Comic - Drama
Requiem
Requiem Comic - Drama | mit: Albert MitringerBewertung:★★★★★ Zeichner und Autor Albert Mitringer hat nach „LILA“ seinen zweiten Comic veröffentlicht. Dabei hat er die Seitenzahl verdoppelt. Wer nun denkt, dass er bald ein weiteres Comic in den Handel bringt, das wiederum doppelt so viele Seiten hat, der hat sich allerdings in den Finger geschnitten, denn zur Zeit arbeitet der Schweizer und seine Freunde an einem Videospiel. Mal was ganz anderes, aber auch auf das Projekt kann man sich bestimmt freuen. „Requiem“ präsentiert uns eine gute, traditionelle Heldenstory mit gutem Oldschool-Fantasy. Handlung In einer trostlosen, toten Welt, bevölkert von Dämonen und Monstern, sucht ein gefallener Krieger nach seiner letzten Ruhestätte. Eine vorbeiziehende gemeine Wanderkrähe erweckt in dem Verstorbenen eine ferne Erinnerung an sein verflossenes menschliches Dasein. Beseelt vom Bedürfnis, mehr über sich selbst zu erfahren, folgt er dem Flug der Krähe durch die garstigen und gefährlichen Totenlande. Es liegt eine lange Reise vor ihm, aber mit jedem Schritt werden ihm Bruchstücke aus seiner früheren Existenz bewusst. Doch ein streitsüchtiger Ziegendämon hat sich an seine Versen geheftet, fest entschlossen, den Suchenden zum Duell herauszufordern.Bewertung„Requiem“ beweist, dass selbst die älteste Story der Welt in der eine millionsten Neuauflage noch immer funktionieren kann. Mitringer schickt uns auf eine Reise, die uns mit dem Tod konfrontiert, diesen ernst und humorvoll näher bringt. Der Held der Geschichte muss dabei herausfinden, wer er war, was er gemacht hat. Da wird der Bogen direkt an den Leser geschlagen, denn wir alle können uns mit Sicherheit an Dinge erinnern, die wir gut und schlecht gemacht hätten. Einige unserer Handlungen hätten wir sicherlich gerne wieder rückgängig gemacht. Der verstorbene Ritter steht vor dem gleichen Dilemma, stets in der Hoffnung, dass er - für seine Zeit angemessen - ein großer Krieger war, der sich eindrucksvoll in die Schlacht geworfen hat.
Ernste Passagen, die sogar nachdenklich machen, geben sich die Klinke in die Hand mit dem tollen Humor, der alles einfach und locker macht und auf der Metaebene platziert ist. Trotz der Gefahren, der Handlungen und gerade wegen der bewegenden Vergangenheit, wird die Hauptfigur unglaublich sympathisch und es fällt leicht den obligatorischen Weg mitzugehen. Dieser ist natürlich irgendwie klischeehaft, stereotypisch abgehandelt. Wir kennen es, doch „Requiem“ wird einfach nicht langweilig, im Gegenteil, es entwickelt sich eine großartige Stimmung.
Optisch irgendwie genial. Zwar habe ich einige Hintergrundzeichnungen schon mal im Kunstunterricht selbst gemalt, was ich aber nicht spöttisch meine, doch die Gesamtheit der Panels haben mich in ihren Bann gezogen. Das klassische Schwarz/Weiß tat sein Übriges zum Erfolg bei. „Requiem“ erscheint beim Independent-Verlag „Zwerchfell“, der uns ein wundervolles Hardcover spendiert. Fazit „Requiem“ ist eine überraschend gute Fantasy-Helden-Story die mich überzeugt hat.
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Ernste Passagen, die sogar nachdenklich machen, geben sich die Klinke in die Hand mit dem tollen Humor, der alles einfach und locker macht und auf der Metaebene platziert ist. Trotz der Gefahren, der Handlungen und gerade wegen der bewegenden Vergangenheit, wird die Hauptfigur unglaublich sympathisch und es fällt leicht den obligatorischen Weg mitzugehen. Dieser ist natürlich irgendwie klischeehaft, stereotypisch abgehandelt. Wir kennen es, doch „Requiem“ wird einfach nicht langweilig, im Gegenteil, es entwickelt sich eine großartige Stimmung.
Optisch irgendwie genial. Zwar habe ich einige Hintergrundzeichnungen schon mal im Kunstunterricht selbst gemalt, was ich aber nicht spöttisch meine, doch die Gesamtheit der Panels haben mich in ihren Bann gezogen. Das klassische Schwarz/Weiß tat sein Übriges zum Erfolg bei. „Requiem“ erscheint beim Independent-Verlag „Zwerchfell“, der uns ein wundervolles Hardcover spendiert. Fazit „Requiem“ ist eine überraschend gute Fantasy-Helden-Story die mich überzeugt hat.