Comic - Geschichte
They Called Us Enemy - Eine Kindheit im Internierungslager
They Called Us Enemy - Eine Kindheit im InternierungslagerComic - Geschichte | mit: George TakeiBewertung:★★★★★ Es ist schon erschreckend, wie das angeblich freiste und demokratische Land der Welt mit seinen Bürgern umgeht. Seit dem Präsident Donald Trump an der Macht ist, sieht eine breite Öffentlichkeit, wie Hetze funktioniert. Gegen Minderheiten zu sein, ist einfach. Es ist immer sehr verlockend Verschwörungstheorien aufzustellen, um einen Grund für Missstände zu finden. Die USA haben in ihrer Geschichte schon oft gegen ethische Bevölkerungsgruppen gehetzt. Am Anfang waren die Indianer dran, den Afro-Amerikaner hatten es auch nicht leicht und im Zweiten Weltkrieg hat es die japanischstämmigen Amerikaner erwischt. Einer von ihnen, der seine Kindheit im Internierungslager verbracht hat, ist George Takei, der mit diesem Comic seine Geschichte erzählt. Handlung Nach dem Überfall der japanischen Armee auf Pearl Habour schürten Politiker den Hass gegen die japanischstämmigen Amerikaner. Insgesamt gab es ca. 120.000 US-Bürger mit einer Abstammung aus Japan. Alle diese unschuldigen Bürger, wohlgemerkt mit Staatsbürgerschaft, die ihren Lohn wie jeder andere erarbeitet hatten, wurden in Lager gesteckt. Diese sind natürlich nicht mit den grausamen Konzentrationslagern aus Deutschland vergleichbar, dennoch hat man unbescholtene Menschen eingesperrt. Als den Amerikanern die Soldaten ausgingen, war es wiederum kein Problem einige von den eingesperrten jungen Männern an der Front einzusetzen. Lange blieb das Schicksal im Rückspiegel der Geschichte außer acht und daher ist es um so wichtiger, dass sich Comic-Autor und Aktivist George Takei dem Thema annimmt. Dabei hat er die Situation nicht in irgendwelchen Geschichtsbüchern recherchiert, sondern er erzählt aus seinem Leben, denn er war als Kind in mehreren Internierungslagern...BewertungKrieg ist doof, Rassismus gleichermaßen. Das ist klar. Es ist aber eben nicht immer klar und von daher müssen Geschichten auf den Tisch, die von Unterdrückung und Ungleichbehandlung erzählen. 120.000 Menschen wurden im zweiten Weltkrieg unrechtmäßig eingesperrt. Das passierte alles nur, weil sich bestimmte Politiker dafür stark gemacht haben. Sie sahen eine Gefahr, die vielleicht so nicht real war. Ich kann an dieser Stelle nur mutmaßen, ob es doch den einen oder anderen Spion aus Japan gegeben hat. Aber für die Annahme, dass sich Feinde im Land befinden könnten, gleich ganze Familien aus ihren Häusern zu vertreiben. Das ist schon sehr gewagt.
Gerade in der heutigen Zeit, wir schauen dabei nach England, Russland, Brasilien, China und wieder in die USA, gibt es wieder viele Despoten, die versuchen mit rechter Hetze an die Macht zu kommen und ihren Status zu festigen. Das hat zur Folge, dass ganz brandaktuell ein Afroamerikaner durch Polizeigewalt gestorben ist. Aber auch bei uns in Deutschland ist nach der Flüchtlingskrise nicht mehr alles so schön, wie es einmal war.
Der Comic „They Called Us Enemy“ wird aus Kindersicht geschrieben, was die ganze Sache eher abmildert. Es werden zwar immer wieder die Probleme der Erwachsenen beschreiben, wie sie zum Beispiel einen Fragebogen ausfüllen mussten oder wie es kleine Aufstände in den Lagern gab, doch es sind eben doch Kinderaugen, die die Geschichte gesehen haben. Was auch nicht sonderlich schlimm ist, denn so wird das Lagerleben durchaus mit Leben und Abtenteuergeist gefüllt, was deutlich zur Erfrischung beim Lesen führt. Im letzten Abschnitt wird jedoch viel abgerechnet und angeprangert, es sind Schreie nach Gerechtigkeit und sie appellieren an den Anstatt der Menschlichkeit. Fazit „They Called Us Enemey“ ist ein guter Geschichtsunterricht, der deutlich mehr Leben beinhaltet, als vergleichbare Formate in der Schule.
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Gerade in der heutigen Zeit, wir schauen dabei nach England, Russland, Brasilien, China und wieder in die USA, gibt es wieder viele Despoten, die versuchen mit rechter Hetze an die Macht zu kommen und ihren Status zu festigen. Das hat zur Folge, dass ganz brandaktuell ein Afroamerikaner durch Polizeigewalt gestorben ist. Aber auch bei uns in Deutschland ist nach der Flüchtlingskrise nicht mehr alles so schön, wie es einmal war.
Der Comic „They Called Us Enemy“ wird aus Kindersicht geschrieben, was die ganze Sache eher abmildert. Es werden zwar immer wieder die Probleme der Erwachsenen beschreiben, wie sie zum Beispiel einen Fragebogen ausfüllen mussten oder wie es kleine Aufstände in den Lagern gab, doch es sind eben doch Kinderaugen, die die Geschichte gesehen haben. Was auch nicht sonderlich schlimm ist, denn so wird das Lagerleben durchaus mit Leben und Abtenteuergeist gefüllt, was deutlich zur Erfrischung beim Lesen führt. Im letzten Abschnitt wird jedoch viel abgerechnet und angeprangert, es sind Schreie nach Gerechtigkeit und sie appellieren an den Anstatt der Menschlichkeit. Fazit „They Called Us Enemey“ ist ein guter Geschichtsunterricht, der deutlich mehr Leben beinhaltet, als vergleichbare Formate in der Schule.