertungIm ersten Moment war ich wenig angetan von Ramen Shop. Der Teil der Geschichte, der in Japan spielt, ist sehr abgehackt und schnell erzählt und ich habe nur sehr schwer den Zugang zum Film gefunden. Ich habe nicht verstanden, wie die Figuren genau zueinander stehen, vor allem die Vater-Sohn-Beziehung ist am Anfang meiner Meinung nach etwas zu hölzern gespielt. Aber ab dem Zeitpunkt, an dem Masato nach Singapur reist, nimmt der Film an Fahrt auf, sowohl was die Geschichte und das Familiendrama, als auch das Kochen angeht.
Die Geschichte von Ramen Shop ist wirklich sehr simpel: Ein junger Mann will sich mit seiner Familiengeschichte auseinandersetzen. In diesem Film funktioniert das über das Essen und Kochen, was meiner Meinung nach sehr gut funktioniert. Denn ein wichtiger Teil der Geschichte ist, dass Masato viele seiner Kindheitserinnerungen mit Essen verbindet. Die Erinnerung an das gemeinsame Kochen mit seiner Mutter treibt ihn bei der Suche nach seinen Verwandten; die Rippchensuppe seines Onkels dient ihm als Orientierung, um diesen in Singapur zu finden; die Beziehung zu seiner Großmutter wird durch ein selbstgekochtes Gericht erst möglich. Dadurch wirkt Ramen Shop weniger wie eine kulinarische Doku, denn das Essen spielt eine wichtige Rolle und verbindet die verschiedenen Figuren miteinander.
Insgesamt ist Ramen Shop ein sehr ruhiger Film und das Tempo ist langsam. Masato verbringt nicht nur viel Zeit damit, die vielen unterschiedlichen Gerichte zu kosten, er redet auch sehr viel mit den Leuten – und das sehr ausführlich. Dabei ist es nicht immer ganz klar, was der Auslöser der Dialoge ist. Obwohl er eigentlich wie ein in sich gekehrter Mensch wirkt, schüttet Masato sein Herz seiner Internetbekanntschaft Miki aus, und diese macht es genauso. Warum sie sich über sehr intime Gedanken austauschen, obwohl sie sich gerade erst kennengelernt haben, habe ich nicht ganz verstanden.
Was für mich aber sehr viel Sinn gemacht hat, ist, dass Masato nicht nur durch die Sprache mit den Menschen sich austauscht. Vor allem nicht mit seiner Großmutter, die nur Mandarin spricht. Ihre gemeinsame Szene am Ende des Films, in denen die beiden zusamen einkaufen gehen und ein Rezept aus dem Tagebuch von Masatos Mutter nachkochen, ist meiner Meinung nach eine der eindringlichsten und emotionalsten Szenen des gesamten Films.
Fazit Mir hat Ramen Shop viel besser gefallen, als ich es erwartet habe. Für mich hat die Art und Weise, wie Essen und Kochen mit der Versöhnung innerhalb der Familie verwoben wird, unglaublich gut funktioniert. Nur der holprige Start und dass ich die Motivationen der Figuren nicht immer nachvollziehen konnte, sind kleine Minuspunkte. Eine Anmerkung zur Sprache: Die DVD zu Ramen Shop beinhaltet nur die Originalversion, also wer Probleme mit Untertitel hat, wird nicht allzu viel Freude mit dem Film haben.