Rezension

Reservoir Dogs - Wilde Hunde

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Reservoir Dogs - Wilde Hunde
Reservoir Dogs - Wilde HundeFilme - Thriller | mit: Harvey Keitel, Tim Roth, Michael Madsen, Steve BuscemiBewertung:★★★★★ "Reservoir Dogs - Wilde Hunde" ist der erste Film von Quentin Tarantino. Er sollte zu einem der besten Low-Budget-Gangsterfilme aller Zeiten werden. Handlung Eine Gruppe von sechs Gangstern, die sich untereinander nicht kennen (Harvey Keitel als Mr. White, Tim Roth als Mr. Orange, Michael Madsen als Mr. Blonde, Steve Buscemi als Mr. Pink, Edward Bunker als Mr. Blue und Quentin Tarantino als Mr. Brown) werden beauftragt, einen Diamantenraub durchzuführen. Vollkommen überraschend erscheint die Polizei frühzeitig und es entwickelt sich eine wüste Schießerei, die nicht alle überleben. Die restlichen Überlebenden treffen sich, wie geplant, in einer Lagerhalle, schnell beschuldigen sie sich gegenseitig. Nach und nach eskaliert die Situation immer mehr. Sie kommen zu dem Schluss das es einen Spitzel in ihren Reihen geben muss, die Frage lautet nur, wer könnte das sein? Trailer BewertungMit gerade einmal 1,2 Millionen US-Dollar finanzierte Tarantino diesen Gangsterfilm und debütierte mit ihm 1992, auf dem Sundance-Filmfestival. Er sollte schnell zu einem gefeierten Hit werden. Die Geschichte ist kammerspielartig aufgebaut, da sie zu einem Großteil in einer Lagerhalle spielt. Es wirkt wie ein Theaterstück und die Lagerhalle ist die Theaterbühne. Eine ungewöhnliche Erzählstruktur, mit bissigen Dialogen und einer nicht-linearen Geschichte, sorgte für Furore und ebnete den Weg zu einer Karriere, die Tarantino schon in jungen Jahren zu einem Kultregisseur machte. Die Eröffnungsszene, wo sich die acht Gangster beim Frühstück über Madonnas Song "Like a Virgin" und dem Sinn von Trinkgeldern unterhalten, zeigte früh dass Tarantino schon als sehr junger und unerfahrener Regisseur, ein Gespür für Dialog und Kameraarbeit besitzt. Hier sollten Fans, sowohl wie Kritiker etwas ganz besonderes geliefert bekommen. Nach dem Start und dem Vorspann bekommen wir nicht den Überfall zu sehen, sondern die Nachwirkungen.
Über die Story muss ich nach fast 28 Jahren nicht mehr viel sagen, sie sollte jedem Filmfan bekannt sein - wenn ihr "Reservoir Dogs" noch nie gesehen habt, schämt euch. Im Grunde handelt die Geschichte von Freundschaft, Vertrauen und Loyalität, die immer wieder unterbrochen wird von Tarantino-typischen Gewaltexzessen.
Harvey Keitel und co. spielen ihre Rollen durchgehend überzeugend.
Ein kleiner Fun-Fact nebenbei, Edward Bunker der den Mr. Blue spielt, war in seinem richtigen Leben selbst einmal Bankräuber. Er wurde später Autor und Schauspieler und konnte somit mit seiner kriminellen Vergangenheit abschließen. Fazit "Reservoir Dogs - Wilde Hunde" ist ein kleines, aber feines Meisterwerk, trotz seines kleinen Budgets, konnte Tarantino fernab von allen filmischen Konventionen einen Kultstreifen abliefern, der auch nach fast 28 Jahren nichts von seinem Charme und seiner Raffinesse verloren hat.
Für mich ist "Reservoir Dogs" eine Filmperle, die man so leider heutzutage nicht mehr geliefert bekommt -ausser natürlich von Quentin selbst.
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