Game - Strategie
Scythe
ScytheGame - Strategie | mit: Jamey Stegmaier (Autor)Bewertung:★★★★★ „Scythe“ stammt aus der Feder von Jamey Stegmaier („Charterstone“, „Euphoria“) und hat beim deutschen Spielepreis im Jahr 2017 den vierten Platz belegt. Das Brettspiel wurde durch „Kickstarter“ von über 17.000 Leuten mit 1.800.000 Dollar unterstützt. Beachtliche Leistung, was für die tolle Spielidee, sowie die ansprechende Aufmachung spricht. Natürlich waren die ersten Auflagen sehr schnell vergriffen, was wir als Redaktion ebenfalls spüren konnten, denn selbst im Jahr 2019 mussten wir einige Monate auf ein Rezensionsexemplar warten. Aber die Warterei hat sich gelohnt, denn „Scythe“ ist eines der besten Spiele, die ich je ausprobieren durfte.
Handlung In einem nicht realen Europa, in den 1920er Jahren, versuchen insgesamt fünf Mächte die Herrschaft über Osteuropa zu erlangen. Die „Farbik“ versorgt die Nationen mit gepanzerten Mechs. Der Spieler übernimmt eine der Konfliktparteien und muss sich nun um die Eroberung, das Ansehen und die Forschung kümmern. Um zu gewinnen, muss einer der Gamer sechs von zehn Zielen erfüllt haben. Doch erst die Endabrechnung entscheidet zwischen Sieg und Niederlage.BewertungDas Strategiespiel ist für einen bis fünf Spieler gedacht, dauert in etwa 90 bis 180 Minuten und kommt mit einem üppigen Umfang daher. Es gibt reichlich Karten, Tablos, Steine und mächtig Mechs, wenn ich es mal kurz zusammenfassen darf. Der Krieg, so könnte man meinen, steht im Vordergrund, aber Fehlanzeige, denn es geht um Ansehen und Strategie. Dabei wird sogar eine moralische Komponente vertreten, denn wer Zivilisten gefährdet, bekommt garantiert Punkte abgezogen.
Es ist der erste Blick, der mich gefesselt hat. Die Verpackung aufzumachen, die einzelnen Elemente auszupacken und dann das gewaltige Spielfeld in den Händen zu halten, war ein geiles Gefühl. Dabei stimmt das Artwork. Wir erkennen sofort die Liebe zum Detail. Wir bekommen für unsere Völker nicht nur ein Brett mit den Spezialfähigkeiten, sondern ein zweites mit Updatemöglichkeiten. Diese sind natürlich nicht alle gleich. Die Tablos sind hochwertig gestaltet und die platzierten Elemente können dank einer Vertiefung nicht so einfach verrutschen. Ein Punkt, den ich wichtig finde, denn gerade wenn ich mit meinen Freunden spiele, kann es heiß hergehen. Gut gelöst!
Neben dem Hingucker ist es die Spielidee an sich, die ebenfalls sehr umfangreich daherkommt. Es gibt so viel auf was geachtet werden muss. Wir bauen Häuser, haben Arbeiter, müssen uns um die Armee kümmern oder führen Upgrades durch. Da muss man erstmal den Überblick behalten und regelfest werden. Es bleibt wegen der Vielfalt von Möglichkeiten stets spannend. Auch nach mehreren Partien hatte ich noch große Lust eine weitere Runde zu starten. Die unterschiedlichen Kulturen bringen zusätzliche Variablen mit. Jedes Volk hat andere Voraussetzungen und Stärken. Wem dann irgendwann mal langweilig werden sollte, der wird mit den Erweiterungen glücklich werden. Mit diesen ist es zum Beispiel möglich, die Spielerzahl auf sieben zu erhöhen.
115 Spielminuten stehen auf der Verpackung? Die Messung an sich mag auf den ersten Blick komisch sein, aber sie wurde nicht von ungefähr so abgedruckt, denn „Scythe“ kommt durchaus schnell voran. Ein kleiner Knackpunkt könnten die Flüsse sein, die eher taktisches Feingeschick erfordern, denn aufgrund der Systematik sind diese nicht so schnell überbrückbar. Vor allem, das sei noch einmal deutlich gesagt damit sich keine Enttäuschung breitmacht, ist „Scythe“ eben kein Kriegsspiel, obwohl das Cover es vielleicht vermuten lässt. Es wird zwar gekämpft, das Mittel wird bewusst vom Spieler genutzt und es wird mit Sternen belohnt, doch andere Werte stehen mehr im Mittelpunkt.
Fazit „Scythe“ ist eines der besten Spiele, die ich je gespielt habe. Es kommt sehr umfangreich daher und schaut einfach super aus, was eine knisternde Atmosphäre zur Folge hat. Supergut!
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Handlung In einem nicht realen Europa, in den 1920er Jahren, versuchen insgesamt fünf Mächte die Herrschaft über Osteuropa zu erlangen. Die „Farbik“ versorgt die Nationen mit gepanzerten Mechs. Der Spieler übernimmt eine der Konfliktparteien und muss sich nun um die Eroberung, das Ansehen und die Forschung kümmern. Um zu gewinnen, muss einer der Gamer sechs von zehn Zielen erfüllt haben. Doch erst die Endabrechnung entscheidet zwischen Sieg und Niederlage.BewertungDas Strategiespiel ist für einen bis fünf Spieler gedacht, dauert in etwa 90 bis 180 Minuten und kommt mit einem üppigen Umfang daher. Es gibt reichlich Karten, Tablos, Steine und mächtig Mechs, wenn ich es mal kurz zusammenfassen darf. Der Krieg, so könnte man meinen, steht im Vordergrund, aber Fehlanzeige, denn es geht um Ansehen und Strategie. Dabei wird sogar eine moralische Komponente vertreten, denn wer Zivilisten gefährdet, bekommt garantiert Punkte abgezogen.
Es ist der erste Blick, der mich gefesselt hat. Die Verpackung aufzumachen, die einzelnen Elemente auszupacken und dann das gewaltige Spielfeld in den Händen zu halten, war ein geiles Gefühl. Dabei stimmt das Artwork. Wir erkennen sofort die Liebe zum Detail. Wir bekommen für unsere Völker nicht nur ein Brett mit den Spezialfähigkeiten, sondern ein zweites mit Updatemöglichkeiten. Diese sind natürlich nicht alle gleich. Die Tablos sind hochwertig gestaltet und die platzierten Elemente können dank einer Vertiefung nicht so einfach verrutschen. Ein Punkt, den ich wichtig finde, denn gerade wenn ich mit meinen Freunden spiele, kann es heiß hergehen. Gut gelöst!
Neben dem Hingucker ist es die Spielidee an sich, die ebenfalls sehr umfangreich daherkommt. Es gibt so viel auf was geachtet werden muss. Wir bauen Häuser, haben Arbeiter, müssen uns um die Armee kümmern oder führen Upgrades durch. Da muss man erstmal den Überblick behalten und regelfest werden. Es bleibt wegen der Vielfalt von Möglichkeiten stets spannend. Auch nach mehreren Partien hatte ich noch große Lust eine weitere Runde zu starten. Die unterschiedlichen Kulturen bringen zusätzliche Variablen mit. Jedes Volk hat andere Voraussetzungen und Stärken. Wem dann irgendwann mal langweilig werden sollte, der wird mit den Erweiterungen glücklich werden. Mit diesen ist es zum Beispiel möglich, die Spielerzahl auf sieben zu erhöhen.
115 Spielminuten stehen auf der Verpackung? Die Messung an sich mag auf den ersten Blick komisch sein, aber sie wurde nicht von ungefähr so abgedruckt, denn „Scythe“ kommt durchaus schnell voran. Ein kleiner Knackpunkt könnten die Flüsse sein, die eher taktisches Feingeschick erfordern, denn aufgrund der Systematik sind diese nicht so schnell überbrückbar. Vor allem, das sei noch einmal deutlich gesagt damit sich keine Enttäuschung breitmacht, ist „Scythe“ eben kein Kriegsspiel, obwohl das Cover es vielleicht vermuten lässt. Es wird zwar gekämpft, das Mittel wird bewusst vom Spieler genutzt und es wird mit Sternen belohnt, doch andere Werte stehen mehr im Mittelpunkt.
Fazit „Scythe“ ist eines der besten Spiele, die ich je gespielt habe. Es kommt sehr umfangreich daher und schaut einfach super aus, was eine knisternde Atmosphäre zur Folge hat. Supergut!