Comic - DC
Shazam! und die sieben Länder der Magie
Shazam! und die sieben Länder der MagieComic - DC | mit: Geoff Johns, Dale Eaglesham, Marco Santucci, Mayo NaitoBewertung:★★★★★ Billy Batson ist Shazam! Nachdem er von einem Magier auserwählt und in einem verlassenen U-Bahn-Tunnel das magische Zauberwort erhalten hat, kann sich der Junge mit einem Wort in einen Superhelden verwandeln. Am Ende seines ersten Kampfes gegen den Erzfeind Black Adam erhalten auch Billys Pflegegeschwister durch ihn die Fähigkeit sich zu verwandeln. Nun geht es für die Super-Geschwister zu neuen Abenteuern. Damit baut die neue Shazam!-Reihe auf Einsteigerfreundlichkeit, denn es ist – wenn überhaupt – nur die Kenntniss des Films aus dem Jahr 2019 von Nöten, um dem Comic folgen zu können. Handlung Die Geschwister beginnen sich in ihrem Superheldinnen und -helden-Alltag zurechtzufinden. Sie bekämpfen hier und da Kleinkriminelle und machen sich beim Fels der Ewigkeit, wo Billy einst seine Fähigkeiten erhielt, ein Hauptquartier zurecht. Doch das nächste größere Abenteuer tut sich auf, als sie von dort aus Gänge in verschiedene „Länder der Magie“ finden. Da sie alle noch Kinder sind, entschließen sie sich natürlich zu aller erst ins „Spaßland“ zu gehen, nur die fast volljährige Mary ist skeptisch. Sie sollte mit ihrer Vorahnung, dass etwas nicht stimmt, natürlich Recht behalten. BewertungZum Superhelden Shazam habe ich im Grunde meine relativ engstirnige Meinung, wollte mich dann aber doch mal von einem Comic bestätigen oder widerlegen lassen. Ich finde nämlich, dass Shazam einer der uninteressanteren Helden ist, was sein Profil angeht. Ein muskulöser Mann mit dunkelhaariger Gelfrisur in engem Kostüm mit Cape – Superman lässt grüßen. Und auch an Fähigkeiten besitzt er ähnlich wie der Mann aus Stahl einfach mal alles was die Kräftepalette so hergibt. Dass dann noch seine Pflegegeschwister mit nahezu der identischen Power ausgerüstet wurden und die gleichen Outfits in unterschiedlichen Farben, fügt dem ganzen dann noch eine Power-Rangers-Komponente hinzu – die ja nun ebenfalls nicht gerade für Originalität und Diversität im Laufe der Jahre bekannt waren. Was bei Billy Batson meiner Meinung nach also herausstechen muss, ist also die Geschichte Abseits des Superheldenalltags.
Mit dem Film aus diesem Jahr als Hintergrundinformation ist bekannt, dass Billy aus zerrütteten Verhältnissen stammt, in verschiedenen Heimen war und letztlich bei einer Pflegefamilie landet, in der er sich aufgrund der wachsenden Bindung zu seinen dortigen Geschwistern, endlich wohlfühlt. Genau an diesem fragilen Punkt setzt der private Teil der Geschichte des Comics an, als plötzlich Billys Vater vor der Tür steht und Billy sprechen möchte. Die neuen Pflegeeltern sind nicht begeistert und fühlen sich überrumpelt und haben spürbare Angst, dass ihnen der mittlerweile sehr ans Herz gewachsene Neuling wieder genommen werden könnte. Während alledem ist Billy aber bereits mit seinen Geschwistern im Spaßland – einem der sieben Länder der Magie. Das erzeugt eine gelungene Spannung. Die Unklarheit über den Verbleib Billys Quält die Eltern noch mehr als sie herausfinden, dass sich dieser nicht in seinem Zimmer befindet – wie alle anderen Kinder auch. Gleichzeitig weiß Billy von alledem nichts. Leserinnen und Leser haben die gesamten Umstände aber vor sich. Auch wird dies bis zum Ende des Comics nicht aufgelöst und auf den Ausgang dieser Sache bin ich richtig gespannt.
Mehr jedenfalls als über die Geschichte, die Billy als Shazam mit seinen Geschwistern erlebt. Diese hat mit ihren sieben Wegen zu den sieben Ländern der Magie, die sie hätten gehen können, irgendwie etwas von Videospielen. Sie haben sich aber für das Spaßland entschieden, wo sie auf eine böse Überraschung treffen und am Ende getrennt werden. Es kommt aber kaum zu interessanten Kämpfen oder Action. Die Verwandlungen der Kids in ihre erwachsenen Versionen scheinen fast nur Beiwerk zu sein. Die Inszenierung der Action ist meiner Meinung nach etwas mau.
Stattdessen wird auf vielfältige Schauplätze gesetzt, denn zum Ende gibt es noch kurze Einblicke in das „Spieleland“ und das „Wilde Land“ und wir erfahren, dass das „Erden Land“ einfach nur die Erde ist und im Zentrum der Länder der Magie steht. Den großen Spannungshöhepunkt der Zusammenhänge der Länder hat man sich aber scheinbar für die folgenden Bände aufgespart. Im Spaßland wird die Hintergrundgeschichte dargelegt, die anderen bleiben erst einmal nur optisch ansprechend.
Fazit Shazam ist für mich immer noch nicht der Interessanteste unter den Superhelden. Die emotionale Geschichte um seine Familie, seine neuen Pflegegeschwister und seinen plötzlich aufgetauchten Vater hat aber großes Potenzial. Shazam! und die sieben Länder der Magie ist ein solider Einstieg in eine neue Reihe, setzt nicht viel voraus, geht aber auch inhaltlich noch nicht in die Vollen. Da ist definitiv noch einiges an Luft nach oben. Wenn man an den Kids-Heldinnen und -Helden grundsätzlich aber Spaß hat, dann kann man den Comic durchaus lesen.
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Mit dem Film aus diesem Jahr als Hintergrundinformation ist bekannt, dass Billy aus zerrütteten Verhältnissen stammt, in verschiedenen Heimen war und letztlich bei einer Pflegefamilie landet, in der er sich aufgrund der wachsenden Bindung zu seinen dortigen Geschwistern, endlich wohlfühlt. Genau an diesem fragilen Punkt setzt der private Teil der Geschichte des Comics an, als plötzlich Billys Vater vor der Tür steht und Billy sprechen möchte. Die neuen Pflegeeltern sind nicht begeistert und fühlen sich überrumpelt und haben spürbare Angst, dass ihnen der mittlerweile sehr ans Herz gewachsene Neuling wieder genommen werden könnte. Während alledem ist Billy aber bereits mit seinen Geschwistern im Spaßland – einem der sieben Länder der Magie. Das erzeugt eine gelungene Spannung. Die Unklarheit über den Verbleib Billys Quält die Eltern noch mehr als sie herausfinden, dass sich dieser nicht in seinem Zimmer befindet – wie alle anderen Kinder auch. Gleichzeitig weiß Billy von alledem nichts. Leserinnen und Leser haben die gesamten Umstände aber vor sich. Auch wird dies bis zum Ende des Comics nicht aufgelöst und auf den Ausgang dieser Sache bin ich richtig gespannt.
Mehr jedenfalls als über die Geschichte, die Billy als Shazam mit seinen Geschwistern erlebt. Diese hat mit ihren sieben Wegen zu den sieben Ländern der Magie, die sie hätten gehen können, irgendwie etwas von Videospielen. Sie haben sich aber für das Spaßland entschieden, wo sie auf eine böse Überraschung treffen und am Ende getrennt werden. Es kommt aber kaum zu interessanten Kämpfen oder Action. Die Verwandlungen der Kids in ihre erwachsenen Versionen scheinen fast nur Beiwerk zu sein. Die Inszenierung der Action ist meiner Meinung nach etwas mau.
Stattdessen wird auf vielfältige Schauplätze gesetzt, denn zum Ende gibt es noch kurze Einblicke in das „Spieleland“ und das „Wilde Land“ und wir erfahren, dass das „Erden Land“ einfach nur die Erde ist und im Zentrum der Länder der Magie steht. Den großen Spannungshöhepunkt der Zusammenhänge der Länder hat man sich aber scheinbar für die folgenden Bände aufgespart. Im Spaßland wird die Hintergrundgeschichte dargelegt, die anderen bleiben erst einmal nur optisch ansprechend.
Fazit Shazam ist für mich immer noch nicht der Interessanteste unter den Superhelden. Die emotionale Geschichte um seine Familie, seine neuen Pflegegeschwister und seinen plötzlich aufgetauchten Vater hat aber großes Potenzial. Shazam! und die sieben Länder der Magie ist ein solider Einstieg in eine neue Reihe, setzt nicht viel voraus, geht aber auch inhaltlich noch nicht in die Vollen. Da ist definitiv noch einiges an Luft nach oben. Wenn man an den Kids-Heldinnen und -Helden grundsätzlich aber Spaß hat, dann kann man den Comic durchaus lesen.