Filme - Komödie
So Was Von Da
So Was Von DaFilme - Komödie | mit: Niklas Bruhn, Bela B., Corinna HarfouchBewertung:★★★★★ In seinem vierten Spielfilm bestätigt Regisseur Jakob Lass seinen Ruf als einer der interessantesten, aber auch als einer der experimentellsten deutschen Filmemacher der letzten Jahre. Auch wenn sein neuester Film erzählerisch sicherlich streitbar ist, so kann man der, großen Teilen improvisierten Inszenierung wenige Vorwürfe machen und das macht „So Was Von Da" zu einem wahrlich einzigartigen Trip.
Handlung Am letzten Tag des Jahres will Oskar mit seinen Freunden noch einmal richtig die Sau rauslassen. Morgen soll sein Club auf der Hamburger Reeperbahn abgerissen werden, aber heute wird gefeiert. Doch der Abriss des Clubs ist in dieser Partynacht nur eines von vielen Problemen, die Oskar im Nacken sitzen... Trailer Bewertung„So Was Von Da" ist einer dieser Filme, die das Publikum spaltet. Für die einen ist es ein kaum zusammenhängender Hipsterfilm und für die anderen ist es die filmische Umsetzung eines Partyexzesses – Filmriss inklusive. Wie es Regisseur Jakob Lass in seinem eigens auferlegten Regelwerk (dem „Fogma"-Manifest) schreibt, so präsentiert sein Film mit viel „Mut zum Risiko".
Der Hauptcharakter Oskar wird im Lauf des Films zum Spielball verschiedenster Figuren. So schuldet er „Kiezkalle" rund zehntausend Euro. Dann ist da auch noch plötzlich Oskars Ex-Freundin Mathilda und obendrein gibt es noch Ärger mit der Innensenatorin. Das sind allerdings dann auch die größten Plotpunkte des Films, der ansonsten sehr stark von Improvisation geprägt ist, was so mancher Unterhaltung und natürlich speziell den Party-Szenen einen wirklich interessanten Charme verleiht.
Es führt allerdings auch dazu, dass man sich entweder voll auf die Figuren und den „Flow" des Films einlassen muss oder aber mit einem Achselzucken zurückgelassen wird. In dieser Hinsicht ist „So Was Von Da" eben deutlich mehr als ein x-beliebiger Partyfilm, aber auch ein Film, der seinem Publikum auch dementsprechend etwas mehr abverlangt. Belohnt wird es allerdings mit wirklich dynamischen Partyszenen und einigen exzentrischen Figuren, die es so auch nicht in jedem Film gibt. Neben Hauptdarsteller Niklas Bruhn, sehen wir u.a. noch Reeperbahn-Größe Kalle Schwensen, „Die Ärzte"-Schlagzeuger Bela B. oder auch die Schauspiel-Veteranin Corinna Harfouch, zwischen allerlei neuen Gesichtern, die ihren Job allerdings allesamt gut meistern und dem Film eine wirklich gewisse Natürlichkeit geben.
Als Verfilmung des gleichnamigen Romans von Tino Hanekamp mag der neue Film von Jakob Lass nur teilweise funktionieren, aber als spannendes Experiment des deutschen Kinos, welches ansonsten so sehr von Kalkulation und „sicheren Dingern" regiert wird, ist er ein voller Erfolg, auch wenn die Größe diese Erfolges stark vom Zuschauer abhängt. Fazit "So Was Von Da" ist alles andere als eine gewöhnliche deutsche Wohlfühlkomödie, sondern sehr experimentelle Filmkunst, die auch gerne mal Dinge ausprobiert, die nicht für alle Zuschauer funktionieren werden. Auch wenn der Film nicht ganz so stark daherkommt wie „Tiger Girl", schafft es Jakob Lass mit sehr viel Atmosphäre und interessanten Charakteren, eine recht einzigartige Partynacht zu inszenieren.
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Handlung Am letzten Tag des Jahres will Oskar mit seinen Freunden noch einmal richtig die Sau rauslassen. Morgen soll sein Club auf der Hamburger Reeperbahn abgerissen werden, aber heute wird gefeiert. Doch der Abriss des Clubs ist in dieser Partynacht nur eines von vielen Problemen, die Oskar im Nacken sitzen... Trailer Bewertung„So Was Von Da" ist einer dieser Filme, die das Publikum spaltet. Für die einen ist es ein kaum zusammenhängender Hipsterfilm und für die anderen ist es die filmische Umsetzung eines Partyexzesses – Filmriss inklusive. Wie es Regisseur Jakob Lass in seinem eigens auferlegten Regelwerk (dem „Fogma"-Manifest) schreibt, so präsentiert sein Film mit viel „Mut zum Risiko".
Der Hauptcharakter Oskar wird im Lauf des Films zum Spielball verschiedenster Figuren. So schuldet er „Kiezkalle" rund zehntausend Euro. Dann ist da auch noch plötzlich Oskars Ex-Freundin Mathilda und obendrein gibt es noch Ärger mit der Innensenatorin. Das sind allerdings dann auch die größten Plotpunkte des Films, der ansonsten sehr stark von Improvisation geprägt ist, was so mancher Unterhaltung und natürlich speziell den Party-Szenen einen wirklich interessanten Charme verleiht.
Es führt allerdings auch dazu, dass man sich entweder voll auf die Figuren und den „Flow" des Films einlassen muss oder aber mit einem Achselzucken zurückgelassen wird. In dieser Hinsicht ist „So Was Von Da" eben deutlich mehr als ein x-beliebiger Partyfilm, aber auch ein Film, der seinem Publikum auch dementsprechend etwas mehr abverlangt. Belohnt wird es allerdings mit wirklich dynamischen Partyszenen und einigen exzentrischen Figuren, die es so auch nicht in jedem Film gibt. Neben Hauptdarsteller Niklas Bruhn, sehen wir u.a. noch Reeperbahn-Größe Kalle Schwensen, „Die Ärzte"-Schlagzeuger Bela B. oder auch die Schauspiel-Veteranin Corinna Harfouch, zwischen allerlei neuen Gesichtern, die ihren Job allerdings allesamt gut meistern und dem Film eine wirklich gewisse Natürlichkeit geben.
Als Verfilmung des gleichnamigen Romans von Tino Hanekamp mag der neue Film von Jakob Lass nur teilweise funktionieren, aber als spannendes Experiment des deutschen Kinos, welches ansonsten so sehr von Kalkulation und „sicheren Dingern" regiert wird, ist er ein voller Erfolg, auch wenn die Größe diese Erfolges stark vom Zuschauer abhängt. Fazit "So Was Von Da" ist alles andere als eine gewöhnliche deutsche Wohlfühlkomödie, sondern sehr experimentelle Filmkunst, die auch gerne mal Dinge ausprobiert, die nicht für alle Zuschauer funktionieren werden. Auch wenn der Film nicht ganz so stark daherkommt wie „Tiger Girl", schafft es Jakob Lass mit sehr viel Atmosphäre und interessanten Charakteren, eine recht einzigartige Partynacht zu inszenieren.