Filme - Drama

Schachnovelle

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Schachnovelle
SchachnovelleFilme - Drama | mit: Masucci, Oliver (Darsteller), Schuch, Albrecht (Darsteller), Stölzl, Philipp (Regisseur) Bewertung:★★★★★ Das Buch von Stefan Zweig ist ein Welthit. Jeder, der sich auch nur annähernd mit dem Thema Buch beschäftigt hat, kommt an seinem Werk nicht vorbei. Wobei ich sagen muss, dass mir "Maria Stuart" von ihm noch mehr zugesagt hat. Ein beeindruckender Mann, der mit der Biografie der englischen, schottischen und französischen Königin - was sie zeitweise wirklich war - als Deutscher die beste Lebensgeschichte der angelsächsischen Königin geschrieben hat. Wie bereits gesagt, sehr sehr beeindruckend!

Nun aber der Schwenk zur Schachnovelle in bewegter Form. Regisseur Philipp Stölzl (Ich war noch niemals in New York, Der Medicus, Nordwand) konnte einen guten Cast auf die Beine stellen und hat es tatsächlich geschafft, dass man einem Nichtleser zumindest das Thema nahgelegen hat. Was die Novelle eindrucksvoll zu Papier gebracht hat, kommt natürlich nicht mit der vollen Wucht auf die Leinwand, beziehungsweise ins heimische Kino. Dennoch ist es dem Team gut gelungen. Handlung Wien, 1938: Österreich wird vom Nazi-Regime besetzt. Kurz bevor der Anwalt Josef Bartok (Oliver Masucci) mit seiner Frau Anna (Birgit Minichmayr) in die USA fliehen kann, wird er verhaftet und in das Hotel Metropol, Hauptquartier der Gestapo, gebracht. Als Vermögensverwalter des Adels soll er dem dortigen Gestapo-Leiter Böhm Zugang zu Konten ermöglichen. Da Bartok sich weigert zu kooperieren, kommt er in Isolationshaft. Über Wochen und Monate bleibt Bartok standhaft, verzweifelt jedoch zusehends – bis er durch Zufall an ein Schachbuch gerät. Trailer BewertungDas Buch, wie soll es anders sein, hat mir besser gefallen. Es hat so viele Interpretationen zugelassen. Der Film eher weniger. Er war gradliniger, er hat die Fakten aufs Parkett gezaubert, hat gezeigt, worum es geht. Hat man also noch nie das Buch in seinen Händen gehalten, so kann man zumindest mitreden. Und siehe da, die Stationen der Hauptfigur kommen gut rüber. Erst zeigt er sich furchtlos, dann wird er in Isolationshaft gesteckt und dann spielt er das Spiel der gelangweilten preußischen Generäle eindrucksvoll und begeistert zumindest Interessierte.

Das Wichtige ist allerdings, was die Psyche mit einem Menschen macht, der in Isolationshaft sitzt und dem ständige Folter angedroht wird. Ja, hier tun sich menschliche Abgründe auf und das hat Oliver Masucci (Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, Werk ohne Autor, „Dark“, Er ist wieder da) gut gemimt. Und das ist auch gut so, denn mit ihm steht und fällt das Projekt. Er ist ein grandioser Schauspieler, was er eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Gefallen hat mir auch die Kulisse. Ein schöner alter Dampfer auf hoher See, die Kostüme, das Bühnenbild. Wäre die Zeit nicht so schrecklich gewesen, man hätte sich wünschen können, sie erlebt zu haben. Stilvoll, aber dann auch exzessiv (zumindest die 20er).
Fazit "Schachnovelle" der Film ist gut. Gerade für Leute, die nicht lesen, aber unbedingt mal mitreden wollen über diese Weltliteratur... Gut gemacht!

Gewinnspiel
Ihr könnt eine DVD oder eine Blu-ray gewinnen! Schreibt uns eine E-Mail an gewinnspiel@geek-whisper.de mit dem Stichwort "Schachnovelle" Teilnahmebedingungen

Ende Gewinnspiel: 15.03.2022
Termin Auslosung: 16.03.2022
Teilnehmen dürfen alle Personen ab 18 Jahren. Hinweis: Die Inanspruchnahme unserer Dienstleistungen und Produkte hat keinen Einfluss auf den Ausgang des Gewinnspiels. Der Gewinner wird durch ein Zufallsverfahren ausgelost. Wenn ihr gewonnen habt, nehmen wir Kontakt zu Euch auf und dann schicken wir Euch den o.g. Artikel. Datenschutzhinweise entnehmt Ihr bitte unserer Datenschutzerklärung. Nach dem Gewinnspiel werden alle Daten (E-Mail) von Euch automatisch gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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