Filme - Science Fiction

Running Man

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Running Man
Running ManFilme - Science Fiction | mit: von: Paul Michael Glaser; mit: Arnold Schwarzenegger, Maria Conchita AlonsoBewertung:★★★★★ Wie wird die Welt in der weit entfernten Zukunft aussehen? Dieser Frage geht das Science-Fiction-Genre gerne auf den Grund. In den 1970er oder 80er Jahre spielten viele Filme des Genres um das weit entfernte Jahrzehnt der 2010er. „Blade Runner“ hat uns das Los Angeles im Jahr 2019 gezeigt, in Rollerball gibt es 2018 keine Nationen mehr, sondern nur ein Konglomerat globaler Konzerne. Ich meine, es sind noch ein paar Tage 2018 übrig, wer weiß, was werden wird… Was aber nicht mehr wird, ist das Jahr 2017, wie es im Film „Running Man“ dargestellt wird. Handlung Die Weltwirtschaft ist zusammengebrochen und die Ressourcen – Wasser, Nahrungsmittel, Öl usw. – sind knapp. Die USA wurde abgelöst von einem Polizeistaat, der in militärische Zonen aufgeteilt wurde und mit eiserner Hand beherrscht wird. Das Fernsehen wird vom Staat kontrolliert und die beliebteste Sendung heißt „Running Man“, in der verurteilte Verbrecher um ihre Freiheit kämpfen können. Kann Arnie diese Show überleben? Trailer BewertungJa, kann er. Und zwar mit der Kraft seiner Muckies und mit schlechten Sprüchen. Ich kann schon verstehen, warum „Running Man“ ein Klassiker des Sci-Fi-Genres geworden ist. Die Effekte sind zwar nicht so gut gealtert und das angeblich weite Areal, in dem die Running Men überleben müssen, wirkt eher wie eine kleine Lagerhalle. Dennoch ist die dystopische Welt interessant, die Geschichte spannend erzählt und die Kostüme wunderbar trashig. Es ist sehr lustig zu sehen, wie die Macher des Films das 30 Jahre entfernte 2017 aussehen lassen. Zwar haben sie Technologien wie das „Smart Home“ schon damals erahnt, dennoch scheint die Mode für sie damals so außerordentlich fabelhaft gewesen zu sein, dass sie nicht darüber nachgedacht haben, dass diese sich auch weiterentwickeln würde. Deswegen tragen die Menschen in der dystopischen Zukunftsvision von „Running Man“ noch immer grelle Farben, Schulterpolster und mit Haarspray hochgestylte Haare – Moment, vielleicht haben sie doch die Mode der Zukunft vorhergesehen (ha ha)! Was die Macher auch für zeitlos gehalten haben, waren Aerobic-Fernsehsendungen und klobige Bildschirme. Diese ganzen (aus heutiger Sicht betrachteten) falschen Details, wie die Zukunft 2017 aussehen könnte, machen den Film zu einem großen Spaß. Was mir weniger Spaß bereitet hat, ist die schauspielerische Leistung des Arnold Schwarzeneggers. Obwohl er ja dafür bekannt ist – vor allem in der Originalversion seiner Filme – nicht der Beste darin zu sein, seine Sprechparts brillant zu liefern, musste ich sehr oft unfreiwillig lachen, wenn er gesprochen hat. Vor allem die auf Papier schlauen und schlagfertigen Sprüchen wurden durch seine Performance in platte Witze umgewandelt. Das Schlimmste ist aber, wenn die Kamera sehr nah an ihm dran ist und er Emotionen darstellen soll. Wut, Angst oder Freude werden da lediglich durch seinen Tonfall vermittelt, doch seine Augen bleiben furchtbar leer.
Doch genug Arnie-Bashing, denn ein Teil der Faszination seiner Filme ist ja, dass er solch ein furchtbarer Schauspieler ist. Für mich bleibt diese Faszination aber eher aus.
Nun wurde „Running Man“ neu herausgegeben und hat sogar ein Mediabook verpasst bekommen, das vor umfangreichem Bonusmaterial nur so strotzt! Neben der DVD UND Bluray bekommt man noch den Soundtrack und eine Extra-CD mit über zwei Stunden Bonusmaterial. Was mir aber vor allem gefallen hat war das kleine, in der Hülle integrierte Booklet mit interessanten Informationen zur Entstehung des Films, coolem Artwork und den Storyboards verschiedener Szenen. Für Fans des Films ist der Mediabook die Investition auf jeden Fall wert.
Fazit Ich bin nicht der allergrößte Fan von Arnold Schwarzenegger und finde seine Art zu Schauspielern weniger witzig als eher peinlich. Trotzdem konnte ich „Running Man“ einiges abgewinnen und kann jetzt nachvollziehen, warum der Film zum Sci-Fi-Klassiker geworden ist. Das Mediabook mit den vielen Extras würde ich Fans des Films sehr empfehlen, wer sich aber nur den Film mal angucken will, sollte vielleicht lieber die normale DVD holen.
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