Buch - Drama

Sonnengelber Frühling

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Sonnengelber Frühling
Sonnengelber FrühlingBuch - Drama | mit: Carina Bartsch Bewertung:★★★★★ Carina Bartsch hat es geschafft, ja so kann man es ausdrücken, wenn man bedenkt, dass der zweite Band der Trilogie "Türkisgrüner Winter" im Jahr 2013 veröffentlicht wurde. Jetzt also - sieben Jahre später - kommt der lang ersehnte Abschluss. Nun folgt natürlich das Aber: Natürlich könnte es sein, dass eventuell noch ein vierter Teil in die Läden kommt. Wir dürfen gespannt sein. Wenn ihr nun den Eindruck habt, dass Autorin Bartsch ein wenig schreibfaul ist, dann muss ich Euch den Zahn, zumindest zur Hälfte, ziehen, denn im Jahr 2017 veröffentlichte sie den Roman "Nachtblumen". Ansonsten bleibt wohl das Schreiben ihre Leidenschaft, nachdem sie in der Comic-Metropole Erlangen geboren ist, ihre Leidenschaft. Realschule, Wirtschaftsschule und eine Lehre hat sie zumindest abgebrochen, um sich ganz der Schreiberei zu widmen. Bei dem gefühlvollen Schreibstil ist diese Tatsache ein Geschenk an die Fans.
Handlung Emely will endlich wieder an die ganz große Liebe glauben, sie will all ihre Kraft spüren, sie erweckt sie wieder zum Leben. Es ist wie in einem Traum, ein wahr gewordenes Märchen. Elias liegt neben ihr, als sie aufwacht. Sie kann ihn sehen, sie kann ihn spüren. Sie schafft es nicht ihre Augen zu schließen, sie findet nicht in den Schlaf, denn sein Lächeln, seine pure Anwesenheit versetzt sie in innerliche Extase.

Doch kann sie ihm trauen? Als sie sich das letzte Mal auf ihn eingelassen hat, flogen ihr die Dinge bald um die Ohren. Doch Emely muss Vertrauen aufbauen, ansonsten verliert sie sich, taucht wieder und wieder in ihren Sarkasmus ein und wird dadurch in ihrem Leben einiges verpassen...BewertungCarina Bartsch sagt, dass die Handlung unmittelbar an den Vorgänger ansetzt. Das stimmt nicht so ganz. Leicht verwundert und etwas enttäuscht musste ich feststellen, nachdem ich die zwei ersten Romane noch einmal gelesen hatte, dass die Geschichte eben doch nicht "unmittelbar angrenzt". Was schade ist, nein, es ist schon ein Stück weit ärgerlich. Auch die Tatsache, dass sich eine Autorin über die Jahre entwickelt, fließt natürlich in den Schreibstil mit ein, sodass der aufmerksame Leser auch hier einen Unterschied feststellen wird. Und dann spielt natürlich noch der Faktor Zeit eine große Rolle. Im Jahr 2013 waren die Sozialen Netzwerke noch nicht, was sie heute sind, damit ich mal ein Beispiel anreiße.

Ich will nun wahrlich nicht ständig drauf herumreiten, dass sieben Jahre vergangen sind, doch das gewisse Feuer packte mich nicht mehr. Da wäre zum Beispiel Emely, die nicht mehr so sympathisch rüber kommt und daher das Mitfiebern darunter leidet. Weiter haben mich auch die politischen Diskussionen abgeschreckt, da sie aufgezwungen wirken. Das Ende war dann zu abrupt, ich bin wirklich gespannt, ob da noch etwas kommt.

Handwerklich macht Carina Bartsch allerdings einen guten Job. Ihr Schreibstil ist hervorragend, was sich unter anderen in den tollen Dialogen widerspiegelt. Auch kommt die Geschichte durch ihre wohlwollenden Worte gut weg, obwohl sie insgesamt eher etwas schwächer ist. An dieser Stelle stimmt auf jeden Fall die Aussage, dass sich der dritte Teil "unmittelbar" an seinen Vorgängern anlehnt. Fazit "Sonnengelber Frühling" ist eine Fortsetzung, auf die Fans sehr lange warten mussten. Leider kommt diese nicht mehr ganz so glanzvoll daher, wie die ersten Erfolgsromane, die die Leserschaft so begeistert haben.
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