Filme - Filmbiografie
Rocketman
RocketmanFilme - Filmbiografie | mit: Regisseur: Dexter Fletcher; Darsteller: Taron Egerton, Jamie BellBewertung:★★★★★ Obwohl ich noch nie ein großer Fan von Elton John war, hat mich der erste Trailer zu Rocketman echt neugierig gemacht. Die Mischung aus Musical, Biopic und fantastischen Elementen – alles, was ich gerne auf der großen Leinwand sehe, in einem Film zusammengepatscht. Aber konnte der Film das liefern, was ich erwartet hatte? Handlung Elton John – seine Musik hat über Generationen hinweg viele Menschen berührt. Und auch wenn man ihn heutzutage als älteren Mann mit abstrusen Kostümen und einem Faible für verrückte Brillen kennt, war er ein Rock’n’Roll Superstar. Im Biopic Rocketman lernt man Elton als kleinen Reginald Dwight kennen, der leidenschaftlich gerne Rockmusik hört und noch leidenschaftlicher Klavier spielt. Der Film begleitet ihn von seinen ersten kleinen Konzerten, über seine erste Begegnung mit dem Texter Bernie Taupin bis hin zum explosionsartigen Erfolg – und die genauso explosiven Exzessen. Trailer BewertungIch habe den Film von der ersten Szene an geliebt. Die Mischung aus realistischem Biopic und traumartigen Musical-Szenen haben für mich voll ins Schwarze getroffen. Noch dazu die Art und Weise, wie die Songs von Elton John eingearbeitet wurden – teilweise hatte ich das Gefühl, dass diese Songs einfach nur auf diesen Film gewartet haben. Etwa Saturday Night’s Alright For Fighting, der unglaublich gut dazu passt, den Zeitsprung vom kindlichen zum noch nicht ganz erwachsenen Reginald, der aber bereits den ersten Schritt in Richtung Rock’n’Roll Lifestyle macht, zu zeigen. Aber auch die ruhigeren Songs haben Platz im sehr bunten und schnellen Film. Wie I Want Love als mehrstimmige Version, in denen Reginald, seine Eltern und seine Großmutter ihre Wünsche offenbaren. Oder Your Song, ganz einfach am Klavier im Haus seiner Mutter gespielt, der das geballte Genie von Elton John und Bernie Taupin zeigt.
Weil Rocketman so nah dran an einem anderen Biopic eines berühmten Rockstars erschienen ist, kann man einfach nicht anders, als die beiden ein bisschen miteinander zu vergleichen (vor allem, weil Rocketman-Regisseur Dexter Fletcher auch bei Bohemian Rhapsody kurz vor Schluss auf den Regiestuhl Platz genommen hat). Beide Filme wurden in sehr enger Zusammenarbeit mit den Musikern produziert, die porträtiert werden. Aber während Bohemian Rhapsody sehr zahm daherkommt, sowohl was die Drogeneskapaden, aber auch Freddy Mercurys Sexualität angeht, wollte Elton John nichts beschönigt haben. Das hat unter anderem auch zu einer der verrücktesten Szenen im Film geführt, in der eine riesige Tanz-Orgie zu den Klängen von Bennie and The Jets gezeigt wird. Oder zu meiner absoluten Lieblingsszenen: Bei einem Selbstmordversuch fällt Elton John in den Pool, sieht sein junges Ich in einem Astronautenkostüm und zusammen singen sie Rocket Man. Es ist eine sehr bedrückende, großartig choreografierte Szene, die sich in mein Gedächtnis für immer eingebrannt hat.
Genauso wie ich vor dem Film keine richtige Beziehung mit der Musik von Elton John hatte, war mir auch der Hauptdarsteller Taron Egerton mehr oder weniger egal. Ich bin kein großer Fan der Kingsman-Filme, aber nachdem ich Rocketman geguckt habe, musste ich beide sofort gucken. Egerton hat mich total überzeugt in der Rolle des extravaganten Musikers, sowohl die Mimik und Gestik, aber auch die musikalische Seite hat total gestimmt. Obwohl er nicht genau wie Elton John klingt, hat er doch das Wesen seiner Stimme getroffen, sowohl was die ruhigen Lieder als auch die Rockigeren angeht.
Aber nicht nur Egerton, sondern der gesamte Cast hat eine unglaubliche Leistung geliefert. Jamie Bell als Bernie Taupin, Richard Madden als Elton Johns Manager und Lover John Reid oder Bryce Dallas Howard als Elton Johns Mutter – sie alle haben sich die Seele aus dem Leib gespielt und gesungen.
Nur das Tempo war hier und da etwas zu schnell. Während etwa in der oben genannten „Saturday Night’s Alright For Fighting“-Szene das schnelle Tempo gut gepasst hat, ist das schnelle Abhandeln seiner Beziehung mit der Tontechnikerin Renate Blauel – mit der Elton John immerhin vier Jahre lang verheiratet war – doch sehr schade.
Fazit Trotz kleiner Schwächen beim Erzähltempo ist Rocketman einer meiner Lieblingsfilme 2019. Die Mischung aus Biopic und Musical – vor allem die verrückten, traumartigen Musical-Sequenzen – haben mich voll und ganz überzeugt. Ich konnte, sowohl nachdem ich den Film in Kino als jetzt zuhause, den Soundtrack zu Rocketman einfach nicht ausschalten!
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Weil Rocketman so nah dran an einem anderen Biopic eines berühmten Rockstars erschienen ist, kann man einfach nicht anders, als die beiden ein bisschen miteinander zu vergleichen (vor allem, weil Rocketman-Regisseur Dexter Fletcher auch bei Bohemian Rhapsody kurz vor Schluss auf den Regiestuhl Platz genommen hat). Beide Filme wurden in sehr enger Zusammenarbeit mit den Musikern produziert, die porträtiert werden. Aber während Bohemian Rhapsody sehr zahm daherkommt, sowohl was die Drogeneskapaden, aber auch Freddy Mercurys Sexualität angeht, wollte Elton John nichts beschönigt haben. Das hat unter anderem auch zu einer der verrücktesten Szenen im Film geführt, in der eine riesige Tanz-Orgie zu den Klängen von Bennie and The Jets gezeigt wird. Oder zu meiner absoluten Lieblingsszenen: Bei einem Selbstmordversuch fällt Elton John in den Pool, sieht sein junges Ich in einem Astronautenkostüm und zusammen singen sie Rocket Man. Es ist eine sehr bedrückende, großartig choreografierte Szene, die sich in mein Gedächtnis für immer eingebrannt hat.
Genauso wie ich vor dem Film keine richtige Beziehung mit der Musik von Elton John hatte, war mir auch der Hauptdarsteller Taron Egerton mehr oder weniger egal. Ich bin kein großer Fan der Kingsman-Filme, aber nachdem ich Rocketman geguckt habe, musste ich beide sofort gucken. Egerton hat mich total überzeugt in der Rolle des extravaganten Musikers, sowohl die Mimik und Gestik, aber auch die musikalische Seite hat total gestimmt. Obwohl er nicht genau wie Elton John klingt, hat er doch das Wesen seiner Stimme getroffen, sowohl was die ruhigen Lieder als auch die Rockigeren angeht.
Aber nicht nur Egerton, sondern der gesamte Cast hat eine unglaubliche Leistung geliefert. Jamie Bell als Bernie Taupin, Richard Madden als Elton Johns Manager und Lover John Reid oder Bryce Dallas Howard als Elton Johns Mutter – sie alle haben sich die Seele aus dem Leib gespielt und gesungen.
Nur das Tempo war hier und da etwas zu schnell. Während etwa in der oben genannten „Saturday Night’s Alright For Fighting“-Szene das schnelle Tempo gut gepasst hat, ist das schnelle Abhandeln seiner Beziehung mit der Tontechnikerin Renate Blauel – mit der Elton John immerhin vier Jahre lang verheiratet war – doch sehr schade.
Fazit Trotz kleiner Schwächen beim Erzähltempo ist Rocketman einer meiner Lieblingsfilme 2019. Die Mischung aus Biopic und Musical – vor allem die verrückten, traumartigen Musical-Sequenzen – haben mich voll und ganz überzeugt. Ich konnte, sowohl nachdem ich den Film in Kino als jetzt zuhause, den Soundtrack zu Rocketman einfach nicht ausschalten!