Buch - Thriller
Secret – Du sollst mich fürchten
Mit „Secret – Du sollst mich fürchten“liefert S.T. Abby einen Thriller ab, der sich angenehm von den üblichen Genrevertretern abhebt. Statt eines klassischen Katz-und-Maus-Spiels steht hier eine ungewöhnliche Konstellation im Mittelpunkt: Eine Serienkillerin verliebt sich ausgerechnet in den FBI-Agenten, der sie jagt. Allein diese Ausgangsidee sorgt dafür, dass man sofort wissen möchte, wie lange dieses gefährliche Doppelleben gutgehen kann. Unterstützt wird die Geschichte durch regelmäßige Perspektivwechsel zwischen den beiden Hauptfiguren, die den Spannungsbogen von Anfang bis Ende aufrechterhalten.
HANDLUNG
Die erfolgreiche Lana Myers lebt zurückgezogen in Virginia. Nach außen führt sie ein unscheinbares Leben, doch hinter ihrer perfekten Fassade verbirgt sich die meistgesuchte Serienkillerin des Landes. Ihre Opfer verbindet ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit: Vor zehn Jahren waren sie an einem grausamen Verbrechen beteiligt, für das Lana bis heute Rache nimmt.
Während das FBI unter der Leitung von Agent Logan Bennett fieberhaft nach der Täterin sucht, begegnet Logan in einem Café einer sympathischen jungen Frau. Was er nicht ahnt: Ausgerechnet Lana tritt in sein Leben – die Frau, nach der er bereits seit Monaten sucht.
KRITIK
S.T. Abby verliert keine Zeit. Bereits nach wenigen Seiten steckt man mitten im Geschehen, ohne dass sich die Geschichte mit langen Erklärungen aufhält. Das hohe Erzähltempo sorgt dafür, dass sofort Spannung aufkommt und man neugierig wissen möchte, wohin sich die Handlung entwickelt. Gleichzeitig nimmt sich die Autorin genug Zeit, ihre Figuren nach und nach kennenzulernen, sodass sie trotz des schnellen Einstiegs glaubwürdig wirken.
Die größte Stärke des Romans ist zweifellos seine ungewöhnliche Grundidee. Thriller über Serienkiller gibt es viele, doch eine Serienkillerin als Hauptfigur, die sich in den FBI-Agenten verliebt, der sie jagt, erlebt man nur selten. Genau daraus entsteht eine permanente Anspannung. Als Leser weiß man jederzeit mehr als Logan und verfolgt gespannt, wie knapp Lana einer Entdeckung immer wieder entgeht. Dieses Spiel mit dem Wissensvorsprung funktioniert hervorragend und sorgt dafür, dass man ständig weiterlesen möchte.
Besonders gelungen sind dabei die Perspektivwechsel. Mal erlebt man Lanas minutiös geplante Vorgehensweise und ihre Gedanken, im nächsten Kapitel begleitet man Logan bei seinen Ermittlungen. Dadurch versteht man beide Seiten der Geschichte und fiebert mit beiden Figuren mit – obwohl sie sich eigentlich auf entgegengesetzten Seiten befinden. Gerade dieser Perspektivwechsel macht den Reiz des Romans aus und sorgt dafür, dass sich beide Hauptfiguren überraschend nahbar anfühlen.
Lana Myers ist dabei eine ausgesprochen interessante Protagonistin. Sie handelt brutal und kompromisslos, gleichzeitig wird schnell deutlich, dass ihre Taten aus einem traumatischen Ereignis in ihrer Vergangenheit entstanden sind. Das macht ihre Verbrechen keineswegs richtig, verleiht ihrer Figur aber eine nachvollziehbare Motivation. Sie bewegt sich ständig in einem moralischen Graubereich und genau das macht sie so faszinierend. Man ertappt sich immer wieder dabei, mit ihr mitzufiebern, obwohl sie eindeutig die Täterin ist.
Auch Logan Bennett überzeugt als Gegenpol. Er ist intelligent, sympathisch und verfolgt den Fall mit großem Ehrgeiz. Besonders spannend wird es immer dann, wenn sich beide begegnen. Während Logan Lana immer näherkommt, ahnt er nicht, dass die Frau, für die er Gefühle entwickelt, gleichzeitig die Person ist, nach der er verzweifelt sucht. Diese Szenen gehören zu den stärksten Momenten des gesamten Buches und erzeugen eine Spannung, die bis zum Ende nicht nachlässt.
Immer wieder baut S.T. Abby Situationen ein, in denen Lana beinahe auffliegt. Kleine Unachtsamkeiten, unglückliche Zufälle oder scheinbar harmlose Gespräche reichen aus, damit der Puls beim Lesen deutlich ansteigt. Man wartet förmlich darauf, dass Logan die entscheidenden Puzzleteile zusammensetzt. Gerade diese ständigen Beinahe-Enthüllungen verleihen der Geschichte einen enormen Lesesog.
Trotz der düsteren Handlung überrascht der Roman immer wieder mit kleinen humorvollen Momenten. Vor allem die Dialoge zwischen Lana und Logan leben von einer herrlichen Ironie. Logan möchte die Frau beschützen, in die er sich verliebt, während der Leser längst weiß, dass sie selbst die gefährlichste Person im Raum ist. Dieser Kontrast sorgt immer wieder für ein Schmunzeln und lockert die ansonsten sehr ernste Handlung angenehm auf, ohne den Thrillercharakter zu verlieren.
Wer allerdings einen klassischen Kriminalroman erwartet, sollte wissen, dass der Fokus weniger auf der eigentlichen Ermittlungsarbeit liegt. Stattdessen stehen die Figuren, ihre Beziehung und das gefährliche Katz-und-Maus-Spiel im Mittelpunkt. Genau diese Mischung aus Thriller, Romance und psychologischem Spannungsroman macht den besonderen Reiz von „Secret – Du sollst mich fürchten“ aus.
FAZIT
„Secret – Du sollst mich fürchten“ ist ein gelungener Auftakt, der mit einer außergewöhnlichen Idee und zwei starken Hauptfiguren überzeugt. Die Mischung aus Thriller und Romance funktioniert überraschend gut und sorgt dafür, dass man die Geschichte kaum aus der Hand legen möchte. Vor allem die ständigen Momente, in denen Lanas wahre Identität beinahe auffliegt, erzeugen einen enormen Spannungsbogen. Wer psychologische Thriller mit ungewöhnlichen Figuren und einer guten Portion Nervenkitzel mag, sollte sich diese Reihe unbedingt genauer ansehen.
Copyright: Goldmann Verlag
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HANDLUNG
Die erfolgreiche Lana Myers lebt zurückgezogen in Virginia. Nach außen führt sie ein unscheinbares Leben, doch hinter ihrer perfekten Fassade verbirgt sich die meistgesuchte Serienkillerin des Landes. Ihre Opfer verbindet ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit: Vor zehn Jahren waren sie an einem grausamen Verbrechen beteiligt, für das Lana bis heute Rache nimmt.
Während das FBI unter der Leitung von Agent Logan Bennett fieberhaft nach der Täterin sucht, begegnet Logan in einem Café einer sympathischen jungen Frau. Was er nicht ahnt: Ausgerechnet Lana tritt in sein Leben – die Frau, nach der er bereits seit Monaten sucht.
KRITIK
S.T. Abby verliert keine Zeit. Bereits nach wenigen Seiten steckt man mitten im Geschehen, ohne dass sich die Geschichte mit langen Erklärungen aufhält. Das hohe Erzähltempo sorgt dafür, dass sofort Spannung aufkommt und man neugierig wissen möchte, wohin sich die Handlung entwickelt. Gleichzeitig nimmt sich die Autorin genug Zeit, ihre Figuren nach und nach kennenzulernen, sodass sie trotz des schnellen Einstiegs glaubwürdig wirken.
Die größte Stärke des Romans ist zweifellos seine ungewöhnliche Grundidee. Thriller über Serienkiller gibt es viele, doch eine Serienkillerin als Hauptfigur, die sich in den FBI-Agenten verliebt, der sie jagt, erlebt man nur selten. Genau daraus entsteht eine permanente Anspannung. Als Leser weiß man jederzeit mehr als Logan und verfolgt gespannt, wie knapp Lana einer Entdeckung immer wieder entgeht. Dieses Spiel mit dem Wissensvorsprung funktioniert hervorragend und sorgt dafür, dass man ständig weiterlesen möchte.
Besonders gelungen sind dabei die Perspektivwechsel. Mal erlebt man Lanas minutiös geplante Vorgehensweise und ihre Gedanken, im nächsten Kapitel begleitet man Logan bei seinen Ermittlungen. Dadurch versteht man beide Seiten der Geschichte und fiebert mit beiden Figuren mit – obwohl sie sich eigentlich auf entgegengesetzten Seiten befinden. Gerade dieser Perspektivwechsel macht den Reiz des Romans aus und sorgt dafür, dass sich beide Hauptfiguren überraschend nahbar anfühlen.
Lana Myers ist dabei eine ausgesprochen interessante Protagonistin. Sie handelt brutal und kompromisslos, gleichzeitig wird schnell deutlich, dass ihre Taten aus einem traumatischen Ereignis in ihrer Vergangenheit entstanden sind. Das macht ihre Verbrechen keineswegs richtig, verleiht ihrer Figur aber eine nachvollziehbare Motivation. Sie bewegt sich ständig in einem moralischen Graubereich und genau das macht sie so faszinierend. Man ertappt sich immer wieder dabei, mit ihr mitzufiebern, obwohl sie eindeutig die Täterin ist.
Auch Logan Bennett überzeugt als Gegenpol. Er ist intelligent, sympathisch und verfolgt den Fall mit großem Ehrgeiz. Besonders spannend wird es immer dann, wenn sich beide begegnen. Während Logan Lana immer näherkommt, ahnt er nicht, dass die Frau, für die er Gefühle entwickelt, gleichzeitig die Person ist, nach der er verzweifelt sucht. Diese Szenen gehören zu den stärksten Momenten des gesamten Buches und erzeugen eine Spannung, die bis zum Ende nicht nachlässt.
Immer wieder baut S.T. Abby Situationen ein, in denen Lana beinahe auffliegt. Kleine Unachtsamkeiten, unglückliche Zufälle oder scheinbar harmlose Gespräche reichen aus, damit der Puls beim Lesen deutlich ansteigt. Man wartet förmlich darauf, dass Logan die entscheidenden Puzzleteile zusammensetzt. Gerade diese ständigen Beinahe-Enthüllungen verleihen der Geschichte einen enormen Lesesog.
Trotz der düsteren Handlung überrascht der Roman immer wieder mit kleinen humorvollen Momenten. Vor allem die Dialoge zwischen Lana und Logan leben von einer herrlichen Ironie. Logan möchte die Frau beschützen, in die er sich verliebt, während der Leser längst weiß, dass sie selbst die gefährlichste Person im Raum ist. Dieser Kontrast sorgt immer wieder für ein Schmunzeln und lockert die ansonsten sehr ernste Handlung angenehm auf, ohne den Thrillercharakter zu verlieren.
Wer allerdings einen klassischen Kriminalroman erwartet, sollte wissen, dass der Fokus weniger auf der eigentlichen Ermittlungsarbeit liegt. Stattdessen stehen die Figuren, ihre Beziehung und das gefährliche Katz-und-Maus-Spiel im Mittelpunkt. Genau diese Mischung aus Thriller, Romance und psychologischem Spannungsroman macht den besonderen Reiz von „Secret – Du sollst mich fürchten“ aus.
FAZIT
„Secret – Du sollst mich fürchten“ ist ein gelungener Auftakt, der mit einer außergewöhnlichen Idee und zwei starken Hauptfiguren überzeugt. Die Mischung aus Thriller und Romance funktioniert überraschend gut und sorgt dafür, dass man die Geschichte kaum aus der Hand legen möchte. Vor allem die ständigen Momente, in denen Lanas wahre Identität beinahe auffliegt, erzeugen einen enormen Spannungsbogen. Wer psychologische Thriller mit ungewöhnlichen Figuren und einer guten Portion Nervenkitzel mag, sollte sich diese Reihe unbedingt genauer ansehen.
Copyright: Goldmann Verlag