Comic - Star Wars

Star Wars: Aufstand auf Mon Cala

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Star Wars: Aufstand auf Mon Cala
Star Wars: Aufstand auf Mon CalaComic - Star Wars | mit: Autor: Kieron Gillen, Zeichner: Salvador LarrocaBewertung:★★★★★ Die Star-Wars-Comicreihe aus der Perspektive der bekannten Rebellen geht weiter. „Aufstand auf Mon Cala“ heißt der aktuelle Panini-Sonderband, der seit dem 28. Mai also Hard- und Softcover erhältlich ist. Handlung Nachdem der erste Todesstern und in „Die Asche von Jeddha“ mit der imperialen Bohrraupe auch eine weitere Superwaffe des Imperiums zerstört wurden, setzen die Rebellen um Luke Skywalker, Han Solo und Leia Organa ihre Suche nach Verbündeten fort. Dabei haben sie ein Auge auf die Handelsflotte der unterdrückten Calamari des Wasserplaneten Mon Cala geworfen. Doch trotz der Unterstützung durch Calamari-General Akbar lässt sich der Interimsherrscher Urtya aus Angst vor dem Imperium nicht auf die Rebellenallianz ein, obwohl er ihrem Vorhaben gegenüber nicht abgeneigt ist. Ein neuer Plan muss also her, und der schließt den durch das Imperium gefangenen gehaltenen König des Wasservolkes mit ein.BewertungMit den US-Ausgaben 44-49 versammelt „Aufstand auf Mon Cala“ eine weitere Vollständige Episode aus der aktuellen Star-Wars-Comicreihe, die zwischen den Filmepisoden 4 und 5 spielt. Wie auch schon in „Die Asche von Jeddha“ bietet die Geschichte eine kurze, in sich geschlossene Eskapade der Bemühungen der Rebellenallianz beim Aufbau ihres Widerstandes. Für Comicneulinge ist die Abfolge gar nicht so leicht zu verfolgen, da die deutschen Sammelbände selbst keine Nummerierung erhalten. Ein Blick auf die enthaltenen US-Ausgaben ist also unumgänglich und erst so langsam fällt bei mir der Groschen, wie ich mich als Neueinsteiger im Comic-Kosmos zurechtfinden kann.
Die Geschichte selbst fügt sich gut in die bekannten Stationen der Rebellion ein, sowohl die der Filme, als auch die des Vorgängers „Die Asche von Jeddha“. Leserinnen und Leser erfahren vom Ringen der Rebellen um neue Schiffe für den Aufbau einer Flotte und um Verbündete im Allgemeinen. Diese Hintergrundinformationen, die das Star-Wars-Universum für mich als Fan gut erweitern, werden gekonnt in eine kurzweilige, spannende Episode eingesetzt. Man liest von einer kleinen Geschichte innerhalb eines großen Ganzen und das funktioniert fantastisch! Den Charakteren fallen passende, unterschiedliche Rollen zu, es gibt neue unerwartete, sowie altbekannte Verbündete und es stehen aus den Filmen namentlich bekannte Schauplätze nun auch visuell im Mittelpunkt. Alles in allem macht dies den Comic zu einem weiteren gelungenen Star-Wars-Erlebnis für mich.
Nach wie vor konnte ich mich aber nicht so recht an den Zeichenstil in Bezug auf die Charaktere gewöhnen. Hier gibt es bei den Gesichtern der Protagonisten Han und Luke und der Protagonistin Leia einen Wechsel zwischen einem an der Rest des Comics angelehnten Stil wenn sie sich weiter im Hintergrund befinden und einem relativ krass herausstechenden, detailreicheren und an das Aussehen der Schauspieler angelehnten Stil, wenn die Figuren deutlich im Vordergrund zu sehen sind. Dies ermöglicht zwar einen Fokus auf Mimik und Emotionen, sorgt aber auch dafür, dass die Zeichnungen teilweise etwas in „Uncanny-Valley“ abdriften und die Figuren zwar auf der Schwelle zum Realistischen stehen, aber doch irgendwie robotisch-hölzern rüberkommen. Ansonsten gefallen mir die Zeichnungen von Salvador Larroca sehr gut und auch das Coloring ist gelungen. Gerade zweiteres halte ich in Bezug auf die Lichteffekte bei Star-Wars-Comics, mit vielen Raumschlachten, Blasterschüssen, Explosionen und Lichtschwertern für durchaus wichtig, und das ist hier sehr stimmig umgesetzt. Fazit Ich halte „Aufstand auf Mon Cala“ für einen gelungenen Star Wars Comic. Trotz der kleineren Abzüge aufgrund der teils hölzernen Mimik der Figuren aufgrund der meiner Meinung nach nicht zwingend notwendigen Entscheidung einen Stilwechsel zu einem Versuch der fast fotorealistischen Darstellung der Gesichter zu wagen, gefallen mir die Zeichnungen und die Farbgebung. Die Geschichte fügt sich wunderbar in die bestehende Lore ein und bietet einen ausgewogenen Mix aus Neuem und Altbekanntem.
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