Game - Abenteuer

Sea of Solitude

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Sea of Solitude
Sea of SolitudeGame - Abenteuer | mit: Bewertung:★★★★★ Seit der Präsentation auf der E3 2018 von Sea of Solitude konnte ich den Release kaum abwarten. Nun ist es endlich soweit. Das kleine Berliner Studio Jo-Mei Games hat für das diesjährige Sommerloch ihren Indietitel veröffentlicht. Ob sich das Game lohnt, habe ich für euch getestet. Handlung Wir begeben uns als Kay auf einen Weg durch eine Stadt, welche zum Teil unter Wasser liegt. Auf ihrer Reise begegnen wir verschiedenen Charakteren aus Kays Leben, welche uns mehr aus ihrer Vergangenheit erzählen. Wie ist Kay an diesen Ort geraten und warum haben sich alle in Monster verwandelt? Diese Fragen gilt es auf der Reise zu beantworten. Trailer BewertungLeider kann ich mehr über die Story nicht verraten, da Sea of Solitude gerade von dieser lebt und es eines dieser Spiele ist, bei denen der Spieler am besten so wenig wie möglich weiß, wenn er es beginnt und sich auf diese einlässt. Ich versuche die Review in diesem Fall allgemein wie möglich zu halten, um nicht zuviel zu verraten.

Das Grundthema des Spieles ist Einsamkeit. Wir erleben die Vergangenheit von Kay, welche als Monster dargestellt wird. Sie findet sich in ihrer Heimatstadt wieder, welche überflutet und ein vorankommen fast nur mit dem Boot möglich ist. Auch die einzelnen Charaktere werden in Form von schwarzen Monstern dargestellt und spiegeln das Grundthema wieder. Alle verbinden die Einsamkeit. Jeder geht auf eine andere Art und Weise damit um, aber in dem Spiel wird auch klar, wie leicht manche Signale und Aussagen anderer Mitmenschen oder Familienmitglieder falsch gedeutet werden können.

Die Grafik wirkt eher gezeichnet. Das Setting, die Gebäude und die Charaktere werden in diesem Look sehr gut in Szene gesetzt. Die Welt wird teils sehr düster dargestellt, dies soll wahrscheinlich den Gemütszustand von Kay darstellen.
Der Sound wirkt vor allem mit Kopfhörern sehr stimmig und trägt zur Atmosphäre bei. Die Steuerung ist eher durchwachsen. Zum Teil ist diese sehr direkt, aber gerade bei Sprungpassagen hatte diese auch ihre Tücken. Es gibt kleinere Rätselpassagen und die Kämpfe sind auch keine große Herausforderung, ist bei diesem Spiel aber eher zweitrangig.

Anfangs war die Wegfindung etwas schwierig. Das Spiel gibt einen aber ein Hilfsmittel zur Hand. Kay kann weiße Lichtkugeln abfeuern, welche dem Spieler den Weg deuten.
Die Story wird durch Dialoge, Erinnerungen an Gesprächen und kleinen Zwischensequenzen vorangetrieben. Neben der Einsamkeit findet man hier auch weitere Themen, welche im Alltag jedem bekannt sein sollten und auf die Emotionen des Spielers gekonnt wirken.

Spieler, die alles sehen möchten, werden für das Durchspielen ungefähr 6 Stunden benötigen. Fazit Sea of Solitude ist eine kurzweilige Reise durch das Leben von Kay, welche durch imposante Bilder, eingängige Soundkulisse und seinen Protagonisten lebt. Jeder der sich auf ruhigere Spiele einlassen kann, ist hier genau richtig. Das Spiel punktet vor allem durch die Story. Für mich eine klare Empfehlung.
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