Comic - Star Wars
Star Wars - Treuepflicht
Star Wars - TreuepflichtComic - Star Wars | mit: Autor: Ethan Sacks, Zeichner: Luke RossBewertung:★★★★★ Die Skywalker-Saga ist nach dem „Aufstieg Skywalkers“ abgeschlossen, doch der Star-Wars-Kanon wird weiter mit Geschichten gefüllt. Ist das noch nötig? Bieten sich sinnvolle Ergänzungen oder muss sich Disney berechtigt Geldmacherei vorwerfen lassen? Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, denn letztlich können einzelne Macherinnen und Macher ergänzender Werke natürlich ihren eigenen Ideen und ihre eigene Begeisterung für Star Wars in neue Geschichten einfließen lassen. Ob das Autor Ethan Sacks und Zeichner Luke Ross in „Treuepflicht“ gelingt? Handlung Der letzte Rest des Widerstands konnte vom Salzplaneten Crait flüchten. Nun gilt es sich neu zu formieren und Waffen, Schiffe und Verbündete aufzustocken, um weiterhin ein Dorn im Auge der Ersten Ordnung zu bleiben und die Hoffnung am Leben zu halten, sie eines Tages zu besiegen. Vom Müllplaneten Anoat aus koordiniert General Leia Organa diese Bemühungen und entsendet zwei Missionstrupps. Poe Dameron, BB-8 und Finn sollen aus einer alten Basis auf dem Mond Avedot Waffen bergen. Sie selbst, Rey, C3PO, Chewbacca und Rose Tico fliegen nach Mon Cala zu alten Verbündeten, wo einst die Rebellen im Kampf gegen das Imperium ihre Flotte herbekamen. Doch die Fronten verlaufen mittlerweile anders und neben dem freundlich gesonnen Sohn des verstorbenen Admiral Ackbar gibt es auch eine Gruppe von Quarren, die die Widerständler, nicht zuletzt aus Angst vor der Ersten Ordnung, schleunigst loswerden wollen. Und natürlich eskalieren die Situationen an beiden Fronten. BewertungDer Aufstieg Skywalkers spielt in etwa ein Jahr nach der Flucht von Crait. Der Comic zielt darauf ab die Lücke zwischen den Filmen zu füllen. Hier schon setzt mein erster großer Kritikpunkt an, denn zwar spielt der Comic zeitlich in genau dieser Zeit, jedoch bietet er im Großen und Ganzen keine wirklich relevante Geschichte. Der Aufstieg Skywalkers lässt beispielsweise einige Punkte offen oder deutet sie nur in sehr kurzen Flashbacks an, wie etwa die Ausbildung Reys durch Leia. Hier hätte man ansetzen können, um wirklich eine Brücke zwischen den Filmen zu schlagen. Die Ereignisse, die der Comic beschreibt, wirken dagegen weniger wichtig. Sie stehen nur für eine von vielen Situationen, die während des Jahres nach der Flucht von Crait stattgefunden haben. Natürlich muss der Widerstand neue Waffen und Schiffe beschaffen und natürlich können dabei auch Probleme auftreten, die sich spannend und actionreich inszenieren lassen – wie es dem Comic weitestgehend gelingt. Doch das Gefühl, dass diese Geschichte wirklich eine Relevanz im Star-Wars-Kanon der neuen Trilogie hat, wollte sich bei mir einfach nicht einstellen.
Es ist ganz nett, dass mit Mon Cala ein bekannter Planet besucht wird und mit dem Nachkömmling des Königs Lee Char eine weitere Verbindung zu anderen kanonischen Comicgeschichten geschaffen wird. Die Geschichte ist jedoch letztlich der bereits erzählten sehr ähnlich und wirkt daher weniger originell. Leia Organa war zu Zeiten der Rebellion bereits auf Mon Cala, um dort um Schiffe für die Flotte gegen das Imperium zu bitten. Auch damals war es eine Gruppe von Quarren, die sich bei den Verhandlungen mit dem König des Planeten, einem Mon Calamari, in den Weg stellte. (Siehe: Star Wars: Aufstand auf Mon Cala ) Als eine von vielen kanonischen Geschichten finde ich diese hier auf jeden Fall in Ordnung, aber als DIE Geschichte auf dem Weg zu Episode IX ist sie zu dünn und zu wiederholend.
Stilistisch und inszenatorisch habe ich hingegen nicht auszusetzen. Der Zeichenstil von Luke Ross ist einerseits detailliert und die bekannten Charaktere gut getroffen, andererseits bleibt er aber „schmutzig“ genug, um wunderbar in Star-Wars-Universum zu passen. Auch ist die Inszenierung der einzelnen Szenen und Situationen, wie bereits erwähnt, durchaus angemessen. Es kommt schon eine gewisse Spannung auf, sodass sich der Comic flüssig in einem weg lesen lässt, ohne dass unnötige Längen aufkommen. Fazit Dennoch: Erneut muss ich mich bei einem Star-Wars-Comic fragen, ob es denn unbedingt nötig wäre, diese Geschichte zu erzählen. „Treuepflicht“ ist okay, es gibt keine groben Handlungslücken oder Ungereimtheiten und die Darstellungsart – Schreib- und Zeichenstil – ist solide. Trotzdem sehne ich mich mehr und mehr nach etwas anderem: neuen, originellen Charakteren und Geschichten, fernab der Skywalker-Saga.
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Es ist ganz nett, dass mit Mon Cala ein bekannter Planet besucht wird und mit dem Nachkömmling des Königs Lee Char eine weitere Verbindung zu anderen kanonischen Comicgeschichten geschaffen wird. Die Geschichte ist jedoch letztlich der bereits erzählten sehr ähnlich und wirkt daher weniger originell. Leia Organa war zu Zeiten der Rebellion bereits auf Mon Cala, um dort um Schiffe für die Flotte gegen das Imperium zu bitten. Auch damals war es eine Gruppe von Quarren, die sich bei den Verhandlungen mit dem König des Planeten, einem Mon Calamari, in den Weg stellte. (Siehe: Star Wars: Aufstand auf Mon Cala ) Als eine von vielen kanonischen Geschichten finde ich diese hier auf jeden Fall in Ordnung, aber als DIE Geschichte auf dem Weg zu Episode IX ist sie zu dünn und zu wiederholend.
Stilistisch und inszenatorisch habe ich hingegen nicht auszusetzen. Der Zeichenstil von Luke Ross ist einerseits detailliert und die bekannten Charaktere gut getroffen, andererseits bleibt er aber „schmutzig“ genug, um wunderbar in Star-Wars-Universum zu passen. Auch ist die Inszenierung der einzelnen Szenen und Situationen, wie bereits erwähnt, durchaus angemessen. Es kommt schon eine gewisse Spannung auf, sodass sich der Comic flüssig in einem weg lesen lässt, ohne dass unnötige Längen aufkommen. Fazit Dennoch: Erneut muss ich mich bei einem Star-Wars-Comic fragen, ob es denn unbedingt nötig wäre, diese Geschichte zu erzählen. „Treuepflicht“ ist okay, es gibt keine groben Handlungslücken oder Ungereimtheiten und die Darstellungsart – Schreib- und Zeichenstil – ist solide. Trotzdem sehne ich mich mehr und mehr nach etwas anderem: neuen, originellen Charakteren und Geschichten, fernab der Skywalker-Saga.