Game - Action

The Surge 2

Veröffentlicht am 30.11.-0001
The Surge 2
The Surge 2Game - Action | mit: Bewertung:★★★★★ Dass Vertreter der Soulslike-Games nicht immer im Mittelalter angesiedelt sein müssen, hat Deck13 bereits mit dem ersten Surge Spiel bewiesen. Trotz kleineren Macken war dies doch ein souveräner Titel mit viel Potenzial. Nun ist es endlich soweit, the Surge 2 ist da. Ob es sich lohnen wird, Nerven, Schweiß und Zeit reinzustecken, hab ich getestet. Handlung In the Surge 2 befindet sich der Spieler in der futuristischen Stadt Jericho City, welche von einer Nano-Seuche betroffen ist. Diese wird schnell von der Regierung abgeschottet und es bilden sich mehrere Lager, welche unterschiedlich mit der Seuche umgehen wollen. Die einen wollen sich mit dem Naniten verbinden und ihre Kräfte aufsaugen, die anderen sie anbeten, in der Hoffnung, sie werden dadurch in Ruhe gelassen. Wir allerdings müssen uns mit Mutanten und Regierungstruppen herumschlagen, um eine Lösung für die Stadt zu finden. Trailer BewertungIm Gegensatz zum ersten Teil wird beim Nachfolger mehr auf das Storytelling wert gelegt. Trotzdem hat man das Gefühl, diese schon in unzähligen Spielen erlebt zu haben.

Aber kommen wir nun zum Spiel. Am Anfang dürfen wir diesmal einen Charakter erstellen. Wer gehofft hat, wieder als Warren in den Kampf zu ziehen, wird leider enttäuscht. Wir können wie in den meisten Spielen zwischen dem Geschlecht, Frisur, Haar- und Augenfarbe und vielem mehr entscheiden. Ist der Charakter nach unseren Wünschen erstellt, wachen wir dirket in einem Gefängnis auf, welches als Tutorial dient. An der Steuerung und der Spielmechanik hat sich nicht viel geändert. Der Spieler prügelt sich durch die Welt, muss Gegnern Körperteile abhacken, um an ihre Rüstungsteile und Waffen zu kommen, bei Bosskämpfen werden Angriffsmuster studiert. Sollte der Spieler sterben geht es beim letzten Checkpoint wieder los. Das beim Ableben mit sich getragene Tech-Scrap wartet am Sterbeort, allerdings müssen wir wieder schnell sein, denn dies verschwindet nach 150 Sekunden. Für jeden auf dem Weg getöteten Gegner gibt es nochmal 20 Sekunden auf die Uhr.

Soweit so bekannt. Aber was macht the Surge 2 jetzt im Gegensatz zum Vorgänger anders bzw. besser? Die einfache Antwort: Alles!

Das Leveldesign zum Beispiel. Im Vorgänger befand man sich nur in den Hallen der Firma Creo. Die Umgebung bestand größten Teils aus grauen Anlagen und war wenig abwechslungsreich.
In the Surge 2 steht uns eine ganze Stadt offen. Diese ist in verschiedene Bereiche unterteilt und bietet vieles zu erkunden. Diese ist sehr verwinkelt, sodass man sich schnell auch mal verläuft und den Überblick verliert. Diesmal geht es auch häufiger mit Hilfe von Aufzügen in die Höhe.

Mit dem Tech-Scrap können wir wieder unsere Kernladung aufleveln und somit neue Implantate, welche uns im Kampf helfen, einsetzen. Mit jedem Levelaufstieg haben wir jetzt aber noch 2 Punkte zum Verteilen. Entweder lösen wir diese für mehr Lebensenergie, Ausdauer oder Akku ein. Die ersten beiden Kategorien sollten jedem klar sein. Der Akku füllt sich beim Kampf. Ist dieser voll, kann die Ladung für einen Finisher-Move genutzt werden, oder, je nach Implantat, auch zum heilen.
Diese Punkteverteilung ist neu und man muss nicht mehr seine Lebensenergie aufgrund von Implantaten steigern.

The Surge 2 bietet wieder eine Vielzahl von Waffen und Waffengattungen. Diesmal leveln diese aber mit der Benutzung nicht mit. So ist der Spieler nicht immer nur auf eine Art eingespannt, sondern kann auch später im Spielverlauf mal neue Waffen testen, ohne bei Level 1 anzufangen.

Das Balancing und die Bossgegner waren im Vorgänger auch ein Thema bei der Community.
Manche Gegner waren zu stark und teils sogar unfair. The Surge 2 kommt mir im Allgemeinen leichter vor als Genrekollegen wie Sekiro oder Dark Souls. Soll jetzt aber nicht bedeuten, dass das Spiel ein Spaziergang ist. Dank gut platzierte Gegner bin ich des Öfteren gestorben. Die Bossgegner bleiben weiterhin eine Herausforderung, aber sie bleiben machbar. Sollte der Spieler an einem hängen bleiben, kann man dank der offenen Spielwelt erst an anderer Stelle Tech-Scrap grinden, leveln und es erneut versuchen. Ein paar Versuche später klappt es dann bestimmt.
Waren es im ersten Teil gerade mal eine handvoll Bossgegner, gibt es im neuen Ableger mehr als das doppelte, welche vom Design unterschiedlich und jeder ihr eigenes Angriffsmuster, welches zu erlernen gilt, besitzt.

Diesmal wurde auch ein Online-Modus eingefügt. Wir können uns zwar keine Hilfe im Kampf holen, aber verschiedene Zeichen in der Welt platzieren und somit andere Spieler auf geheime Wege oder Hinterhalte aufmerksam machen. Außerdem trifft man an manchen Sterbeorten anderer Spieler auf sogenannte Rachefeinde. Dies sind stärkere NPC's, mit denen wir es nun zusätzlich zu tun bekommen. Als Belohnung bei einem Sieg winkt besserer Loot, als bei üblichen Gegnern.

Die deutsche Synchronisation hingegen finde ich gewöhnungsbedürftig, macht dem Spielspaß aber kein Abbruch. Auf der PS4 kam es leider des Öfteren zu Ruckler, gerade, wenn man ein neues Gebiet betritt, ein paar Abstürze musste ich außerdem vermerken. Fazit The Surge 2 ist von Anfang bis Ende ein Action-Abenteuer, welches sich an Souls-Games-Liebhaber wendet. Deck 13 hat sich der Kritik des ersten Teiles angenommen und diese auch umgesetzt.
Fans des Genres sollten einen Blick darauf werfen. Man darf auch gespannt sein, wie es mit der Marke weiter geht.
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