Filme - Horror

The Vigil – Die Totenwache

Veröffentlicht am 30.11.-0001
The Vigil – Die Totenwache
The Vigil – Die TotenwacheFilme - Horror | mit: Davis, Dave (Darsteller), Lustig, Menashe (Darsteller), Thomas, Keith (Regisseur) Bewertung:★★★★★ Ein Horrorfilm, der durchaus ein Stück weit Tiefgang mitbringt, indem er sich mit dem wichtigen Thema Antisemitismus auseinandersetzt, ist schon mal etwas mehr, als der typische Grusel, den uns andere Genre-Vertreter auftischen. Dennoch können sich die Schockmomente sehen lassen und insgesamt gesehen, ist mit "The Vigil – Die Totenwache" ein ansehnlicher Streifen entstanden. Dennoch greift er nicht nach den Sternen. Warum das so ist, verrate ich in der Review. Handlung Ein junger Mann übernimmt widerwillig die Totenwache für das Mitglied einer orthodoxen jüdischen Gemeinde. In einer schicksalhaften Nacht wird der Held mit furchterregenden Geheimnissen und seinen eigenen Dämonen konfrontiert.

Der junge Yakov (Dave Davis) möchte die strenge chassidische Gemeinde in Brooklyn am liebsten verlassen, weil er seinen Glauben verloren hat. Da er dringend Geld braucht, stimmt er widerwillig dem Angebot des Rabbiners zu, die nächtliche Totenwache für ein verstorbenes Gemeindemitglied zu übernehmen. Kurz nach seiner Ankunft in dem baufälligen Haus wird Yakov klar, dass hier etwas sehr, sehr falsch läuft. Schon bald findet sich der junge Held in einem unheimlichen Albtraum wieder, der von einem furchteinflößenden Wesen orchestriert wird: Einem „Mazik“, wie im jüdischen Volksglauben jener Totengeist bezeichnet wird. In dieser Nacht des surrealen Schreckens muss sich Yakov nicht nur bösen Geistern, sondern auch den Dämonen seiner Vergangenheit stellen. Trailer BewertungZunächst die Horror-Seite. Sie bietet einige tolle Schocker, also serviert das, was ein Grusel-Dämonen-Geister-Film haben muss. Viele Szenen machen sehr viel richtig, gerade die Sache mit den Fußnägeln und dem Video haben für eine Gänsehaut gesorgt. Dann folgen aber auch Beiträge, die etwas sehr gekünzelt und rein obligatorisch alle Klischees erfüllen. Nicht schlecht, aber eben auch nicht gut. Am Ende - ich muss es leider immer und immer wieder schreiben - bricht das Kartenhaus zusammen, als der Dämon gezeigt wird. Nicht nur, dass die Kulisse doch arg überschaubar - mit anderen Worten: schlicht - gestaltet wurde, nein in diesen Momenten kann man keinen Blumentopf gewinnen. Die Vorstellungen der Zuschauer können einfach nicht erfüllt werden. Ein offenes Ende ist immer die bessere Alternative.

Das Thema Antisemitismus muss immer wieder auf den Tisch, es ist wichtig, es bleibt wichtig. Daher ist es gut platziert und es bekommt auch genügend Spielraum. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Dezente Hinweise, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Auch gewisse jüdische Traditionen waren mir nicht bekannt. Ich konnte also noch etwas lernen. Wenn nur jeder Schulunterricht so spannend wäre... Apropos Spannung: Blumhouse steht mit „Paranormal Activity“, „Insidious“, „The Purge“ oder auch „Halloween“ in Punkto Grusel und Spannung sicherlich auf den oberen Plätzen. Auch "The Vigil – Die Totenwache" hat, wie bereits oben geschrieben, sehr spannende Momente und kann abends im Dunkeln schon den einen oder anderen gestandenen Mann zum Fürchten bringen.

Abgerundet wird der Film in seinem Drama. Der Hauptdarsteller tritt nämlich nicht nur gegen einen Dämon an, sondern muss sich auch seinen eigenen Dämonen stellen. Das gelang "The Vigil – Die Totenwache" ordentlich. Dabei servierte uns der Film nichts Neues. Und genau da wären wir an dem Punkt, an dem so viele andere auch stehen, dass es keinen frischen Wind gab. Es blieb das Gefühl hängen: "Gut, aber irgendwo schon einmal gesehen".
Fazit "The Vigil – Die Totenwache" ist ein ordentlicher Film, dessen Botschaft hängen bleibt und in der aktuellen Zeit wichtiger denn je ist.
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