Filme - Drama

The Long Walk – Todesmarsch

Veröffentlicht am 30.11.-0001
The Long Walk – Todesmarsch
The Long Walk – TodesmarschFilme - Drama | mit: Hamill, Mark (Darsteller), Jonsson, David (Darsteller), Lawrence, Francis (Regisseur) Bewertung:★★★★★ Darf ich bei diesem Streifen mit der Aussage beginnen, dass es wieder ein Überlebensshow-Wettkampf für eine kaputte Gesellschaft ist!? Ich glaube nicht. Sicherlich ist das Genre nicht neu, und ich weiß nun auch nicht, wer sich das als Erstes ausgedacht hat, aber wenn ich aus der aktuellen Generation heraus urteilen darf: Bereits bei „Die Tribute von Panem“ wurde Ähnliches verfilmt. Doch auch dieser Streifen stand in der Kritik, weil es ja dann noch den Kassenschlager „Battle Royale“ gab. Aber, und nun kommen wir wieder zu Stephen King zurück, gibt es eben auch Werke wie „Menschenjagd“ und eben auch „Todesmarsch“. Aber um die Verwirrung komplett zu machen, kann man ja auch noch Bücher wie „The Most Dangerous Game“ oder „Herr der Fliegen“ ins Spiel bringen. Von daher würde ich gerne einen Schlussstrich ziehen und das einzelne Werk betrachten. Hier vorliegend: „The Long Walk – Todesmarsch“. Ich möchte in der Review auch keinen Film-/Buch-Vergleich machen, da ich das Buch nicht gelesen habe. Ein Stück weiter unten könnt ihr dann meine Meinung zum Movie lesen.

„The Long Walk – Todesmarsch“ erscheint am 24. Dezember 2025 und hat eine Laufzeit von 1 Stunde und 48 Minuten. Handlung Ein Wettkampf, eine Gruppe junger Männer, ein Sieger – THE LONG WALK erzählt die bedrohlich-utopische Geschichte einer Welt, in der ein tyrannischer Polizeistaat die Kontrolle übernommen hat und es nur eine Möglichkeit zum Aufstieg aus der Armut gibt: den jährlich stattfindenden „Long Walk“. Der Gewinner erhält lebenslang alles, was er sich wünscht. Alle anderen bezahlen mit ihrem Leben.Bewertung
Ich habe mich riesig auf den Film gefreut. Dann hatte ich ihn im Kino aus diversen Gründen leider verpasst, und nun habe ich ihn mir pünktlich zum Weihnachtsfest gemütlich mit ein paar Keksen gegönnt. Was ich dann aber gesehen habe, hat mich leider nicht so mitgenommen.

Das lag vor allem an der Geschichte hinter der Geschichte, also am gesellschaftlichen Leben der Amerikaner nach einem großen Krieg. Alle sind arm, und es muss nun wieder produziert werden, und das klappt besonders gut, wenn 50 junge Männer um ihr Leben rennen. Ich finde das in der heutigen Zeit etwas zu weit hergeholt. Wenn es nun geheißen hätte, wie in „Die Tribute von Panem“, dass die oberste Ordnung die Unterdrückung aufrechterhalten möchte, wäre es passender gewesen. Die Chancen stehen nicht gut, und da muss man alles riskieren? Ich weiß nicht. Vor allem sah die Landschaft um die Strecke herum nicht gerade danach aus, dass es einen großen Krieg gegeben hat. Hier fehlte die Zerstörung. Schön war allerdings, dass die Kulisse das Zeitalter der 60er oder 70er betroffen hat. Die Polizeiautos sahen entsprechend aus und die Kostüme ebenfalls.

Was gestört hat, war die muntere Aufbruchsstimmung. Die jungen Leute gingen hin, und es keimte in mir der Gedanke auf, dass alle nicht wussten, was mit ihnen passieren würde. Eine ganz komische Situation. Nur eine weinende Mutter war besorgt. Dann kommt noch hinzu, dass der böse Major überhaupt nicht bedrohlich wirkte. Mark Hamill ist und bleibt ein Guter. Ab und an gab es dann aber noch ein paar Schockmomente. Spärlich, aber es gab sie. Ich denke da an den ersten und an den letzten Todesfall. Das war schon gemein. Hier möchte ich aber nicht zu viel verraten.

Ansonsten wurde noch der Versuch unternommen, mit einer Vater-Sohn-Story ein wenig mehr Kontext aufzubauen. Aber das hat leider auch nicht geklappt und hat damit sogar noch das Ende kaputt gemacht. Es gab mit diesem Abschluss einfach nichts Ganzes und auch nichts Halbes.

Zu guter Letzt haben die Schicksale der jungen Männer auch nicht mehr interessiert. Es ist schließlich klar, dass 49 sterben werden, außer der Plot hält noch einmal einen dramatischen Ausbruch parat, aber da alle gezwungenermaßen freiwillig dabei waren, gab es so etwas nicht. Hier wurde dann vielleicht Potenzial liegen gelassen. Aber um es auch auf den Punkt zu bringen: Die Geschichten und die Emotionen waren nicht so tiefgreifend, dass ich gesagt habe: Oh nein, bei dem ist es schade. Irgendwann plätscherte es halt vor sich hin.

Fazit „The Long Walk – Todesmarsch“ hat meine hohen Erwartungen leider nicht erfüllen können. Es war für mich keine stimmige Hintergrundhandlung, und die Charaktere waren zu blass, um ihnen die Daumen zu drücken.
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