Comic - Marvel

Savage Avengers - Die Stadt der Sicheln

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Savage Avengers - Die Stadt der Sicheln
Savage Avengers - Die Stadt der SichelnComic - Marvel | mit: Autor: Gerry Duggan, Zeichner: Mike Deodato Jr. Bewertung:★★★★★ Zur besinnlichen Zeit des Jahresendes erscheint bei Panini noch einmal ein weniger gemütlicher Comic. Savage Avengers versammelt die eher unangenehmen Anti-Heldinnen und -Helden des Marvel-Universums für eine brutale Geschichte. Gut, dass Wolverine, Elektra, Punisher und Co. ebenso wenig zimperlich sind, wie Neuling Conan, der seit Avengers: No Road Home in der Welt der Avengers unterwegs ist. Handlung Im Wilden Land, einen abgeschiedenen, eher tropisch anmutenden Teil der Antarktis, arbeitet der Ninja-Klan der „Hand“ an der Erweckung eines dunklen Gottes. Für ihn werden in der Stadt der Sicheln in einer riesigen Blutschüssel Opfer gesammelt. Beim letzten Mal ging das gehörig daneben und der zerstörerische Gott verspeiste auch all jene, die ihn riefen. Um das zu verhindern soll das Opfermahl nun besonders ausgefallen sein. Die größten Künstlerinnen und Künstler, besonders hellen Köpfe der Welt und nicht zuletzt auch die stärksten Kriegerinnen und Krieger stehen auf der Abschussliste. Viele bekannte Namen geraten ins Visier des Zauberers Kulan Gath, nicht zuletzt, weil sie teilweise von den schrecklichen Entführungen Wind bekommen, und einschreiten. Am Ende kämpft ein ungewöhnliches Team aus dem Punisher, Elektra, Wolverine, Dr. Voodoo, Conan und Venom im Wilden Land gegen dunkle Mächte. BewertungEine „wilde“ Mischung verspricht schon der Titel „Savage“ Avengers. Und tatsächlich versammeln sich in diesem ersten Band einer neuen Reihe die unbarmherzigsten, brutalsten Heldinnen und Helden des Marvel-Kosmos.
Dementsprechend geht es sehr brutal zu, es wird geschlachtet, gemordet und gemetzelt. Abgetrennte Gliedmaßen und Blutfontänen gehören zur Grundausstattung. Das ist eigentlich nicht unbedingt mein Fall, aber dieser Comic wirkt auf mich wenigstens nicht so, als wolle er durch den Stil oder durch Gewaltdarstellung von anderen Schwächen ablenken. Im Gegenteil. Der Stil unterstreicht eher die Grundausrichtung der Charaktere und damit die Stimmung des Bandes, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Die Zeichnungen sind meist dunkel gehalten, in Schwarz- und Grautönen und dunklem Blutrot. Außerdem ist der Zeichenstil von Mike Deodato Jr. rau und teils schraffiert, aber doch an den entscheidenden Stellen detailliert genug.
Die Geschichte selbst ist kein Leuchtfeuer der Kreativität, aber eben doch gut genug, um sich von der Darstellungsweise nicht Überschatten zu lassen. Das ungewöhnliche Zusammentreffen der Charaktere, ihre teils freiwillige, teils unfreiwillige Beteiligung an dem Kampf gegen Kulan Gath und die Hand und ihre Zusammenarbeit, die durch die Geschehnisse bedingt entsteht, die letztlich das ungewöhnliche Team formen und zusammenbringen. All das ist kohärent dargestellt und lässt sich gut nachvollziehen. Auch die Eigenheiten der Charaktere und ihr jeweiliges Motiv, der Antrieb ihres Handelns, werden plausibel angerissen. Wie so oft bei Comics, in denen viele Charaktere gleichzeitig die Rolle der Protagonistinnen und Protagonisten einnehmen, gehen diese Darstellungen aber nicht sonderlich in die Tiefe. Es sind eher Zusammenfassungen der Eigenschaften und Charakterhintergründe, die, wenn man sich halbwegs im Marvel-Universum auskennt, ohnehin schon bekannt sind. Allerdings macht das den Band erstaunlich einsteigerfreundlich. Ich würde behaupten, man kann den Band relativ gut lesen, auch wenn einem die meisten Figuren noch nicht wirklich bekannt sind.
Fazit Die Darstellung der brutalen Gewalt in Savage Avengers ist nicht jedermanns Sache. Ich persönlich bin eigentlich kein Fan davon. Weil die Geschichte aber wirklich ordentlich ist, kann ich darüber eher hinwegsehen, als beispielsweise zuletzt bei Punisher – Krieg gegen Alle . Insgesamt ein solider Einstieg in eine Reihe, die auf jeden Fall Action verspricht und auch im ersten Band schon liefert.
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