Comic - Drama
Super-GAU
Super-GAUComic - Drama | mit: Bea Davies (Autorin)Bewertung:★★★★★ Nanu. Schon wieder ein Comic über das Naturunglück in Japan? Schon wieder eine Geschichte darüber, wie verschiedene Charaktere auf der Welt miteinander verbunden sind? Diese bekannten Muster ließen mich zunächst zweifeln, ob ich meine Lesezeit in Super-GAU investieren sollte. Doch irgendetwas hat mich angezogen – und ich wurde nicht enttäuscht. Es hat sich gelohnt, und warum das so ist, verrate ich euch – wie gewohnt – weiter unten.
Super-GAU ist am 25. Februar erschienen, hat eine Altersempfehlung ab 12 Jahren, kostet in Deutschland 26 Euro und kommt als Hardcover im Format 175 mm × 245 mm. Handlung In Super-Gau beleuchtet Bea Davies die verheerenden Ereignisse der Fukushima-Katastrophe 2011 auf einzigartige Weise. Mit kunstvollen Zeichnungen und einer raffiniert verwobenen Erzählung wird die Geschichte von acht Menschen in Japan und Berlin erzählt, deren Leben auf überraschende Weise durch die Ereignisse am 11. März 2011 verbunden sind.
Mit viel Feingefühl zeigt diese Graphic Novel eindrucksvoll, wie einschneidende Weltereignisse und persönliche Schicksale ineinandergreifen und wie Katastrophen uns so beinahe unmerklich berühren und prägen.
BewertungDie Zeichnungen sind gelungen – europäisch geprägt, doch besonders zu Beginn spürt man auch den Einfluss des japanischen Manga.
Die Bildsprache spielt eine zentrale Rolle, denn es gibt Passagen, in denen allein die Panels die Geschichte erzählen. Dadurch liest sich alles schnell, doch gerade deshalb solltet ihr euch Zeit für die Details nehmen, um nichts zu übersehen.
Und dann ist da der Kontrast. In Berlin haben die Menschen ihre eigenen Probleme, werfen fast beiläufig einen Blick auf den Bildschirm. In Japan ist die Lage dramatisch, aber das Leben in Berlin kommt trotzdem keine Sekunde zum Stillstand. Während wir am 11. September noch vor den Fernsehern verharrten, bei den ersten Terroranschlägen alles stehen und liegen ließen, geht es heute einfach weiter. Die Obdachlosen suchen ihre Unterkunft auf, die Gespräche in der U-Bahn reißen nicht ab.
Besonders eindringlich war für mich die Passage über eine Rettung – ein Kind, das aus dem Wasser gezogen wird. Solche Momente verbinden, sie zeigen die Gemeinsamkeiten. Und doch bleibt der Mensch in seiner eigenen kleinen Welt gefangen.
Diese Gedanken haben mich nicht losgelassen. Selbst eine Nuklearkatastrophe scheint uns nicht mehr zu erschüttern. Wie es in Super-GAU heißt: „Weiter nach der Werbung.“
Fazit "Super-GAU" kommt mit einer hochkomplexen Geschichte daher, lädt zum Nachdenken ein und bringt das Leben unterschiedlicher Menschen zusammen.
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Super-GAU ist am 25. Februar erschienen, hat eine Altersempfehlung ab 12 Jahren, kostet in Deutschland 26 Euro und kommt als Hardcover im Format 175 mm × 245 mm. Handlung In Super-Gau beleuchtet Bea Davies die verheerenden Ereignisse der Fukushima-Katastrophe 2011 auf einzigartige Weise. Mit kunstvollen Zeichnungen und einer raffiniert verwobenen Erzählung wird die Geschichte von acht Menschen in Japan und Berlin erzählt, deren Leben auf überraschende Weise durch die Ereignisse am 11. März 2011 verbunden sind.
Mit viel Feingefühl zeigt diese Graphic Novel eindrucksvoll, wie einschneidende Weltereignisse und persönliche Schicksale ineinandergreifen und wie Katastrophen uns so beinahe unmerklich berühren und prägen.
BewertungDie Zeichnungen sind gelungen – europäisch geprägt, doch besonders zu Beginn spürt man auch den Einfluss des japanischen Manga.
Die Bildsprache spielt eine zentrale Rolle, denn es gibt Passagen, in denen allein die Panels die Geschichte erzählen. Dadurch liest sich alles schnell, doch gerade deshalb solltet ihr euch Zeit für die Details nehmen, um nichts zu übersehen.
Und dann ist da der Kontrast. In Berlin haben die Menschen ihre eigenen Probleme, werfen fast beiläufig einen Blick auf den Bildschirm. In Japan ist die Lage dramatisch, aber das Leben in Berlin kommt trotzdem keine Sekunde zum Stillstand. Während wir am 11. September noch vor den Fernsehern verharrten, bei den ersten Terroranschlägen alles stehen und liegen ließen, geht es heute einfach weiter. Die Obdachlosen suchen ihre Unterkunft auf, die Gespräche in der U-Bahn reißen nicht ab.
Besonders eindringlich war für mich die Passage über eine Rettung – ein Kind, das aus dem Wasser gezogen wird. Solche Momente verbinden, sie zeigen die Gemeinsamkeiten. Und doch bleibt der Mensch in seiner eigenen kleinen Welt gefangen.
Diese Gedanken haben mich nicht losgelassen. Selbst eine Nuklearkatastrophe scheint uns nicht mehr zu erschüttern. Wie es in Super-GAU heißt: „Weiter nach der Werbung.“
Fazit "Super-GAU" kommt mit einer hochkomplexen Geschichte daher, lädt zum Nachdenken ein und bringt das Leben unterschiedlicher Menschen zusammen.