Comic - Drama

THE MANY DEATHS OF LAILA STARR

Veröffentlicht am 30.11.-0001
THE MANY DEATHS OF LAILA STARR
THE MANY DEATHS OF LAILA STARRComic - Drama | mit: Ram V (Autor), Filipe Andrade (Künstler)Bewertung:★★★★★ Die Technologie schreitet immer weiter voran. Krankheiten werden besiegt, Konflikte entschärft. Die Arbeit verändert sich genauso, wie das Autofahren. Die künstliche Intelligenz schreitet unaufhaltsam voran. Und warum sollte dann auch nicht der Tod besiegt werden!? Dieser Fragen geht "THE MANY DEATHS OF LAILA STARR" auf den Grund. Besser gesagt die beiden Kreativen:
Zeichner Filipe Andrade wurde mehrfach für die Eisner Awards nominiert. Eine dieser Nominierungen hat er für den vorliegenden Comic erhalten.

Hingegen Autor Ram V, ein sehr einprägsamer Name, seine Comic Karriere mit der preisgekrönten indischen Serie "Aghori" begann. Danach hat er den Titel "Black Mumba" geschrieben, der von den Kritikern sehr gefeiert wurde. Seit dem hat er u.a. noch "Swamp Thing", "Justice League" und "Venom" bei DC Comics und Marvel geschrieben. Beide Künstler haben sich also schon ihre Sporen verdient und sind in der Szene keine Unbekannten. Ich denke aber, und da verrate ich nun nicht meine Review, mit "THE MANY DEATHS OF LAILA STARR" haben sie ihren absoluten (derzeitigen) Höhepunkt erreicht, soviel sei an dieser Stelle schon einmal gesagt. Warum mir ihr Werk so gut gefallen hat, erfahrt ihr wieder ein Stück weiter unten. Handlung Wie der Tod auf die Welt kam … und aus dem Leben verschwand

Die Menschheit steht kurz davor, die Unsterblichkeit zu entdecken – was bedeuten würde, dass der Avatar des Todes ihren Job los ist ... oder? Dank ihrer unerschöpflichen Bemühungen steht die Menschheit an der Schwelle zum ewigen Leben. Als Konsequenz dessen wird der Avatar des Todes auf die Erde entlassen. In Mumbai soll sie ein sterbliches Dasein als Laila Starr, eine junge Frau Mitte zwanzig, führen. Nicht willens, sich mit ihrer neuen Sterblichkeit abzufinden, ist es Laila jedoch gelungen, sich an genau den Ort und Zeitpunkt der Geburt derjenigen Person zu begeben, die das Geheimnis der Unsterblichkeit entschlüsselt. Wird sie die Gelegenheit ergreifen, die Menschheit davon abzuhalten, den Kreislauf des Lebens auf ewig zu ändern, oder wird der Tod tatsächlich bald der Vergangenheit angehören?BewertungDas Thema ist an sich schon interessant. Es wurden schon unzählige Filme, Bücher und Comics veröffentlicht. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze. So wurden zum Beispiel menschliche Bewusstseine in andere Körper gepflanzt. Der Wunsch nach ewigen Leben ist eines der Ältesten der Menschheit. In "THE MANY DEATHS OF LAILA STARR" wird dieser Wunsch zur Realität und so muss sich auch der Tod neu organisieren und kümmert sich vordergründlich um sich selbst. Tod und wieder leben. Das ist seit dem der Zyklus von Laila Starr, die sichtlich mitgenommen wirkt und einen Charakter bekommen hat, der ebenfalls innerlich zerissen ist.

Es ist eine herrliche melancholische Ausgangslage und wir müssen uns immer wieder harten Fakten stellen. Gerade zu Beginn, als es darum ging, dass der Tod eben auch kleine Kinder mitgenommen hat, wird uns der Bezug zur Realität bewusst. "THE MANY DEATHS OF LAILA STARR" überzieht aber zu keinem Zeitpunkt. Es ist weit mehr. Es wird dem Leser immer wieder ins Bewusstsein gerufen, dass es um mehr geht, als nur die Geschichte. Hier wird zwar keine übergeordnete, religiöse Frage beantwortet, aber sich geschickt gedanklich an das Thema angenähert. Dabei bleibt dem Leser eine Menge Spielraum zum Nachdenken und das ist einer der Punkte, warum die Handlung so magisch ist und mitnimmt.

Die Zeichnungen fangen dieses Stimmungsbild perfekt ein. Warm aber doch kalt. Fiktiv aber dann doch mit viel Realismus. Mit dieser Ambivalenz spielt der Zeichner ganz geschickt. Sehr gut gemacht. Genauso wie das üppige Bonusmaterial: Vorwort, Nachwort, Cover-Galerie sowie eine Menge Texte vom Kreativduo Filipe Andrade und Ram V.
Fazit "THE MANY DEATHS OF LAILA STARR" ist ein großes Ausrufezeichen!
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