Game - Strategie

Sebastian Fitzek Killercruise

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Sebastian Fitzek Killercruise
Sebastian Fitzek KillercruiseGame - Strategie | mit: Sebastian Fitzek, Jörn Stoltmann, Marco TeubnerBewertung:★★★★★ Nach „Safe House“ und seinem Würfelspiel bringt Sebastian Fitzek sein nächstes Brettspiel in die Läden. Er hat wieder Unterstützung von Marco Teubner, der bereits über 50 Games veröffentlich hat, und Jörn Stoltmann. Ein Dreiergespann, dass sich wieder ein gut durchdachtes Konzept erarbeitet hat. Wieder ist es so, dass man den Roman „Passagier 23“ nicht gelesen haben muss. Die Leseratten unter uns werden jedoch mit einigen Insidern belohnt, sodass durchaus ein Wiedererkennungswert vorhanden ist. Handlung Die zwei bis vier Spieler haben den gemeinsamen Auftrag den Psychopathen zu finden und dürfen sich dabei nicht von einem weiteren Killer umbringen lassen. Beide kriminelle Personen sind auf einem Kreuzfahrtschiff, dass weit weg ist, von einem rettenden Ufer. Es ist die Aufgabe der Gemeinschaft bis ins Innere des Ozeanriesen vorzudringen und unter Deck den Psychopathen ausfindig zu machen. Dabei gibt es unterschiedliche Schwierigkeitslevels, die die Teilnehmer für den perfekten Nervenkitzel auswählen können.BewertungDie Spieler müssen die Passagiere retten, einen Psychopathen finden und dürfen sich nicht von einem Killer fangen lassen. Die Aufgaben hören sich auf den ersten Blick nicht umfangreich an, sobald das Spiel losgeht, merkt ihr aber schnell, dass „Killercruise“ ein ausgetüfteltes Erlebnis ist. Es ist eben nicht nur ein Game, in dem ihr nur um Kreis laufen müsst. Durch die drei Ebenen, die Schlüssel und den gemeingefährlichen Killer bekommt jede Runde eine neue Wendung.

Darüber hinaus spielen alle zusammen, jeder Zug sollte daher besprochen werden. Die Kommunikation tut das sehr gut und durch die angesprochene Vielfalt kommt schnell Spannung auf. Die tollen Illustrationen von Jörn Stoltmann tragen dann sehr für eine gelungene Atmosphäre bei. Ein Soundtrack, der per App eingespielt wird, hätte vielleicht noch das Sahnestück auf dem zuckersüßen Kakao sein können. Nur so eine Idee, denn die Haptik ist ein Augenschmaus. Aus dem Karton entsteht nach kurzer Handarbeit ein imposantes Boot, welches einfach Laune macht. Ja, wer solch einen Koloss vor sich hat, bekommt automatisch gute Laune.

Wunderbar ist auch der Wiederspielfaktor. Es gibt eine Menge Kombinationen und wenn ihr nicht gerade ein fotografisches Gedächtnis habt, könnt ihr einige viele Partien durchspielen. Was ich damit sagen möchte, ist, dass „Killercruise“ nicht nur etwas für einen Abend ist, sondern sich mehrmals im Jahr zocken lässt und dabei zu keiner Sekunde langweilig wird.

Nur meine Frau hat „Passagier 23“ gelesen und nachdem ich einige Runden „Killercruise“ absolviert hatte, keimte in mir das Gefühl auf, dass ich auch den Roman schnell in die Hand nehmen muss, damit ich die Insider verstehen kann. Fazit „Killercruise“ ist eine große Überraschung! Üblicherweise gibt es immer mal wieder ein Videogame oder ein Brettspiel zu erfolgreichen Filmen oder Büchern. Dass diese schnell aus den Boden gestampft werden und anderen Genre-Vertretern ähneln, liegt in der Natur der Sache. „Killercruise“ reiht sich aber nicht in diese Reihe ein, sondern überzeugt in den Punkten Spielidee, Haptik, Kommunikation und Spannung. Eine der Überraschungen 2020 und eine klare Kaufempfehlung gibt es von mir obendrauf!

„Sebastian Fitzek Killercruise“ macht Laune!
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