Comic - Geschichte
Sara - Tod aus dem Hinterhalt
Sara - Tod aus dem HinterhaltComic - Geschichte | mit: Garth Ennis, Steve EptingBewertung:★★★★★ Ljudmila Michailowna Pawlitschenko war eine Scharfschützin im zweiten Weltkrieg und hat nachweislich über 300 feindliche Soldaten erschossen. "Sara - Tod aus dem Hinterhalt - lehnt sich an dieser historischen Figur an und zeigt eine gut aussehende Killern, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten muss. In Szene wird sie von keinem geringen als Garth Ennis gesetzt, sodass die Story schon zum Erfolg verdammt ist. Das es der Star-Autor nicht nur in fiktiven Geschichten ("Preacher", "Judge Dredd") geschafft hat, sein Publikum zu begeistern, hat er mit „Battlefields" oder "War Stories" mehrfach unter Beweis gestellt. An seiner Seite steht der Zeichner Steve Epting (CAPTAIN AMERICA), der ein eindrucksvolles Artwork aufs Pakett zaubert! Handlung Gemeinsam mit sechs anderen Frauen kämpft die junge, von Rache getriebene Sara als Heckenschützin der Sowjetarmee im Winter 1942 gegen die deutschen Truppen vor Leningrad. In den Reihen der Invasoren ist die sowjetische Kämpferin ein gefürchteter und gehasster Mythos, dem bereits Hunderte deutsche Soldaten zum Opfer gefallen sind. Weshalb ihre Gegner von ihr nur, gleichermaßen angstvoll wie verächtlich, als der „roten Hündin“ sprechen. Umso erbitterter versuchen die Nazis, ihre Gegnerin auszuschalten. Doch nicht nur der eisige russische Winter und der allgegenwärtige Tod auf dem Schlachtfeld machen Sara und ihren Mitstreiterinnen zu schaffen. Droht ihnen doch auch in den eigenen Reihen Gefahr durch skrupellose Politkader, denen jedes Mittel recht ist, ihre Ziele durchzusetzen. Jede ihrer Taten wird von Seiten der politischen Kader mit Argusaugen überwacht.BewertungZunächst ein Blick auf die Panels. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass die rauen Zeiten des Zweiten Weltkrieges noch nie so sexy dargestellt wurden, wie in "Sara - Tod aus dem Hinterhalt". Die russische Soldatin ist auf jeden Fall ein Volltreffer. Leichter Sexismus am Anfang von mir. Zu Recht, denn das ist die Einleitung zu meinem nächsten Punkt, der mir gefallen hat. Eine Frau muss sich nämlich in einer Männerwelt durchsetzen. Die deutschen Soldaten sind verwundert, die russischen flirten. Es ist ziemlich ungewöhnlich, dass das weibliche Geschlecht zu den Waffen greift und sich aktiv am Tötungswerk beteiligt. Heute ist die Verteilung besser, Frauen, die unbedingt in die Welt der Mörder wechseln möchten, können das gerne machen. Ein Punkt in der Gleichberechtigung, der wohl funktioniert.
Weiter interessant sind auch die politischen Verfolgungen, von denen wohl keiner sicher war. Stalin hat in seinem Militär schon immer aufgeräumt, was bedeutet, dass er viele seiner Landsleute getötet hat. Politische Kommissare waren immer fester Bestandteil in der Truppe und wer zum Beispiel "Feigheit vor dem Feind" gezeigt hat, wurde gleich verschleppt oder erschossen. Da gab es kein "Sorry", auch wenn man kein Gewehr in den Händen gehalten hat, es ging nur eine Richtung: Zum Feind. Ein Zurück gab es nicht, was sehr viele Leben gekostet hat.
Und zu guter Letzt haben wir noch insgesamt eine tolle Scharfschützengeschichte, die natürlich auf ein Duell hinausläuft. Da spoiler ich auch nicht, denn alle Bücher, Comics und Filme sind so aufgebaut, dass sich zwei Ausnahmekünstler ihres Faches gegenüberstehen. Ganz so obligatorisch geht es dann aber nicht von statten, denn die Handlung hat schon reichlich Höhepunkte und ist spannend aufgebaut. Fazit "Sara - Tod aus dem Hinterhalt" ist ein gelungenes Comic, welches den Wahnsinn eines Krieges zeigt, den brutalen Hass beider Seiten auf den Tisch legt und dann noch ganz nebenbei etwas zum Thema Gleichbehandlung erzählt!
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Weiter interessant sind auch die politischen Verfolgungen, von denen wohl keiner sicher war. Stalin hat in seinem Militär schon immer aufgeräumt, was bedeutet, dass er viele seiner Landsleute getötet hat. Politische Kommissare waren immer fester Bestandteil in der Truppe und wer zum Beispiel "Feigheit vor dem Feind" gezeigt hat, wurde gleich verschleppt oder erschossen. Da gab es kein "Sorry", auch wenn man kein Gewehr in den Händen gehalten hat, es ging nur eine Richtung: Zum Feind. Ein Zurück gab es nicht, was sehr viele Leben gekostet hat.
Und zu guter Letzt haben wir noch insgesamt eine tolle Scharfschützengeschichte, die natürlich auf ein Duell hinausläuft. Da spoiler ich auch nicht, denn alle Bücher, Comics und Filme sind so aufgebaut, dass sich zwei Ausnahmekünstler ihres Faches gegenüberstehen. Ganz so obligatorisch geht es dann aber nicht von statten, denn die Handlung hat schon reichlich Höhepunkte und ist spannend aufgebaut. Fazit "Sara - Tod aus dem Hinterhalt" ist ein gelungenes Comic, welches den Wahnsinn eines Krieges zeigt, den brutalen Hass beider Seiten auf den Tisch legt und dann noch ganz nebenbei etwas zum Thema Gleichbehandlung erzählt!